Geh barfuß über warmen Sand.
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 Betreff des Beitrags: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Fr 17. Jun 2011, 17:51 
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Solinger Tageblatt, 17.06.2011:
Zitat:
Viehbachsammler: Erdlöcher aufspüren
Nachdem sich durch Arbeiten am Viehbachsammler in den letzten Wochen Erdlöcher, unter anderem in einem Waldstück und einem Wanderweg nahe der Forststraße, gebildet hatten, wird heute ein Bodengutachter über dem fertiggestellten Rohrvortrieb zum Bau des Viehbachsammlers den Boden sondieren. Es sollen Hohlräume festgestellt, vorsorglich abgesperrt und verfüllt werden. Hintergrund: Die Technischen Betriebe pressen derzeit auf einer Länge von 830 Metern Kanalrohre mit einem Innendurchmesser von 2,40 Metern unterirdisch entlang des Viehbachs zwischen Hasselskotten und Barl durch. Die Hälfte ist bereits geschafft. cbi


Da dieser Artikel nicht auf der Online-Ausgabe des ST verfügbar ist, hab ich ihn kurzerhand abgeschrieben.
Wenn ich Zeit finde schau ich mir das mal an – Fotos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Mo 20. Jun 2011, 10:12 
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tepui hat geschrieben:
Solinger Tageblatt, 17.06.2011:
Zitat:
Viehbachsammler: Erdlöcher aufspüren
Nachdem sich durch Arbeiten am Viehbachsammler in den letzten Wochen Erdlöcher, unter anderem in einem Waldstück und einem Wanderweg nahe der Forststraße, gebildet hatten, wird heute ein Bodengutachter über dem fertiggestellten Rohrvortrieb zum Bau des Viehbachsammlers den Boden sondieren. Es sollen Hohlräume festgestellt, vorsorglich abgesperrt und verfüllt werden. Hintergrund: Die Technischen Betriebe pressen derzeit auf einer Länge von 830 Metern Kanalrohre mit einem Innendurchmesser von 2,40 Metern unterirdisch entlang des Viehbachs zwischen Hasselskotten und Barl durch. Die Hälfte ist bereits geschafft. cbi


Da dieser Artikel nicht auf der Online-Ausgabe des ST verfügbar ist, hab ich ihn kurzerhand abgeschrieben.
Wenn ich Zeit finde schau ich mir das mal an – Fotos.


Kannst Da mal herausfinden wer da Gutachter ist? Wir haben gerade dasselbe Problem in Mannheim und ich hab keine Idee wie man die Hohlräume detektieren kann.

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Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Mo 20. Jun 2011, 17:39 
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Rockdoc hat geschrieben:
Kannst Du mal herausfinden wer da Gutachter ist?

Werd's versuchen - werd wohl über die Stadt gehen müssen. Der Presseartikel ist nähmlich nur eine verkürzte Version der städtischen Pressemitteilung

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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Do 23. Jun 2011, 15:51 
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Wie versprochen habe ich mir die besagte Stelle mal angeschaut. Den Erdfall an dem Wanderweg konnte ich ausfindig machen, er ist aber bereits verfüllt. Entlang des Viehbachs habe ich im Wald noch etwas Ausschau gehalten, fand aber nichts. Allerdings ist mir der genaue Verlauf der Rohrleitung nicht bekannt und da es sich um einen unterirdischen Vortrieb handelt ist davon an der Oberfläche auch nichts auszumachen.

Bild Bild Bild
(Mausklick auf die Bilder führt zu den Flickr-Seiten)

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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: So 26. Jun 2011, 11:54 
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Hallo Tepui,
In der Regel gibt es bei diesen Bauwerken alle 100 m einen Revisionsschacht (= Kanaldeckel an der Oberfläche). dennoch wird - insbesondere bei Bogenfahrt - die Trasse an der Erdoberfläche ggf. schwer zu detektieren sein.

Rockdoc:
Glaubst du wirklich, der Gutachter würde die gesamte Trasse auf weitere Hohlstellen untersuchen? Ich möchte wetten, man beschränkt sich auf das Verfüllen von Tagesbrüchen und freut sich vor allem, der ausführenden Firma wegen unsachgemäßer Arbeit nicht alles auszahlen zu müssen...

Gruß
Mullagan


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Mo 5. Sep 2011, 12:23 
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Am Freitag (02.09.2011) stürzte ganz in der Nähe ein Stützmauer ein. In den dahinterliegenden Gärten bildeten sich Risse. Ein Gartenhaus wurde erheblich beschädigt. Ein hinzugezogener Geologe soll untersuchen, ob ein Zusammenhang mit dem Vortrieb der Rohrleitung besteht

Siehe auch:

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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Di 13. Sep 2011, 21:26 
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Was die Erkundung von Hohlräumen angeht ist es ja mir geophysikalischen Methoden recht einfach gerade oberflächennahe Hohlräume zu finden... Glaub nicht das der geologe alles mit RKs oder ähnlichen absucht ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2011, 08:15 
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Cesare hat geschrieben:
Was die Erkundung von Hohlräumen angeht ist es ja mir geophysikalischen Methoden recht einfach gerade oberflächennahe Hohlräume zu finden... Glaub nicht das der geologe alles mit RKs oder ähnlichen absucht ;-)


Du Optimist ! Warum mag es überhaupt noch einen Markt für Kleinrammbohrungen geben ??

Leider ist es sehr oft NICHT möglich, die Hohlräume "mit Geophysik" zu finden.

