Geh barfuß über warmen Sand.
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 Betreff des Beitrags: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2012, 14:15 
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Weil ich zwei laufende Meter strukturgeologische Publikationen geschenkt bekommen habe, mußte ich meinen Bücherschrank aussortieren und verschenke daher Bücher, die ich nicht mehr lesen möchte:

Schönewiese: Praktische Statistik für Meterologen und Geowissenschaftler.
von 1982, enthält die Standard-Prüfstatistik und Zeitreihenanalyse


noch älter ist:

Marsal: Statistische Methoden für Erdwissenschaftler (von 1967)
Das Buch aus dem Nachlaß German Müller enthält die normale Prüfstatistik.

Butler & Stroh: Einführung in die Statistik

Kinzelbach & Rausch: Grundwassermodellierung
Einführung in ASM von den beiden. ASM ist sicher nicht der letzte Schrei beim Modellieren, hat jedoch ein unschlagbares Nutzen/Aufwand-Verhältnis. Programm ist dabei.


Müller-Rochholz: Geokunststoffe im Erd- und Straßenbau. Stellt den state of art bei den Geotextilien dar, ist aktuell.

Martin & Egler (Ed.) Intracontinental Fold Belts.
Abschlußbericht des SFB 48 und die Göttinger Interpretation der Plattentektonik. Das Buch ist so schlecht, daß es eigentlich auf den Index gehört. Interessant nur bei forschungsgeschichtlichen Anliegen, Stichwort Irrwege.

Auch auf den Index gehört
Wunderlich: Ursachen und Wesen der Gebirgsbildung.
Ist im wesentlichen ein Aufguß der alten Stilleschen Geosynklinaltheorie. Wenn dieses Buch keiner will, kann ich das gut verstehen.

Vom gleichen Autor sind auch die zwei Taschenbücher:
Endogene Dynamik
Exogene Dynamik


Der Band Exogene Dynamik ist nicht ganz so schlimm. Endogene Dynamik sollte jedoch nur lesen, wer Wunderlich-Fan ist oder in Göttingen studiert.

Alles muß raus!
First come, first serve.
Schmerzensgeld gibt’s keines.

Rote Schrift = Buch ist schon verschenkt.

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Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2012, 15:14 
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Hallo Rockdoc,

ich melde mich mal für:

Schönewiese: Praktische Statistik für Meterologen und Geowissenschaftler

Falls aber noch Studies Interesse bekunden geb denen den Vorrang.

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 11:33 
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Moin Horst,

ne ist nicht rot. Einmal Müller-Rochholz für Horst. Gratulation, ist ein gutes Buch. (Muss ich schließlich als Koautor wissen ;-)
Schick mir per PM die Versandadresse.

Den Göttinger Müll will niemand?
:-bd

Naja, spricht für Euren guten Geschmack, dann kommt`s wohl in die Tonne.



Moin ich würde mich für das hier interessieren. Falls das schon rot ist sorry einfach ignorieren.

Müller-Rochholz: Geokunststoffe im Erd- und Straßenbau. Stellt den state of art bei den Geotextilien dar, ist aktuell.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Di 24. Jul 2012, 00:58 
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Eine laienhafte Frage: Was ist am "Göttinger Müll" Müll? Naiv, wie ich bin, hätte ich doch für einen SFB, jedenfalls im offiziellen Bericht, einen gewissen Mindestqualitätsstandard angenommen!?!?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Di 24. Jul 2012, 13:24 
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Ich will Dir die Aussage gerne erläutern, obwohl in dem ersten Posting der Sachverhalt schon angedeutet ist.

