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 Betreff des Beitrags: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 05:49 
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Moin,

war kürzlich in einem Hotstone Restaurant. Da bekommt man eine heiße Steinplatte, rohes Fleisch/Fisch/sonstwas und kann sich das dann selber brutzeln. Ist jetzt nicht sonderlich effizient, da die Platte nach ~20-30 min zu weit abgekühlt ist, aber es ist ganz witzig.
Hier sind ein paar Bilder: http://www.stonegrill.com/home_fs.html und http://www.steakstones.com/shop/bamboo- ... plate-set/

Hab mir gedacht, als Geowissenschaftler mit Zugang zu Gesteinssäge und Poliermaschine kann ich mir sowas auch selber machen. Die Platte im Restaurant war Feldspat-reich, keine sichtbare Porosität. Ich tippe auf Andesit.

Bin gerade in Neuseeland und habe dort richtig schöne Andesite aus einem Aufschluss (Foto hier: http://img.geocaching.com/cache/large/a ... bced8b.jpg ), aber die gesägten Platten sind leider zu schwer zum mitnehmen. Möchte das daher in Deutschland machen. Hat jemand eine Idee, wo ich in Deutschland (oder den umliegenden Ländern) schöne Andesit-Säulen bekomme?


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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 10:42 
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Muss es unbedingt Andesit sein?
Zu Hause haben wir ein Raclette mit heißem Stein (die Platte wird dabei von unten mit einer Heizspirale erwärmt). Die Steinplatte dabei sieht sehr nach Basalt aus.

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 11:02 
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Nee muss nicht Andesit sein. Sollte halt eine möglichst hohe spezifische Wärmekapazität und wenige Porenraum haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Di 25. Feb 2014, 22:15 
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War auch schon mal "Essen von heißen Stein". War stinknormaler, relativ grobkristalliner Granit mit rosa Feldspäten. Ich vermute, daß die spezifische Wärme unter den dichten, blasenfreien Magmatiten nicht sooo wesentlich unterschiedlich ist. Dürfte aber bei Gesteinen höherer Dichte noch mit am höchsten liegen ( > 3,0 g/cm³). Herstellung wäre für mich kein Problem, da Hobby-Geologe mit "Steenesammler-Spleen". Habe eine CEDIMA mit 450er Blatt (17 cm Schnitttiefe, mit Wenden über 25 cm) und eine Fliesentrennmaschine (Fa. Lutze) mit 350er Blatt , 9 cm Schnitttiefe und Schnittlänge bis knapp 80 cm. Als ich dort essen war, dachte ich auch mal da dran. Material könnte man für´n Appel und´n Ei bei jedem größeren Natursteinbetrieb. Dort liegen nicht selten die attraktivsten Gesteinsplatten (20 oder 30 mm Dicke) mit Abmaßen von teilweise über 30 x 30 cm im Abfallcontainer. Alles schon fertig poliert. Braucht nur noch Kanten entgratet und geschliffen werden. Für´s Erste würde da ein gut zu führender Trennschleifer genügen.
Selbst halte ich die feinkörnigen Magmatite (meist Plutonite)oder Metamorphite am ehesten geeignet. Schon wegen der Fettpenetration in die Haarrisse. Könnte man aber vorher mit gut hitzebeständigem Imprägniermittel (z.B. Epoxidharz) in Grenzen halten.
Vielleicht probiere ich´s mal und schneide mir mal zwei Platten zu.


Zuletzt geändert von cairngorm am Mi 26. Feb 2014, 22:18, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mi 26. