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 Betreff des Beitrags: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Do 18. Dez 2008, 14:19 
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Bei Spiegel.de vom 18.12.08:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,595800,00.html

(Dazu gibt es auch eine nette Fotoreihe
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-37939.html#backToArticle=595800

Dino-Killer aus dem Erdinneren

Aus San Francisco berichtet Holger Dambeck

Um kaum eine andere Frage streiten Forscher so erbittert: Starben die Dinosaurier durch einen mächtigen Meteoriten aus - oder durch Vulkanausbrüche? Jetzt gibt es neue Indizien für letztere Theorie: Die Giganten sollen den Einschlag überlebt haben und an Eruptionsgasen gestorben sein.

Der kleinste gemeinsame Nenner von Dinosaurier-Forschern besteht aus zwei Aussagen: Die Echsen sind vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben. Und: Etwa zu diesem Zeitpunkt schlug im heutigen Mexiko ein gewaltiger Meteorit ein.

Ob dieser Einschlag aber tatsächlich den Großteil des Lebens auf der Erde auslöschte und letztlich den Siegeszug der Säugetiere einleitete, ist bis heute umstritten.

Die Meteoriten-Theorie galt jahrzehntelang als akzeptiert, doch 2004 veröffentlichte eine Forschergruppe um Gerta Keller von der Princeton University eine widersprechende Studie. Der Meteorit sei 300.000 Jahre zu früh gekommen, argumentierten die Forscher. Das Aussterben habe erst später eingesetzt - ausgelöst von Vulkanausbrüchen im heutigen Indien.

Der Streit um den Dino-Killer eskalierte 2006, als sich Anhänger beider Seiten gegenseitig Manipulationen und unseriöses Arbeiten vorwarfen. Nun hat die kleine, aber lautstarke Forschergruppe um Keller nachgelegt: Auf dem Herbsttreffen der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco präsentierte sie neue Forschungsergebnisse, die ihre Vulkanismus-These belegen sollen.

Vulkan-Eruptionen am laufenden Band

"Nachdem sie 28 Jahre lang kaum in Frage gestellt wurde, steht die Einschlagstheorie nun vor ihrer bislang größten Herausforderung", sagte Keller. Es gebe neue Belege dafür, dass der nach einer nahe gelegenen Maya-Siedlung benannte Chicxulub-Meteorit tatsächlich 300.000 Jahre zu früh gekommen sei. Außerdem hätten Untersuchungen im Indien gezeigt, dass es am Ende der Kreidezeit zu mehreren großen Vulkanausbrüchen gekommen sei, die jeweils einen erheblichen Teil der Arten auf der Erde eliminiert hätten.

Vincent Courtillot von der Universität Paris berichtete von drei Vulkanausbruch-Wellen im Dekkan-Trapp, einer Region in Westindien. In der Lava seien sowohl Plankton-Fossilien als auch Dinosauriereier gefunden worden. Die letzte Eruptionswelle habe schließlich das Massensterben besiegelt - nicht nur für die Riesenechsen.

Courtillot berief sich auf Analysen der Magnetisierung des Lavagesteins. Diese hängt direkt vom Magnetfeld ab, das zum Zeitpunkt des Erkaltens der Lava herrschte. Weil sich die Richtung des Erdmagnetfelds im Laufe der Zeit stetig ändere, würden unterschiedliche Orientierungen auch verschiedene Zeitpunkte der Vulkanausbrüche belegen, sagte Courtillot. Die Lava-Analyse habe für jede der drei Ausbruchswellen identische Orientierungen des Gesteins ergeben. "Wir nehmen deshalb an, dass diese Ausbrüche jeweils nur wenige Jahrzehnte auseinander lagen."