Wie vielleicht bekannt, wurden die Geowissenschaften in den 19-sechziger Jahren von einem Paradigmenwechsel getroffen.
Spätestens mit den Publikationen von HESS 1962 und WILSON 1963 war klar, daß sich fixistische Erdmodelle nicht mehr halten lassen. Die Theorie der Plattentektonik, basierend auf einem Meer ozeanischer Meßdaten, setzte sich auf breiter Front durch. In der Avantgarde waren vor allem amerikanische und französische Wissenschaftler.
Wer sich mit der Plattentektonik überhaupt nicht anfreunden konnte waren die deutschen und die russischen Geowissenschaftler, also Communities die traditionell bis dahin keine marine Geoforschung betrieben hatten. In Russland geht die Ablehnung mobilistischer Thesen soweit, daß bis heute die Existenz von Überschiebungen in Frage gestellt wird (siehe Rockdocs Wanderungen auf der Krim).
In Deutschland hatten man sich in den zwanziger Jahren intensiv mit Wegener auseinandergesetzt und ihn mit überwiegender Mehrheit abgelehnt. Die Ablehnung einer Theorie kann in den Wissenschaften aber nur erfolgen, indem man eine (scheinbar) bessere Theorie akzeptiert. Diese bessere Theorie schien die Geosynklinaltheorie HALL, DANA und HAUG zu sein. Ich will sie nicht im Detail ausführen. Der Entwicklungstand ist in AUBOUIN, Jean: Geosynclines.- in Development in Geotectonic 1, Elsevier 1965, auf dem Kulminationspunkt dieser Denkweise hervorragend beschrieben.
In Deutschland schloß sich STILLE dieser Denkschule an und entwickelte sie federführend und maßgeblich weiter. Wikipedia beschreibt Stille als einen der bedeutensten Geologen des 20. Jahrhundert. Ich halte Stille für einen der tragischsten Geologen, gewissermaßen einen Anti-Faust, der stets das Gute will und stets das Böse schafft.
In der Nachkriegszeit hatte Stille einen ungeheuren Einfluß in Göttingen (wo er bis 1932 Ordinarius gewesen war) und in Ostberlin an der Akademie der Wissenschaften (die sich damals an russischen Vorgaben orientieren musste, siehe oben). Stille beeinflußte hunderte, um nicht zu sagen tausende von Diplom- und Doktorarbeiten in Ost und West. Jeder seiner Schüler, und deren Schüler wiederholte eingangs jeder seiner Arbeiten erst einmal die Paradigmen der Geosynklinaltheorie, so wie heute jeder Student seine Berichte mit den Worten beginnt: Im Oligozän kollidierte Gondwana mit Meso-Europa.
Wenn sich ein Hochschullehrer in nicht überprüfbaren Aussagen irrt, ist das keine private Tragödie: Ein Schneeballsystem ist gestartet. (siehe Klimawandel)
In der Mitte der 19-sechziger Jahre waren alle, ausnahmslos alle maßgeblichen Verantwortlichen in Forschung, Lehre und Diensten in Deutschland auf Geosynklinal-Linie und es gab keinerlei Anlaß davon abzugehen. Stelle ich meine eigene Doktorarbeit, die ich so sorgfältig aus anderen Veröffentlichungen abgeschrieben habe, wirklich selbst in Frage? Stelle ich meine Lehrer in Frage? Oder arbeite ich überhaupt gegen den Mainstream? Hier geht es um ganz essentielle Fragen der Karriere und der gesellschaftlichen Akzeptanz.
Man darf nicht drauf hoffen, daß die wissenschaftliche Community in der Lage ist solche Irrwege zu erkennen und zu vermeiden.
Peer-Reviewing is nice, aber man kann ja in der Regel selbst einen Reviewer vorschlagen. Ausserdem akzeptieren Reviewer in der Regel Aufsätze die im mainstream liegen und nicht all zu arg anecken.
Schon beim Forschungsantrag werden ja die Weichen gestellt. Man kann darauf vertrauen, daß der DFG-Bearbeiter den gleichen Stallgeruch hat wie man selbst. Er hat ja dieselben Lehrer gehabt und die wieder dieselben Lehrer.
(Heute liegt die Kiste etwas anders. Da kommt der DFG-Bearbeiter aus Göttingen, Tübingen oder Aachen. Der Tübinger pusht nur Tübinger Anträge der Göttinger nur Göttinger Anträge. Sie kommen aus Greifswald? Dann fassen wir den Antrag mit einem ähnlichen aus Erlangen zusammen und Sie bekommen ein kleines Scherflein? Unzufrieden? Dann gibt es halt gar nix.)
Was immer noch bei der DFG beim alten ist, ist daß nur Mainstream gefördert wird. Da der Laden unter politischer Aussicht ist, soll das Risiko, daß bei der Vergabe von öffentlichen Geldern nichts Brauchbares raus kommt, vermieden werden. Dieses Risiko, so glauben man, sei bei Mainstream-Arbeiten am geringsten. Nennen wir es einfach Kochen im eigenen Saft oder wissenschaftspolitischen Inzest.
Ist deine Frage nach dem DFG-Mindestqualitätsstandard damit beantwortet?

