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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: So 31. Mai 2009, 20:05 
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Pentagonit schrieb: (Zitat):

Es ist nunmal Tatsache, dass die C14-Methode genau belegen kann, wie alt die Gesteinsschicht ist, in der das Iridium gefunden wurde. Und Iridium in dieser doch recht hohen Konzentration, wie es damals von Alvarez gefunden wurde, kann nunmal auch nur aus Meteoriten stammen! Einen terrestrischen Ursprung für Iridium in dieser hohen Konzentration gibt es einfach nicht. Und damit hat Alvarez schon mal recht. So einfach ist das!
(Zitat Ende)


Das kann ich so nicht unkommentiert stehenlassen: die C14-Methode funktioniert nur bei organischen Material bis zu einer Zeit vor 40.000 - 50.000 Jahren. Wie hoch ist überhaupt der gesamte Anteil von Iridium in einem Felsbrocken von 10 km Durchmesser? Das soll reichen weltweit die Konzentration in den Gesteinen zu erhöhen?
Iridium wird auch bei vulkanischen Aktivitäten freigesetzt.
Mir mich ist die Diskussion wer was verursacht hat in diesem Zusammenhang eigentlich uninteressant.
Übrigens: wo ist denn die Iridium-Anomalie bei Nördlinger-Ries Einschlag geblieben?
So einfach ist das nicht.

Pentagonit schrieb:
(Zitat)
Was das Überleben der Säugetiere und die daraus weitergeführte Evolution anbelangt ..sei es nun durch Meteoriteneinschlag oder durch giftige Vulkangase oder durch beides verursacht.. das kann man auch längst erklären. Die Nager z.B. waren winzig und hausten in kleinen sicheren Höhlen oder Erdbauten. Dort konnten sie den Meteoriteneinschlag völlig geschützt und sicher überleben!
(Zitat Ende)


Abgesehen davon das die Viecher eine monatelange Dunkelheit und den damit verbundenen Nahrungsausfall wohl kaum überlebt haben dürften, sollten selbst im besten Versteck die giftigen Gase den Rest erledigen. Die Gase müssten dann auch und gerade die Vögel vom Himmel gefegt haben. Oder die Reptilien zur Geschichte werden lassen. Warum trifft es im Meer die Ammoniten und die Rudisten aber nicht die Tintenfische und die anderen Muscheln?

Es ist schon erstaunlich das die K/T Grenze soviel Diskussionen auslöst. Das erwähnte Aussterben an der Perm/Trias Grenze war wesentlich spektakulärer und ist im Großen und Ganzen gut erforscht. Dort musste auch kein Meteorit herhalten.
Ich bin inzwischen der Meinung dass die "Spezialisten" keine wirkliche Antwort haben und nur versuchen sich und dieses Thema mit spektakulären Theorien aktuell zu halten (Stichwort: Forschungsgelder)

Gruss
Spotts :schreiben:


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Mo 1. Jun 2009, 07:20 
Zitat:
Dort musste auch kein Meteorit herhalten.


Bist Du dann etwa der Ansicht, dass damals zur Zeit der Dinos nie ein Meteorit in Mexiko runtergekommen ist? Also da machst Du es Dir dann aber zu einfach..sorry..

Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Di 2. Jun 2009, 12:04 
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Es geht hier doch um zwei verschiedene Ereignisse. Das Aussterben an der P/Tr-Grenze hat keine extraterrestrische Ursache.
Das Geschehen an der K/T-Grenze ist meiner Meinung nach nicht nur durch einen Einschlag (ja, den gab es) und auch nicht nur durch Vulkanismus zu erklären.
Ich kann doch nicht die Kreide/Tertiär-Grenze mit dem Aussterben der Saurier definieren und mich später spektakulär darüber auslassen dass die Saurier an der K/T-Grenze plötzlich ausgestorben sind ...


Gruss
Spotts :elephant:


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Di 2. Jun 2009, 12:39 
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Pentagonit hat geschrieben:
Zitat:
Dort musste auch kein Meteorit herhalten.


Bist Du dann etwa der Ansicht, dass damals zur Zeit der Dinos nie ein Meteorit in Mexiko runtergekommen ist? Also da machst Du es Dir dann aber zu einfach..sorry..

Gruß Peter



Ja, da ist ein Meteorit eingeschlagen. Ud die Saurier sind ausgestorben. Das sind zwei Ereignisse, die aber nicht unbedingt ursächlich miteinender verknüpft sein müssen. Das könnte beispielsweise auch purer Zufall sein, dass das Aussterben der Saurier pi mal Daumen mit einem Einschlag zusammenfällt.

Was mich an der ganzen Sache immer ein bisschen irritiert ist die "ein Ereignis hat eine (einzelne) Ursache- Theorie. Die Welt ist selten so einfach gestrickt.

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http://scilogs.spektrum.de/mente-et-malleo/


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Mi 3. Jun 2009, 07:11 
@spotts, Gunnar ..

Zitat:
.das bedeutet, wir kommen auf ein Zusammenspiel von insgesamt 4 entscheidenen Ereignissen plus sich daraus ergebenden Folgen.


Habe ich doch selbst noch geschrieben und propagiert (s.o.)..darum geht es mir ja nicht..ich bin nur nach wie vor der Ansicht, dass die erhöhte Iridium-Konzentration von Meteoriten stammt und nicht vulkanischen Ursprungs ist..

Gruß Peter. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Mi 3. Jun 2009, 12:48 
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spotts hat geschrieben:

Übrigens: wo ist denn die Iridium-Anomalie bei Nördlinger-Ries Einschlag geblieben?