Insgesamt 30 Einzeleruptionen haben die Forscher in dem 3500 Meter dicken Basaltplateau identifiziert, das sich über Hunderte Kilometer in Westindien erstreckt. Die erste Vulkanwelle datieren die Forscher auf 67,5 Millionen Jahre. Die zweite soll vor 65 Millionen Jahren stattgefunden haben, unmittelbar vor der Grenze zwischen Kreidezeit und Tertiär (KT). Die dritte, nach Meinung der Forscher für die meisten Arten tödliche Lavawelle soll 100.000 Jahre nach der KT-Grenze über den Kontinent geflossen sein.

Alles längst widerlegt?

Was aber brachte die Riesenechsen um? Offenbar nicht die heiße Lava. Mehr als zehn Billionen Tonnen Schwefeldioxid seien bei den Vulkanausbrüchen im Dekkan-Trapp in die Luft geschleudert worden, erklärte Courtillot. In der Stratosphäre werde das Schwefeldioxid in Sulfataerosol umgewandelt - mit weitreichenden Folgen für das bis dahin extrem warme Klima auf der Erde. Sulfataerosole seien "wahrscheinlich die Hauptursache" des Aussterbens, sagte der französische Forscher.

Gegner der Vulkanismus-These kamen auf der AGU-Pressekonferenz nicht zu Wort - sie waren nicht eingeladen. Sprachlos blieben sie freilich nicht. Walter Alvarez, Mitbegründer der Impact-Theorie, wies die Argumente von Keller und Courtillot zurück. Sie seien "detailliert von anderen Forschern untersucht und widerlegt worden", sagte er in einem Interview mit der Zeitung "San Francisco Chronicle". Nur wenige Experten würden mit Keller darin übereinstimmen, dass der Chicxulub-Einschlag deutlich vor dem Aussterben stattgefunden habe.

Alvarez hatte mit seinem Vater vor mehr als 30 Jahren in 65 Millionen Jahre alten Ablagerungen große Mengen Iridium entdeckt. Das Metall ist auf der Erde sehr selten, kommt in Meteoriten jedoch 10.000 Mal häufiger vor - für Alvarez ein klares Indiz für den Einschlag.

Die Forschergruppe um Keller bezweifelt den Meteoritencrash nicht einmal. Vielmehr präsentierte Keller in San Francisco Belege dafür, dass der Einschlag kaum Auswirkungen auf das irdische Leben hatte. Die Forscherin beruft sich auf Untersuchungen von Sedimenten in Texas. In den Schichten jünger als der Chicxulub-Einschlag habe sie keine Veränderungen bei den sogenannten planktischen Foraminiferen festgestellt - das angebliche Massensterben habe somit zu diesem Zeitpunkt nicht stattgefunden.

Die Debatte um den Dino-Killer geht weiter.

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BeitragVerfasst: Do 18. Dez 2008, 14:39 
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Danke für den Artikel.

Ist schon lustig, wie es da hin und her geht. Mir ist das alles zu schwarz bzw. weiß. Die Wahrheit liegt mit Sicherheit im grauen Zwischenbereich. Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass mehrere verheerenden Faktoren zusammenkamen als dass es einmal peng oder zisch machte und die Dinos "urplötzlich" (man kann man Geologen damit ärgern^^) umfielen?


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BeitragVerfasst: Do 18. Dez 2008, 15:07 
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Wenn es so giftige Gase waren warum überlebten dann die anderen Landtiere? Hatten die Gasmasken?
Was ist mit den Meerestieren? Dort haben wir auch große Ausfälle.

Es bleibt also spannend...

Gruss
Spotts


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BeitragVerfasst: Do 18. Dez 2008, 18:48 
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Giftige Gase ist natürlich so ein "running gag". Klimawirksam (um mal so ein Modewort zu benutzen) waren die vulkanischen gase aber sicher schon. Und wenn Vögel eigentlich Dinosaurier waren, dann könnte ich mir schon einige "Gas-" Szenarien vorstellen. Vögel sind, was die Atmung angeht, schon recht empfindliche Zeitgenossen. Empfindlicher jedenfalls als die meisten Säuger.

Und im Gegensatz zu den Dinos können Vögel meist fliegen.