Im Jahre 1969 wird in Göttingen der SFB 48 (=Sonderforschungsbereich) gestartet. Sonderforschungsbereiche sind auf eine Dauer von 12 bis 15 Jahren ausgelegt und sollen grundlegende Problem angehen. Der offzielle Titel des SFB 48 heißt: „Evolution, composition and distinctive characteristics of the Earth´s crust, particulary in geosynclinal regions“ Vor allem im letzten Zusatz wird deutlich, daß es für eine Aufgabe des SFB 48 gehalten wird, die Geosynklinaltheorie zu verteidigen. Wir erinnern uns: Sieben Jahre zuvor schlug die Plattentektonik-Theorie in die Geowissenschaften ein wie der Meteorit ins Nördlinger Ries. Übrigens auch eine interessante Geschichte über Wissenschafts-Irrwege.
Was nicht zu halten ist, muß man aufgeben. Obwohl in der Frühzeit der Plattentektonik noch viele Details unbekannt und viele Fragen unbeantwortet waren, mußten sich die Fixisten auf den Rückzug bewegen. Wie jeder Rückzug erfolgte auch dieser in Etappen. Plattentektonik gilt nur für die heutige Meer/Kontinentverteilung, nicht jedoch für die Zeit der alpidischen Gebirgsbildung. Was das ist widerlegt? Na gut, dann gilt es vielleicht für den Himalaya, nicht jedoch für die Alpen? Was dort auch? Na gut, aber nicht für den Ural und das Variszikum. Schließlich haben wir in diesen Gebirgen ja keine ozeanische Kruste gefunden, ergo keine Subduktionszone, ergo war es einen Geosynklinale.
Sorry, aber wenn man im Harz Mannjahrhunderte in irgendwelchen Flyschfolgen rumkorreliert und nebendran den Harzburgit nicht geotektonisch ansprechen kann..... Jedenfalls haben wir auf einem Geoversumtreffen keine Stunde gebraucht um Harzburgit, Diabase, Spilite und pillowlaven richtig einzuordnen.
Das Buch Intracontinental Fold Belts stellt ein Rückzugsstadium in dem von mir beschriebenen Prozess dar. Damals dachten die beteiligten Forscher, daß innerkontinentale Bereiche sich selbstständig geosynklinal entwickeln können und daß dort dann ein orogener Impuls ein Gebirge ohne eingeschuppte ozeanische Kruste aufwerfen könnte. Es war eine Göttinger Idee und sie ist Bullshit. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Kollegen und Kolleginnen dort nicht mehr darauf angesprochen werden wollen, aber zugeben würden sie es nie. Schließlich haben sie sich bis heute nicht restlos von Stille, Wunderlich et al. verabschiedet.