Vernünftige Frage. Aber hat überhaupt jemals jemand danach gesucht? Wenn sie existiert, dann auch wohl nur im süddeutschen Raum, wo der Fallout des Einschlags heruntergekommen ist (schließlich ist das Ries immer noch ein gutes Stück kleiner als der mexikanische Krater- wie heißt der nochmal)?

Und: Beim Ries herrscht ja auch immer noch Unklarheit überdie Natur des einschlagenden Körpers - es gibt viele Theorien, aber kaum handfeste Beweise. In einem Kometenkern wäre die Konzentration an Iridium wohl deutlich geringer als in einem Eisenmeteoriten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Do 4. Jun 2009, 18:57 
Da steht die Antwort ..

http://books.google.de/books?id=jwDesWi ... 1#PPA21,M1

..tausendfach erhöhte Iridium-Konzentration ..na wenn das nicht eindeutig ist .. :D

Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Sa 13. Jun 2009, 00:00 
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Mmn lässt sich diese frage (im moment) nicht beantworten da beide theorien gute argumente aufweisen und nicht eindeutig widerlegt werden können. die forscherkreise spalten sich ja bei diesem problem. ich schließe mich der vulkantheorie (mit eventuell noch mehrern faktoren) an, da bei der meteoritentheorie ja berechtigte zweifel einzuwenden sind (altersunterschied von 300000 Jahren zw. KT-grenze und einschlag). andere theorien halte ich persönl. für unwahrscheinlicher.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Mo 22. Jun 2009, 18:00 
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Sagt mal wisst ihr was wir noch garnicht beachtet haben.
Neben den ganzen Faktoren die mit eine Rolle gespielt haben, könnte die wirkliche Ursache des Aussterbens aller Saurier die Spezialisierung sein.
Ich meine vor ca. 135 Mio. Jahren begann die Kreidezeit, in dieser Zeit bis hin zu der KT-Grenze vor ca. 65 Mio. Jahren hat sich das Klima gegen Ende wirklich abgekühlt und damit hat sich auch das klima verändert. Es wurde kälter, einige Pflanzen und auch Bäume sind verschwunden. Der ganze Lebensraum hat sich in der Späten Kreide verändert und die Saurier die sich über Mio. von Jahren auf die Nahrung spezialisiert haben die es gab und plötzlich wegen des veränderten klimas einging, konnten sich nicht anpassen und sind ausgestorben wärend die kleinen Säuger ihre Nachkommen anpassten und sie deshalb Überlebten. Die Nachkommen der Saurier hatten keine Angepasstheit da sie na ich sags mal so stabil waren und ihre Genen kaum Variabilität hatten.(ich weiß nich ob man das so sagen kann)womit ihre Nachkommen genauso unanepasst waren, Die Genen der Säuger waren Variable und konnten deshalb ihre Nachkommen mit etwas austsatten was sie angepasster an die herschende Umwelt machten
Also die natürliche Selektion um es mal kurz zu fassen. Das wäre eben noch die Theorie die ich noch für sinnvoll halte und die auch logisch wäre.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Mi 19. Aug 2009, 23:05 
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@ S.P.S.G.

ich persönl. halte die von dir favorisierte theorie für zieml. unwahrscheinlich da die dinosaurier eine so große diversität hatten, dass ein klimawandel allein nicht für das aussterben aller dinosaurier hätte verantwortl. sein können. ein gutes beispiel hierfür wären zB. die ankylosaurier die nicht auf eine bestimmte pflanzenkost spezialisiert waren.
die dinosaurier hatten schon so viele veränderungen überdauert, teilweise auch klimaveränderungen (wechsel v. jura auf kreide), dass sie diese sicherl. auch überdauert hätten.
ich denke, dass die klimaveränderungen an der kt.-grenze das fass lediglich zum überlaufen brachten und den schon angeschlagenen dinosauriern (sehr starke vulkan. aktivitäten der dekkan-kappen, meteoriteneinschlag nahe chicxulub) nur noch den rest gaben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neues zum Aussterben der Dinos
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2009, 18:09 
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Ein Punkt der hier noch nicht beachtet wird ist nicht außer Acht zu lassen. Die Öffnung des N-Atlaniks. Veränderungen waren u.a. die Veränderung der globalen Meeresströmungen von oberflächennahen zirkumäquatorialen zu den heutigen N-S-ausgerichteten Tiefenströmungen. Die (durchaus daraus ableitbaren) Folgen die im fossil record beobachtet werden können: Umkippen der Planktonzusammensetzung, planktotrophe/-phage Formen und Formen mit planktonisch lebenden Larven werden schwer getroffen (besonders die jungmesozoischen Ammoniten, auf die beides zutrifft, andere (wie der Nautilus) halt nicht), Abkühlen des globalen Klimas drastisch und über einen längeren Zeitraum als das ein Impakt der K/P-Mexico-Klasse schaffen könnte.

Die Säuger und Vögel hat das K/P-Event übrigens auch ziemlich schwer getroffen, Überleben tut dank dem Lotterieprinzip eben nicht unbedingt nur der 100%ig angepasste.

Was nichts daran ändert dass der Iridiumbelastete Brocken nicht auch einen ungemütlichen Einfluss auf die Nordhemisphäre hatte. Im übrigen war, wie oben schon erwähnt die Zusammensetzung im Vergleich zum Riesimpaktkörper vermutlich deutlich anders. Nicht jeder Meteorit hat einen hohen Iridiumgehalt ;)

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"So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!"

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