Mich hat schon nicht wenig geärgert, das in den Medien nur noch von dem Einschlag die Rede war und auch alle anderen Massensterben unbedingt durch Asteroiden verursacht worden sein sollten.

Dazu liegen da zu oft Trappbasalte an den Wendemarken herum.

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BeitragVerfasst: Mo 22. Dez 2008, 13:08 
Hallo Achim,

auch von mir vielen Dank für diese umfassenden Informationen.Das ganze Thema wird wohl für alle Zeiten ein Diskussionsthema bleiben. Auch in Bezug zu anderen Themen nimmt die Katastrophentheorie immer weiteren Raum ein. Man wird diese Diskussionen weiter verfolgen müssen.

LG Erdmännche


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BeitragVerfasst: Mo 22. Dez 2008, 16:22 
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Ich bleibe dabei:
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Gruss
Spotts


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BeitragVerfasst: Mo 22. Dez 2008, 16:26 
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Also doch Gase !!! :mrgreen:

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Gruß,
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BeitragVerfasst: Mo 22. Dez 2008, 21:55 
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Nun ja .... es gibt auch Zeitschriften, die hauptsächlich einen Meteoriteneinschlag für das Dino-Sterben verantwortlich machen. 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Sa 30. Mai 2009, 19:31 
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Hallo, bin gerade neu hier.
Dieses hin und her ist schon verwirrend aber mit Gasen habe ich auch was gehört und zwar sollen sogenannte Salzseen auch eine Rolle gespielt haben.
Diese Seen setzen Halogen-Kohlenwasserstoffe frei und sollen somit die Umwelt verpestet haben.
Das allein ein Asteorit, der beim Golf von Mexico eingeschlagen hat nicht allein für ein solches Massenstwerben verantwortlich war, ist bestimmt schon bekannt.
Aber wiederrum allein Gase, seien es Gase von Vulkanen, von Salzseen u.ä. ist auch unwahrscheinlich da nach jedem bisherigen Massensterben sich auch wieder eine neue Art von Lebewesen entwickeln konnte. Was darauf schließt das sich das Klima stark verändert haben muss oder nicht?

PS:
Keine Ahnung ob das alles so stimmt wie ich das hier zusammengefasst habe denn es gibt bestimmt Leute in diesem Forum die sich besser damit auskennen als ich.
Hoffe trotdem das ich euch helfen konnte
:)


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Sa 30. Mai 2009, 22:58 
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Hallo S.P.S.G.,

erstmal willkommen im Forum.

Als ich schrieb "Es waren also doch Gase" bezog sich das auf den Beitrag davor, der auf eine Karikatur verweist, in der Dinosaurier zusammenstehen und kettenrauchen.

Was das Aussterben wirklich angeht, gehe ich davon aus, dass sowhl ein Meteoriteneinschlag als auch Flutbasaltausbrüche gemeinsam die Ursache sind. Beides sind Stressfaktoren für die Fauna. Und beides fand in etwa zeitgleich statt.

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Gruß,
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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: So 31. Mai 2009, 07:05 
Hallo ..

zunächst auch Dank an Achim von mir, für den interessanten Beitrag! :wink:

Zitat:
In den letzten 550 Millionen Jahren gab es fünf große Massenaussterben, bei denen jeweils etwa die Hälfte aller Tierspezies ausstarb. Am berühmtesten ist das Kreide-Tertiär-Massenaussterben vor etwa 65 Millionen Jahren, bei dem schätzungsweise 50 % der Gattungen und 20 % der Familien verschwanden, darunter alle Nicht-Vogel-Dinosaurier. Es wurden die verschiedensten Hypothesen aufgestellt, um die Ursachen dieses Massensterbens zu klären. Die meisten aktuellen Theorien sehen die Ursache in einem Meteoriteneinschlag oder einem gesteigerten Vulkanismus, einige schließen beide Ereignisse mit ein. Das rapide Absinken des Meeresspiegels könnte gleichfalls zum Massensterben beigetragen haben, da die großen Flachmeere verschwanden und sich Landbrücken bildeten.[78]

