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 Betreff des Beitrags: Erdfall in Solinger Kleingartenanlage - Suche nach Ursache
BeitragVerfasst: Di 20. Mai 2008, 20:58 
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Auf dem Gelände einer ehemaligen Ziegelei in Solingen befindet sich heute eine Kleingartenanlage. Dort sind wiederholt Erdfälle aufgetreten. Jetzt wird von Geologen nach den Ursachen gesucht.

Der ursprüngliche Link an dieser Stelle verweist nicht mehr auf den Artikel. Es gibt aber eine Archivversion.
(Überarbeitung: 05.02.2011, tepui)

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BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2008, 10:03 
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Mit Georadar würde man mehr sehen als mit punktuellen Bohrungen.


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 Betreff des Beitrags: Erste Ergebnisse
BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2008, 10:05 
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Heute wird über erste Ergebnisse berichtet: http://www.solinger-tageblatt.de/sro.php?redid=240914 (tepui, 05.02.2011: Der Link verweist nicht mehr auf den Artikel.)

In der gedruckten Ausgabe ist außerdem davon die Rede, dass (nach Aussage von Anwohnern) Bombentrichter in dem betroffenen Areal zum Teil mit Reisig verfüllt wurden.

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BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2008, 11:26 
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Grundsätzlich können "Erdfälle" natürlich sehr unterschiedliche Ursachen haben. Insbesondere Kleingärten sind ja traditionell eher auf Flächen errichtet, die sich aus derlei Gründen nicht für ein reguläres Baugebiet eigneten...
Damit ist zunächst der Verdacht legitim, dass die Ursache in den Auffüllungen liegt, die möglicherweise lange unbemerkt verrotteten oder Hohlräume aus der Verfüllzeit unter einer Art Gewölbe enthalten, die irgendwann dem Druck nachgeben (event. unter Wassereinfluss).
Nicht völlig ausschließen sollte man jedoch auch Ursachen im natürlichen Untergrund, z.B. bergbauliche Strukturen oder Verkarstung.

Die Möglichkeit geophysikalischer Erkundung ist bei Auffüllungsböden oft eingeschränkt. Viele Störstoffe in Boden und Bebauung beeinträchtigen die Interpretation.

Interessant sind in Foto und Text des Zeitungsartikels übrigens die Bohrarbeiten des "Geologen" mittels Benzin (!!) getriebenem Bohrhammer zur Herstellung von Bodenluftmessstellen! :twisted:


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BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2008, 11:51 
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Ja, und wie gesagt, halte ich eine Bodenluftmessung zu Beginn der Erkundungsphase für ziemlich ungeeignet.

Hat das Ingenieurbüro möglicherweise das Verfahren angeboten, welches es eben nur kann, anstatt ein geeignetes Verfahren vorzuschlagen?


Was sind denn die "Störstoffe" bei Bebauung und Boden, die eine Georadaruntersuchung stören? Mir sind starke Lehmschichten bekannt, die die Eindringtiefe verringern, was gibts da noch?


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BeitragVerfasst: Mi 21. Mai 2008, 12:57 
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geofrosch hat geschrieben:
Zitat:
Ja, und wie gesagt, halte ich eine Bodenluftmessung zu Beginn der Erkundungsphase für ziemlich ungeeignet.


Ja, ich auch. Suchen die CO2 oder Methan? Welche Werte sollen Verrottung in signifikantem Umfang indizieren?

Zitat:
Hat das Ingenieurbüro möglicherweise das Verfahren angeboten, welches es eben nur kann, anstatt ein geeignetes Verfahren vorzuschlagen?


Oder gar eins, das es auch nicht kann?!?!!:cry:


Zitat:
Was sind denn die "Störstoffe" bei Bebauung und Boden, die eine Georadaruntersuchung stören? Mir sind starke Lehmschichten bekannt, die die Eindringtiefe verringern, was gibts da noch?


Bei Georadar werden Reflexionen der Radarwellen gemessen und ausgewertet. Dabei kommen, wie du auch schreibst, im optimalen Fall schöne Schichtgrenzen heraus. Leider reflektieren metallische Körper die Wellen ebenfalls (daher wird das Verfahren auch bei der Suche von Bombenblindgängern eingesetzt). Bei dieser Suche stören wiederum alle anderen reflektierenden Körper, z.B. Stahlbetonfundamente oder Bauschutt. Meines Wissens sind auch oberirdische Bauteile (Feuerschutztüren etc.) nachteilig für die Messung / Auswertung. Ich denke, im besten Fall kann man im vorliegenden Fall durch Geophysik die Geometrie des Auffüllungskörpers erkunden. Ob die Hohlräume von ca. 10 Kubikmeter in der Auflösung erkennbar sind, weiß ich nicht.


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BeitragVerfasst: Sa 31. Mai 2008, 12:44 
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Eventuell wird es noch ein zweites Gutachten geben - diesmal mit Bodenradar. :gruebel: Hat man vielleicht in unserem Forum nachgeschaut?
http://www.solinger-tageblatt.de/index.php?redid=246558

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BeitragVerfasst: Do 3. Jul 2008, 13:24 
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Der ursprüngliche Link an dieser Stelle verweist nicht mehr auf den Artikel. Es gibt aber eine Archivversion.
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 7. Jul 2008, 10:23 
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Also, jetzt wird an den Symptomen herumgedoktort. Klar kann man angetroffene Hohlräume lagestabil verfüllen, vielleicht sogar mit dem geplanten Einsatz von Lehm-Kies-Gemisch, wer weiß.

Aber die Frage war eigentlich, wie man künftig die Gefahr von Tagesbrüchen systematisch vermeidet. Sonst sind ja grundsätzlich neben Sachschäden auch Personenschäden nicht auszuschließen.

Hierfür ist eine "ingenieurmäßige Lösung" gefragt; heißt im Klartext: die gibt es (von mir) nicht umsonst, dazu braucht man Know how und wenn die beauftragte Firma und/oder die zuständige Behörde es nicht hat, sollte sie den Auftrag zurückgeben oder einen Sachverständigen ins Boot nehmen.

Schön ist am Rande zu beobachten, was Tageszeitungen manchmal aus Sachverhalten machen: Eine Tongrube, die das Wasser nicht abfließen lässt, aber Lehm wird fortgespült!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Erdfall in Solinger Kleingartenanlage - Suche nach Ursac
BeitragVerfasst: Sa 5. Feb 2011, 11:18 
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Mullagan hat geschrieben:
Also, jetzt wird an den Symptomen herumgedoktort.

Das war 2007 - es hat wohl nichts gebracht: Die Kleingartensiedlung wird für die Öffentlichkeit geschlossen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erdfall in Solinger Kleingartenanlage - Suche nach Ursac
BeitragVerfasst: Sa 26. Jan 2013, 12:59 
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Die ist zwar ein älteres Thema, aber die Geschichte ist immer noch nicht vorbei [-x

Hier ein Artikel des Solinger Tageblatts von heute (26.01.2013): [zum Artikel]

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