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Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Do 26. Jul 2012, 17:03 
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Rockdoc,

wirklich vielen Dank für die Mühe, die Du Dir mit Deiner ausführlichen Antwort gemacht hast. Jetzt habe ich wieder einiges gelernt. Das mit der Wegener-Theorie passt ja zum Wegenerjahr 2012. Man hat ja schon viel über die Schwierigkeiten lesen können, die man ihm gemacht hat. Ich hätte aber nicht gedacht, dass das so lange vorgehalten hat. Diese spezielle deutsche Sicht hätte doch spätestens beim Publizieren in internationalen Zeitschriften auffallen müssen, oder hat man da nicht geschrieben? Oder bei internationalen Kongressen um ca. 1970 +- 5 Jahre, ist es da nicht aufgefallen? Jedenfalls von diesem langen Widerstand gegen die Plattentektonik habe ich in den Wegener-Würdigungsartikeln bisher nichts gelesen. :-o
Was ich noch daran vermisse? Konsequenzen! Die Scientific Community tut sich doch offensichtlich damit schwer, Fehler zu korrigieren (die als solche erst mal gar nicht schlimm sind). Was mch ärgert, ist oft der Stil in laufenden Diskussionen ("Alle maßgeblichen Wissenschaftler...", "Es ist herrschende Meinung...", "Der anerkannte Experte Prof.Dr.Dr.Dr.hc.hc.hc.eh...", "Als maßgebliche Autorität in der Frage...", "Der international ausgewiesene Wissenschafter...", "Die UNO/WHO/OECD/UNESCO/ODERSONSTWAS-Kommission hat festgestellt...", "Stand der Diskussion ist..."), natürlich auch in anderer Richtung ("Der selbsternannte"Experte"...", "Der weitgehend unbekannte....", "Prof X, der eine Außenseiterposition vertritt...") usw. usw. Ich denke mir immer, wer mit solchen Worthülsen argumentieren zu müssen glaubt, dessen Argumente haben das auch nötig. Eigentlich sollten doch schon die Sachargumente als solche für sich sprechen. Je laienhafter das Publikum, um so mehr gleitet die Diskussion auf das ab, was da oben in Klammern steht. Leider auch bei aktuellen Themen (z.B. Klima).
Rockdoc hat geschrieben:
Was immer noch bei der DFG beim alten ist, ist daß nur Mainstream gefördert wird. Da der Laden unter politischer Aussicht ist, soll das Risiko, daß bei der Vergabe von öffentlichen Geldern nichts Brauchbares raus kommt, vermieden werden. Dieses Risiko, so glauben man, sei bei Mainstream-Arbeiten am geringsten. Nennen wir es einfach Kochen im eigenen Saft oder wissenschaftspolitischen Inzest.
Dann kommt aber vor allem Zweitrangiges heraus.
Rockdoc hat geschrieben:
Ist deine Frage nach dem DFG-Mindestqualitätsstandard damit beantwortet?
Ja, jetzt weiß ich dass die Betonung auf "Mindest" liegt.
Rockdoc hat geschrieben:
Übrigens auch eine interessante Geschichte über Wissenschafts-Irrwege.
Es sollten sich darüber mal die Wissenschaftshistoriker hermachen, aber die brauchen dazu wohl auch DFG-Geld, damit wren wir wieder am Anfang. :-s
Viel Grüße
Lias


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 27. Jul 2012, 08:01 
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Hi Lias,

Lias hat geschrieben:
Eigentlich sollten doch schon die Sachargumente als solche für sich sprechen. Je laienhafter das Publikum, um so mehr gleitet die Diskussion auf das ab, was da oben in Klammern steht. Leider auch bei aktuellen Themen (z.B. Klima).


das mag an der "Grundbedingung" liegen: "Je laienhafter das Publikum, umso unakzeptierter wird der der Faktor "Sachargumente"". Wenn sozusagen der Text unverständlich wird, achte "ich" halt mehr auf die darstellerischen Fähigkeiten der Leute auf dem Podium. Was zugegebenermaßen wirklich bedauerlich, aber kaum vermeidbar ist.

Glück Auf!

Johannes

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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Di 31. Jul 2012, 10:00 
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Johannes hat geschrieben:
Je laienhafter das Publikum, umso unakzeptierter wird der der Faktor "Sachargumente"". Wenn sozusagen der Text unverständlich wird, achte "ich" halt mehr auf die darstellerischen Fähigkeiten der Leute auf dem Podium.


Wir dürfen hier zwei Dinge nicht durcheinander werfen. Das eine ist der "innere" Zustand der Geowissenschaften, der eigentlich mein Thema ist. Die Paradigmenentwicklung findet weitgehend unter Ausschluß der der Öffentlichkeit statt. Insofern ist eine Trivialisierung, wie sie für einen Laienpublikum postuliert wäre, kein akzeptables Argument für wissenschaftliche Minderleistung.

Betrachten wir die Wirksamkeit der Geowissenschaften in der Öffentlichkeit, dann stellen wir fest, daß auch diese recht mangelhaft ist. Alleine das von Johannes vorgetragene Mantra des unverständlichen wissenschaftlichen Textes ist falsch. Es gibt keine unverständlichen wissenschaftlichen Texte, da nur dann Wissenschaft Wissenschaft ist, wenn sie Wissen schafft. Mein persönliche Erfahrung ist, daß unverständliche Texte der Verschleierung dienen sollen.
Weiter warne ich eindringlich davor, Publikum als Laienpublikum zu diskriminieren. Ich habe (mit Bürgerinititiven, Politikern, Kunden) die Erfahrung gemacht, daß dort wo Interesse entsteht, auch die Fachkenntnis und der Bedarf an sauberen wissenschafltichen Beweisführungen sehr schnell wächst.

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Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Mi 1. Aug 2012, 09:16 
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Vieleicht noch etwas zu den Geowissenschaften in der Öffentlichkeit: Bei meinen Exkursionen mit dem "Durchschnittstouristen" aber auch Studierenden sind die Teilnehmenden nahezu immer überrascht wie einfach die Vorgänge z.B bei Vulkanausbrüchen mit einem hohen wissenschaftlichen Standard erklärt werden können. Dazu sind nicht immer komplizierte Schautafeln notwändig, eine schnelle Skizze oder ein triviales Beispiel erklärt viel mehr. Die Vorkenntnisse und die Ansprüche der Teilnehmenden sind durchgehend auf einem hohen Niveau. Sie kommen ja freiwillig zu einer Veranstaltung, sie besitzen bereits (plus/minus) Vorkenntnisse und sind durchaus wissenschaftlich belastbar.
Inzwischen bekomme ich immer mehr Anfragen nach solchen Exkursionen weil die ansässigen Institutionen (Museen, Vulkan-Parks etc) meist nur einfachstes (und oft auch falsches) Wissen vermitteln.
Selbst die Quantenphysik in der Astronomie lässt sich relativ einfach erklären - ohne mathematische Grundkenntnisse.
Die Lage der universitären Geowissenschaften kann ich nicht so gut einschätzen, dort scheint mir aber Kompetenz mit einer möglichst komplizierten (und gelegentlich auch wirren) Theorie verbunden mit einer Publikationswut gleichgesetzt zu sein. Ob die Bestimmung des Titan-Gehaltes in Muschelschalen der oberen Kreide wirklich ein Thema für eine Diplomarbeit ist erscheint mir etwas seltsam.
Fazit: Gerade die Geowissenschaften haben in den letzten Jahren enorm an Interesse in der Bevölkerung zugelegt. Dieses Interesse ist zu fördern und mit fundierten Fachwissen aus zu bauen. Diese Aufgabe nur den Medien oder oftmals zweitklassigen Exkursionsleitern zu überlassen ist sträflich und wird unserem Berufszweig schaden.

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Mi 1. Aug 2012, 17:47 
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Rockdoc hat geschrieben:
Wer sich mit der Plattentektonik überhaupt nicht anfreunden konnte waren die deutschen und die russischen Geowissenschaftler, also Communities die traditionell bis dahin keine marine Geoforschung betrieben hatten. In Russland geht die Ablehnung mobilistischer Thesen soweit, daß bis heute die Existenz von Überschiebungen in Frage gestellt wird (siehe Rockdocs Wanderungen auf der Krim).


jetzt versteh ich warum es noch heute n paar russen gibt die an Erdexpansion festhalten (zumindest in Teilen...wie du bereits sagtest: Rückzug in Etappen!)

spotts hat geschrieben:
Ob die Bestimmung des Titan-Gehaltes in Muschelschalen der oberen Kreide wirklich ein Thema für eine Diplomarbeit ist erscheint mir etwas seltsam.


grundsätzlich wenn der/diejenige in die Lagerstättenindustrie will und hier brauchbare Daten liefert (sprich wirtschaftlichkeit nachweist) ist das mE zu begrüßen, auch an meiner Uni gibt es derzeit ähnliche Arbeiten (geht um REE).


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Do 2. Aug 2012, 00:00 
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Das Titan ist in den Muschelschalen im ppm-Bereich vorhanden. Ob dies der Renner bei einer Bewerbung für Exploration ist?
Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 08:02 
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Hallo Rockdoc,

ich glaube Du hast mich etwas mißverstanden.

Rockdoc hat geschrieben:
Johannes hat geschrieben:
Je laienhafter das Publikum, umso unakzeptierter wird der der Faktor "Sachargumente"". Wenn sozusagen der Text unverständlich wird, achte "ich" halt mehr auf die darstellerischen Fähigkeiten der Leute auf dem Podium.


[...]Insofern ist eine Trivialisierung, wie sie für einen Laienpublikum postuliert wäre, kein akzeptables Argument für wissenschaftliche Minderleistung.

[...]Alleine das von Johannes vorgetragene Mantra des unverständlichen wissenschaftlichen Textes ist falsch.

[...]Weiter warne ich eindringlich davor, Publikum als Laienpublikum zu diskriminieren. Ich habe (mit Bürgerinititiven, Politikern, Kunden) die Erfahrung gemacht, daß dort wo Interesse entsteht, auch die Fachkenntnis und der Bedarf an sauberen wissenschafltichen Beweisführungen sehr schnell wächst.


Punkt 1: Ich habe an keiner Stelle wissenschaftliche Minderleistung verteidigt oder befürwortet.
Punkt 2: Auch an ein Vortragen dieses "Mantras" kann ich mich nicht erinnern.
Punkt 3: Ich diskriminiere nicht. Laien haben (gerade in der Paläontologie) eine enorme Begeisterung für und Kenntnisse in dem Fach für das sie sich interessieren. Teilweise gründen sie eigene (international anerkannte) AG's in den nationalen wissenschaftlichen Gesellschaften (z.B. die AG Mikropaläontologie der PalGes) oder sind Mitglied in wichtigen Gremien (Stratigraph. Subkomm. Jura). In einigen anderen Bereichen der Geowissenschaften sieht das ähnlich aus. Jedoch: unter uninteressierten oder nur oberflächlich interessierten Laien (und daraus besteht leider oft ein Großteil des Publikums, sowohl in Vorlesungen an Hochschulen als auch bei vielen öffentlichen Präsentationen) bin ich nach wie vor der Meinung, dass meine obige Anmerkung gilt. Da schaltet so mancher Zuhörer in der Diskussion sobald es ihm zu anstrengend wird (und die Grenze dafür liegt bei Laien deutlich niedriger als bei Nicht-Laien) halt darauf um, sich nur vom Theater und nicht von Sachargumenten beeinflussen zu lassen. Ein bewährter und gut funktionierender Schachzug in der Politik, sogar schon auf kommunaler Ebene. Und da Wissenschaft heute leider auch mehr und mehr Politik ist, auch dort. Es wäre schön wenn das anders wäre.

Dass durch eine Trivialisierung in der Präsentation für ein Laien-Publikum eventuell der Eindruck einer wissenschaftlichen Minderleistung bei zuhörenden Fachkollegen entsteht, ist zugegebenermaßen sowohl dem Vortragenden als auch den zuhörenden Fachkollegen +- gleichermaßen geschuldet. Es kann (aber muß nicht) so sein dass man ein "offenes" Ohr beim Publikum hat, zumindest bei Bürgerinitiativen durfte ich schon beide Varianten erfahren. Ob man nun die positiven Erfahrungen mit solchen Situationen als generellen Zustand hinstellt und alles andere ignoriert (oder nie erfahren hat) oder ob man sich eher an "eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" orientiert, ist sicherlich eine persönliche Einstellungssache und das jeweilige Extrem bei der Interpretation des "Ist"-Zustandes. Bei mir liegt da eher eine pessimistischen Grundeinstellung vor.

Glück Auf!

Johannes

PS: Ich habe damit zwar nichts zu tun, aber wurde in der Arbeit nicht versucht das Titan als (Paläo-)Umweltproxie zu nutzen? Ob das als Diplomarbeitsthema "geeignet" ist, kann ich nicht beurteilen, weil ich zu dem Ansatz der Arbeit nicht ausreichend Informationen habe. Spotts, vielleicht könntest Du mir kurz (gerne auch per PM) erklären, warum das Thema nicht als Diplomarbeitsthema geeignet ist. (Dass es nicht direkt wirtschaftlich verwertbar ist, sollte jedoch kein Argument sein, oder?)

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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 09:20 
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Johannes hat geschrieben:
ich glaube Du hast mich etwas mißverstanden.

Punkt 1: Ich habe an keiner Stelle wissenschaftliche Minderleistung verteidigt oder befürwortet.


Ok, das akzeptiere ich. Wenn du jedoch keinen Zusammenhang zwischen dem Thema "Müllpublikationen" und der von dir angesprochenen Trivialisierung für laienhaftes Publikum herstellst, ist dein Beitrag offtopic.

Johannes hat geschrieben:
Punkt 2: Auch an ein Vortragen dieses "Mantras" kann ich mich nicht erinnern.


Natürlich ist die Aussage, "Je laienhafter [und dümmer] das Publikum, umso unakzeptierter wird der der Faktor "Sachargumente [weil die Deppen das ja eh nicht verstehen]"". Wenn sozusagen der Text unverständlich [und er muss ja unverständlich sein, sonst ist es ja nicht richtig wissenschaftlich] wird, achte "ich" halt mehr auf die darstellerischen Fähigkeiten" ist ein Mantra par excellence. Ausdrücklich: die Überspitzungen in den rechteckigen Klammern sind von Rockdoc.

Johannes hat geschrieben:
Dass durch eine Trivialisierung in der Präsentation für ein Laien-Publikum eventuell der Eindruck einer wissenschaftlichen Minderleistung bei zuhörenden Fachkollegen entsteht, ist zugegebenermaßen sowohl dem Vortragenden als auch den zuhörenden Fachkollegen +- gleichermaßen geschuldet.


Also doch?
Ich sehe das nicht so. Die besten wissenschaftlichen Vortrage, und dies gilt fachübergreifend, sind auch gleichzeitig die leicht verständlichsten.


Johannes hat geschrieben:
PS: Ich habe damit zwar nichts zu tun, aber wurde in der Arbeit nicht versucht das Titan als (Paläo-)Umweltproxie zu nutzen?
Ich habe damit zwar auch nichts zu tun, aber ist Titan nicht ein ein denkbar schlechtes Umwltproxie?
Ob das als Diplomarbeitsthema "geeignet" ist, kann ich nicht beurteilen,


Ich schon. Es gibt keine Diplomarbeiten mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 09:57 
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Guten Morgen,

Rockdoc hat geschrieben:
ist dein Beitrag offtopic.

Ja, ist er. Ebenso wie der Teil von Lias' Beitrag auf den ich mich bezog.

Rockdoc hat geschrieben:
Natürlich ist die Aussage [...] ein Mantra par excellence. Ausdrücklich: die Überspitzungen in den rechteckigen Klammern sind von Rockdoc.

Meine Aussage war nicht blind repetitiv, sondern basierte auf eigenen Erfahrungen. Ersteres gilt eher für die aufgeführten Überspitzungen. Übrigens würde ich mich hüten, Ignoranz und Desinteresse mit Dummheit gleichzusetzen.