Der Chicxulub-Krater nach Messungen der SchwereanomalieIn der Kreide-Tertiär-Grenze, einer dünnen, dunklen Sedimentschicht aus der Zeit des Massensterbens, fand Luis Alvarez eine Anreicherung des sonst in der Erdkruste seltenen Schwermetalls Iridium (siehe Iridium-Anomalie). Alvarez postulierte 1980, dass das Iridium durch einen Meteoriten auf die Erde gelangt sein könnte, welcher das Massensterben auslöste. Die Theorie wurde 1990 durch den Fund des 170 km breiten Chicxulub-Kraters am Rande der Yukatan-Halbinsel im Golf von Mexiko untermauert, der durch einen etwa 10 km großen Meteoriten entstanden ist. Die möglichen Folgen für die Ökosysteme sind schwer zu ermitteln. Forscher diskutieren beispielsweise mögliche starke Temperaturschwankungen, ebenso könnte eine Staubwolke das Sonnenlicht für einige Jahre um 10–20 % reduziert haben, was die Photosynthese der Pflanzen reduziert hätte.[79] Weitere Folgen waren wahrscheinlich Tsunamis und saurer Regen. Ein Indiz für die Vulkanismustheorie ist der gewaltige Dekkan-Trapp-Vulkanismus in Indien, der mindestens zwei Millionen Kubikkilometer Basalt förderte. Neben einer Verdunklung der Sonne könnten große Mengen Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangt sein, was einen Treibhauseffekt zu Folge gehabt hätte.[78]

Die Dauer des Aussterbens ist umstritten. Einige Dinosaurierknochen wurden aus 64,5 Millionen Jahren alten känozoischen Schichten gefunden, was von einigen Forschern als Hinweis auf ein langsames Aussterben gedeutet wurde.[80] Andere Wissenschaftler widersprachen jedoch dieser These mit der Begründung, die Knochen seien mit der Zeit aus älteren Ablagerungen erodiert und in den känozoischen Schichten neu eingelagert worden.[81]

Eine neue Analyse vom Juli 2008 kam zu dem Ergebnis, dass die Diversität (Vielfalt) der Dinosaurier bereits seit der mittleren Kreide beständig abnahm, und widerspricht damit früheren Studien, die das Gegenteil behaupten.[82] Als die Blütenpflanzen in der mittleren Kreide einen bedeutenden Teil der Flora zu bilden begannen, stieg die Vielfalt von herbivoren Insekten und vielen anderen Gruppen, die sich an die neue Nahrungsquelle anpassten. Die Forscher vermuten, dass diese Expansion der Artenvielfalt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung hin zu den heutigen Ökosystemen spielte. Dinosaurier jedoch blieben von dieser Expansion ausgeschlossen, was ihren Untergang einleitete, so die Forscher.[


So, alles das was ich jetzt in o.a. Wikipedia-Quelle fett markiert und rot coloriert habe, unterstreiche ich für mich selbst und habe ich auch selbst immer wieder "propagiert" bzw. einigen Zweiflern so oder so ähnlich jedenfalls erzählt. :) ..das bedeutet, wir kommen auf ein Zusammenspiel von insgesamt 4 entscheidenen Ereignissen plus sich daraus ergebenden Folgen.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich selbst früher mit den "reinen" Vulkanismus-Theoretikern gefetzt habe und denen immer wieder den Iridium-Beweis-Fund unter die Nase gerieben habe!! Es ist nunmal Tatsache, dass die C14-Methode genau belegen kann, wie alt die Gesteinsschicht ist, in der das Iridium gefunden wurde. Und Iridium in dieser doch recht hohen Konzentration, wie es damals von Alvarez gefunden wurde, kann nunmal auch nur aus Meteoriten stammen! Einen terrestrischen Ursprung für Iridium in dieser hohen Konzentration gibt es einfach nicht. Und damit hat Alvarez schon mal recht. So einfach ist das!

