Geh barfuß über warmen Sand.
      Spür die Erde unter deinen Füßen ...
 
 


« Literatur
Literatur Geowissenschaften

Wissenschaftgeschichte

keine Abbildung vorhanden

OLDROYD, D.R.; (1998)
Die Biographie der Erde. Zur Wissenschaftsgeschichte der Geologie.


» jetzt mit einem Klick bei Amazon bestellen

Sprache: deutsch
Seiten: 520 S.
Verlag: Zweitausendeins, Frankfurt a.M.
Auflage: 1. Auflage, 1998
ISBN: 3861502852



Leser-Rezensionen:

Gunnar aus Hamburg:
Dieses Buch gibt einen sehr ausführlichen Überblick über die Entwicklung der Geologie als Wissenschaft. Wer sich also nicht nur für die jeweils aktuellsten Meldungen aus dem Bereich interessiert, sondern auch über die historischen Irrungen und Wirrungen, die eine Wissenschaft hat durchlaufen müssen, bis sie ihr heutiges Erscheinungsbild hat, der wird um dieses Buch nicht herum kommen. Der Bereich geht dabei von der Antike mit ihren Vorstellungen über Mittelalter und Renaissance zu den Streitereien der Katastrophisten und Aktualisten, der Mobilisten und Fixisten und so weiter. Viele der heute als allgemeingü:ltig betrachteten geologischen Theorien hatten zu ihrer Zeit viele andere Theorien aus dem Feld zu schlagen, bevor sie ihren heutigen Status erlangten. Oldroyds Verdienst ist es, diesen aus dem Felde geschlagenen Thesen ein Denkmal zu setzen. Es macht deutlich, dass es auch für diese jetzt längst vergessenen Theoriegebäude durchaus Belege gab und das sie teilweise erbittert verteidigt wurden. Oft lassen erst diese längst vergessenen Debatten unsere heutigen Theorien in einem deutlicherem Licht erscheinen. Und sie machen uns klar, das auch sie nur Modelle der Wirklichkeit sind. Niemand kann garantieren, dass sie für die Zukunft bestand haben werden.

Besonders interessant finde ich die Darstellungen zur sogenannten physikalischen Theologie, aus der sich die heutige moderne Geologie zumindest teilweise entwickelt hat. Erst durch den Streit zwischen Katastrophisten, die die Bibel wissenschaftlich beweisen wollten, und den Aktualisten auf der anderen Seite, konnte sich die Geologie als moderne Wissenschaft emanzipieren. Vergleichbares gilt für den Streit der Fixisten mit den Mobilisten. Erstere sahen die Erde als statisch an, während letztere den Kontinenten und damit der Erdoberfläche eine Beweglichkeit zubilligten. Eine zentrale Figur stellt dabei der Meteorologe Alfred Wegener dar, wenn er auch eine große Zahl Vorgänger und Mitstreiter hatte. Wer diese Geschichte liest, der bekommt so langsam ein Bild von den Problemen, die neue und für ihre Zeit revolutionäre Theorien zu bewältigen haben, bis sie selber einen nahezu unangreifbaren Status bekommen. Und wie sich unser modernes Bild von der Welt so langsam aus den einfachsten Anfängen herausbildete. Man begreift, dass das Wissen von heute nur der Irrtum von morgen sein könnte.




Du möchtest eine Beurteilung über dieses Buch schreiben?
Dann melde dich hier im Forum.

 

 •  Portal
 •  Forum

Geowissenschaften
 •  Studium
 •  Literatur

Shops @ Geoversum
 •  BookShop
 •  ShirtShop

Media
 •  Vulkan Live Cams
 •  Seismic Monitor
 •  Solar Monitor SOHO

Site Info
 •  Sitemap
 •  Presse/Referenzen
 •  Impressum
 •  Disclaimer




Pagerank erhoehen