Rockdoc hat geschrieben:
Die besten wissenschaftlichen Vortrage, und dies gilt fachübergreifend, sind auch gleichzeitig die leicht verständlichsten.

Das für den Menschen am besten verständliche ist das Plakative, ein Fakt der von jeder Wirtschaftsbranche auf dem einen oder anderen Weg genutzt wird. Willst Du damit sagen dass die beste Wissenschaft die plakative ist?

Rockdoc hat geschrieben:
Ich schon. Es gibt keine Diplomarbeiten mehr.

Oh, da muß ich Dich korrigieren, es werden immer noch welche vergeben (es sind ja noch nicht alle Diplomjahrgänge aller Universitäten komplett ausgelaufen). Allerdings kannst Du in diesem Fall "Diplom" auch durch "Master" ersetzen, da es mir bei meiner Frage hauptsächlich darum ging, herauszufinden was bei dem Thema in Bezug auf eine Qualifikationsarbeit auf dem Ausbildungsniveau "seltsam" ist. Für eine Dissertation würde es mir allerdings etwas "mager" erscheinen.

Besten Gruß und einen angenehmen Tag!

Johannes

edit: ich habe den von Dir eingefügten Text eben erst gesehen:

"Ich habe damit zwar auch nichts zu tun, aber ist Titan nicht ein ein denkbar schlechtes Umwltproxie?"

Soweit ich weiß, kann Titan zusammen mit Aluminium rezent theoretisch als Proxy für Bioproduktivität im marinen Bereich verwendet werden. Es gab mal Versuche das auf die Paläoproduktivität zu übertragen (Dymod et al. 1997 : Can the aluminum and titanium contents of ocean sediments be used to determine the paleoproductivity of the oceans? - Paleoceanography 12(4)). Inwieweit das handfest war kann ich nicht beurteilen, da meine "Spielwiese" derzeit mehr im kontinentalen Bereich liegt, wo das nicht anwendbar ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zu verschenken
BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 18:04 
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Hallo ich würe auch gerne meinen Senf loswerden zum Thema "Laien":

Ich denke als Fachkundiger ist die Einschätzung des Publikums sehr wichtig und man muss versuchen, wenn man einen Vortrag oder einen Bericht vorbereitet das Publikum zu treffen. Wenn ich zum Beispiel meine Berichte fertig mache, sehe ich erst einmal für wen es bestimmt ist, natürlich sieht der Bericht für die Wirtschaftsabteilung anders aus als für den Geologenkollegen. Genauso wie ein Bericht für die indigene Bevölkerung anders aussieht als für den Bürgermeister der Bergbauregion.

Meine persönliche Meinug ist, dass man sich nicht hinstellen kann: "Ich bin jetzt hier der Wissenschaftler und was ich mache ist nur für die Fachleute." Sonder es sollte ein: "Ich bin der Forscher und erkläre dir was ich mache."

In meinem letzten Projekt hatte ich viel mit den Bergleuten Kontakt und sie haben die Gelegenheit genuzt mich alles mögliche zu Fragen. Nach mehreren Monaten kamen sie von selbst an und zeigten mir wo sie neue "Kontakte zwischen Kalkstein und Andesit" gefunden haben und sie konnten Pyrit vom Chalcopyrit unterscheiden. Was sich als eine grossen Hilfe herausstellte, weil wer kennt seinen Bergbau besser als die Bergleute die 20 Jahre dort gearbeitet haben. Sie haben auch einen Teil der Plattentektomnik verstanden und dafür hab ich viel über die Abbauprozesse gelernt. Ich hätte mich natürlich auch hinstellen können als der tolle Wissenschaftler und die "dummen" Bergarbeiter die nicht einmal schreiben können. Aber das ist nicht die Idee. Wenn Leute kommen und ihr Wissen erweitern wollen, ist das doch toll und man sollte versuche so gut wie möglich diesen Wissensdurst zu sättigen und nicht mit Fachbegriffen und Formeln zu erschlagen. Das kann man sich für die fachkreisinternen Dispute aufheben.

=:) Rike

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Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;


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