Eine Aussage von Keller ist aber in meinen Augen völliger Blödsinn ..nämlich, dass der Meteoriten-Einschlag 300.000 Jahre zu früh stattgefunden haben soll. Das ist und bleibt in meinen Augen jedenfalls Quatsch! :evil:

Was das Überleben der Säugetiere und die daraus weitergeführte Evolution anbelangt ..sei es nun durch Meteoriteneinschlag oder durch giftige Vulkangase oder durch beides verursacht.. das kann man auch längst erklären. Die Nager z.B. waren winzig und hausten in kleinen sicheren Höhlen oder Erdbauten. Dort konnten sie den Meteoriteneinschlag völlig geschützt und sicher überleben! 8)

Gruß Peter .. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: So 31. Mai 2009, 11:28 
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hallo

auch hier im forum scheint ja das thema grosse diskussionen auszulösen, scheint nicht nur bei den beiden forschungsgruppen der fall zu sein. :wink: Einerseits finde ich es schade, dass man einfach so stur auf seiner eigenen theorie sitzen bleibt und sich nicht vielleicht mal die ideen des gegners anhört. andererseits ist konkurenz auch etwas gutes, denn sie spornt die forschung an, weitere beweise und funde zu machen.

wie auch andere hier im forum, bin auch ich davon überzeugt, dass es ein zusammenspiel von vielen faktoren sein muss. die theorie, dass alein die gase daran schuld sind, halte ich aber für wenig plausibel. genau aus dem oben schon genannten grund, dass dann auch die säugetiere ausgestorben wären. selbst wenn sie eine strapazierfähigere atmung hätten als die dinosaurier. so hätte eine hohe konzentration an giftigen gasen, von mir aus gesehen, auch für sie das ende sein müssen.

aber eben, die ganze wahrheit wird wohl noch lange ein geheimnis bleiben und vielleicht ist es auch gut so. kann man doch so schöne diskussionen über solche themen führen. :)

mfg maluco


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: So 31. Mai 2009, 12:48 
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Do 28. Mai 2009, 20:40
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Also ich bin ja immer noch der Meinung das Chuck Norris in der Zeit zurück gereist ist und allen Dinos einen Roundhouse Kick verpasst hat :shock: !
Nein, jetzt mal im ernst: Ich halte die Theorie mit dem Einschlag für genauso plausibel wie die Vulkantheorie. Was aber noch viel wahrscheinlicher ist, ist dass es beides war. Ich mein der Impact war in Mexico, die Vulkane in Indien. Da könnte es doch gut sein, das jeweils ein Massensterben in großen Gebieten um diese Ereignisse eingesetzt hat. Einzeln hätten diese Ereignisse vielleicht gar nicht so viel bewirkt, aber zusammen vielleicht doch. Vielleicht kam es auch erst durch das Zusammenwirken beider zur Klimakatastrophe.
Es ist schade das viele Forscher immer die absolute Wahrheit für sich beanspruchen.

Gruß ryo


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: So 31. Mai 2009, 17:09 
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Sa 30. Mai 2009, 18:39
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Also das mehrere verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt haben, bin ich auch der Meinung.
Das der Meteorit aber viel früher einschlug, naja also davon bin ich jetzt auch nich so überzeugt. :|
Das mit den kleinen Säugetieren stimm ich zu da sich das nähmlich einigermaßen mit der Theorie (das alle Lebewesen die bis 10 Kg schwer waren, eine Überlebenschance hatten) deckt.
Aber wie oben schon erwähnt wurde gab es ja noch mehr Massensterben. Genauso verplüffend finde ich das Massensterben Ende des Perms auch wenn das jetzt nicht ganz so hier rein passt

(das mit Chuck Norris ist natürlich auch ne Theorie :lol: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: So 31. Mai 2009, 19:21 
also wars doch "nur" Chuck Norris.. :shock: .. :mrgreen: :cheesygrin:

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