Paradebeispiel: Wir haben einmal auf einem Acker alte Bergbauschächte gesucht, also vertikale Strukturen, die hohl oder mit lockerem Material verfüllt sind. Die Randbedingungen waren optimal: 2 m Lehmüberdeckung, dann Fels, keine Auffüllungen, viel Platz, keine Leitungen im Untergrund.
Zunächst ca. 90 Bohrungen. Dann Geophysik (Georadar, in auffälligen Bereichen zusätzlich Geoelektrik).
Anschließend haben wir die 19 Stellen, die nach Geophysik auffällig waren, mittels (weiterer 70 !) Bohrungen erkundet: Da war NICHTS, nicht einmal ein alter Hufnagel!
Leider sind die Randbedingungen oft deutlich schlechter (Eisenhaltige Auffüllungen, inhomogene Felsstrukturen, mächtige Überlagerungen, Stromleitungen etc. im Untergrund, unregelmäßige Zugänglichkeit (dann kannst du keine Profile legen oder nur Zickzack). Dann kommt noch weniger raus...

Also verstehe mich nicht falsch: Ich habe keinen Bohrbetrieb und würde gerne öfter ohne direkte Aufschlüsse arbeiten, aber ich warte noch auf geophysikalische Erleuchtung (vielleicht mal mit rockdocs Hilfe..).


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Do 15. Sep 2011, 21:39 
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War ja nur ne Idee... habe die geophysik noch nicht in der realität getestet... und keine Sorge, gehe morgen auch Bohren auf der suche nach Hohlräumen in Annaberg-Buchholz ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Fr 16. Sep 2011, 08:04 
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@Mullagen: 2m Lehm Überdeckung ist nicht optimal für Georadar ganz im Gegenteil. Ich bin mir auch nicht sicher ob die vermutliche hohe Leitfähigkeit des feuchten Lehmes für die Geoelektrik zuträglich ist.

@Cesare: Wo ich bisher mit Georadar, Geoelektrik und Seismik gearbeitet hab wurde auch was gefunden (meistens wurde Nach Bomben oder Rutschhorizontzen gesucht, aber Mittelalterliche Bergwerksstollen waren auch dabei). Ich würde einfach eine Firma fragen, wie hoch Sie die Wahrscheinlichkeit einschätzen Erfolg zu haben. Die wissen ja am besten wo ihre Methoden funktionieren und wo nicht. Und soweit ich das im Kopf habe ist Bohren immer teurer und dauert länger.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Do 22. Sep 2011, 12:07 
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Mittlerweile liegt das Gutachten vor - siehe Pressemitteilung der Stadt Solingen (Mitteilung 534ri, 15.09.2011)

Die Mitteilung geht auf die Untersuchungsmethode und auf mögliche Ursachen ein. Der Rohrvortrieb scheint nicht die Hauptursache zu sein, könnte das Ereignis aber mit ausgelöst haben.
Zitat:
Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass mit der unverdichteten Hinterfüllung für eine Mauer mit dem vorhandenen Querschnitt weder eine ausreichende Sicherheit gegen Kippen noch eine ausreichende Sicherheit gegen Grundbruch nachzuweisen ist.
Gleichwohl kann er nicht ausschließen, dass durch den Kanalvortrieb die Standsicherheit der Mauer nachteilig beeinflusst worden sein könnte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Di 1. Okt 2013, 09:18 
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Nachtrag:
Artikel des Solinger Tageblatts vom 30.09.2013: hier

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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Mo 14. Okt 2013, 13:22 
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Sehr schöne Chronologie.
Aus der Ferne ist natürlich schwer zu beurteilen, was nun tatsächlich ursächlich ist.

Was lernt man aber:
Niemals eine Eigentümergemeinschaft: Das Geld ist schon einmal ausgegeben, bis der erste Spaten in die Hand genommen wird: Gutachter, Juristen, und zwar solange im Wechsel, bis einer das Gewünschte behauptet.
Lieber mehr Geld in den Untergrund stecken: Eine Stützmauer nachträglich zu sanieren, insbesondere in morphologisch schwierigem Gelände, ist echt aufwändig. Die Crux ist aber, dass gerade die Morphologie Stützmauern erforderlich macht.
Ich sehe leider täglich, dass Bauherren "goldene Haustüren" haben wollen und dafür weniger Geld in den "Boden" stecken wollen, weil es da ja keiner sieht...Ich empfehle immer wieder, das Geld, das zur Verfügung steht, "pyramidal" auszugeben: Das meiste nach unten. Dazu gehört neben soliden Fundamenten etc. auch der GEEIGNETE Gutachter (auch wenn es jetzt nach Eigenlob aussieht). Weniger nach oben: Armaturen kann man später leicht erneuern, wenn mal ungeahnter Geldsegen auftritt, eine Gründung ist jedoch schwer nachzubessern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Solingen: Erdfälle bei Rohrvorpressung
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 20:27 
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Mullagan hat geschrieben:
Ich empfehle immer wieder, das Geld, das zur Verfügung steht, "pyramidal" auszugeben: Das meiste nach unten. Dazu gehört neben soliden Fundamenten etc. auch der GEEIGNETE Gutachter (auch wenn es jetzt nach Eigenlob aussieht). Weniger nach oben: Armaturen kann man später leicht erneuern, wenn mal ungeahnter Geldsegen auftritt, eine Gründung ist jedoch schwer nachzubessern.


Recht hat er - denn die Sache ist immer noch nicht erledigt: In einem Artikel des Solinger Tageblatts vom 27.03.2014 heißt es:
Zitat:
Dass es teuer wird, hatte Rische [Anm.: Stadtsprecherin der Stadt Solingen] bereits früher dargestellt: Voraussichtlich muss am Fuß der Mauer, parallel zur Viehbachtalstraße, eine Behelfsstraße für Baumaschinen angelegt werden.

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