Geh barfuß über warmen Sand.
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 Betreff des Beitrags: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: So 7. Okt 2012, 21:25 
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master of desaster
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Mo 19. Dez 2005, 17:32
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Moin,

mal ne Frage an die Doktoren und Doktoranden.
Warum habt ihr promoviert bzw promoviert ihr? Was trieb oder treibt euch an?
Wissensdurst? Karriere? Langweile? ...?

Ich mach's weil's mir ganz einfach Spaß macht. Bin gerne im Lab, bastel, teste neue Ansätze. Mein Thema ist recht feld- & laborlastig, was mir sehr entgegen kommt.
Bedenklich finde ich etwas meinen kaum vorhandenen Wissensdurst. Bin kaum am Literatur lesen oder mich in Grundlagen einarbeiten... :-s

Nächste für mich leicht bedenklicher Punkt: Was mach ich mal mit dem Titel? Ich komm aus dem angewandten Sektor. Viele promovieren bei uns wegen der Karriere. Da hab ich überhaupt keine Lust drauf, mir liegt überhaupt nichts daran "Führungskraft" o.ä. zu werden...


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: So 7. Okt 2012, 21:38 
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hard-rocker
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Ich promoviere erstens weil ich eben an der Uni bleiben will und es da halt dazu gehört und ebenfalls erstens, weil ich das Thema wirklich spannend genug finde um mich nun fast 4 Jahre damit auseinander zusetzen. Im Gegensatz zu vielen Leuten, die mit ihrem Dr. entnervt in die Wirtschaft entfleuchen, kann ich's kaum erwarten endlich selbst eingereichte Forschungsprojekte abgelehnt zu bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: So 7. Okt 2012, 21:59 
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soft-rocker
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Muss das eigentlich sooo lange (4 JaHre + x) dauern? Ich lese gerne Biographien. Da kann man schnell feststellen, dass es bis zur letzten Jahrhundertmitte (im 19. Jh sowieso) erheblich schneller ging, ein bis maximal zwei Jahre, früher hatten die noch nicht einmal vorher diplomiert. Liegt das nur an der umfangreicheren technischen Ausstattung? Ich weiß, Experimentelles dauert Zeit, aber Technik entlastet ja auch, stellt euch mal vor: früher kein Computer, kein Taschenrechner!! Wonach wird eigentlich bestimt, wann eine Arbeit "fertig" ist, da ist doch wohl oft jeder Abschlusspunkt willkürlich gesetzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: Mo 8. Okt 2012, 06:56 
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hard-rocker
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Ich denke das hat viel mit heutigen Infrastruktur der Forschung bzw. der Finanzierung zu tun. Doktoranden arbeiten zumindest in den Naturwissenschaften häufig über DFG-Projekte, die eben auch im Sinne des Antragsstellers (Betreuers) zum Abschluss kommen sollen. Dadurch ist die Abrecherquote geringer, die Überzieherquote aber höher. Bei kumulativen Dissertation (heute quasi Standard) geht viel Zeit für das Einreichen und Überarbeiten von mehreren Manuskripten drauf. Früher hat man die Diss einfach in der Hauspostille versenkt und gut war. Jeder Forschungsbereich quillt über mit Fachliteratur. 1850 konnte ein Geologe wahrscheinlich sämtlich erscheinenden Fachartikel zur Geologie lesen. Das gelingt mir heute nicht mal für Artikel, die direkt mit meinem Thema zu tun hätten. Der Riesenvorteil, der den Zeitaufwand rechtfertigt, ist, dass du deine "Forscherkarriere" bereits mit einer handvoll Publikationen beginnen kannst und nicht ein 200 Seiten Opus im Magazin deiner Unibibliothek verstaubt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: Mo 8. Okt 2012, 11:07 
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master of desaster
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Beiträge: 859
Wohnort: München
Warum?

Weil ich im Studium nie die Gelegenheit hatte mal etwas nur deswegen zu tun, weil ich es tun wollte, weil ich einfach mal forschen will und weil es mir an der UNI eigentlich ganz gut gefällt. Der Titel am Ende ist für mich nur soetwas wie ein Bonus.

Was ich danach damit anstelle? Wer weiss! Es sind ja noch zwei Jahre. Wenn es mir dann immer noch gefällt bleibe ich vielleicht in der Forschung & Lehre, dankenswerterweise ist mein Thema nicht so weltfremd, dass ich auch außerhalb der UNI damit etwas anfangen kann. Ich habe regelmäßig Kontakt zu Firmen, die die Abbaue betreiben. Letztendlich läuft es darauf hinaus wo am Ende das saftigere, also interessanteste (Kombination aus Stelle, Position, Region, Gehalt und der Übereinstimmung mit den Thematiken, die mich brennend interessieren), Angebot herkommt.

_________________
The Lost Geologist
http://lostgeologist.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: Fr 18. Okt 2013, 13:20 
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newbie
newbie

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Fr 18. Okt 2013, 12:21
Beiträge: 5
Hallo, bei mir war es Wissensdurst und eine zu romantische Vorstellung von der Wissenschaft und dem Unibetrieb.
Der Grund warum ich zu ende Promoviert habe, war, dass ich das zu ende machen, was ich angefangen habe.
Der Grund warum ich nicht mehr in der Wissenschaft arbeite ist, die Tatsache das es nur noch um Geld und Angewandtes Wissen geht, reine Grundlagen Forschung ist leider out. Auch gibt es mir zu viele Egoisten und Falschheit. Am ende hat mich der wissenschaftliche Betreib nur noch angeeckelt, die Dümmsten haben Karriere gemacht, nur weil sie gut schleimen konnten ...

Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Dr. (Promotion)
BeitragVerfasst: Sa 16. Nov 2013, 16:32 
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advanced
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Mi 27. Sep 2006, 15:26
Beiträge: 36
Ich wollte nicht promovieren, hätte aber fast damit angefangen. Ich habe in der Wirtschaft zuerst nichts gefunden, dann kam eine Finanzierungsmöglichkeit in dem Forschungsbereich, wo ich meine DA geschrieben habe für eine weitere Mitarbeit mit Promotion und der Prof hat mich angesprochen.

Naja, am gleichen Tag der Mitteilung gab es doch eine Zusage von draußen. -> doch kein Dr.

Ich weiß von ein paar Leuten quer durch die Fachbereiche, die aus "Verlegenheit" promovieren/promovierten. Schade eigentlich :|


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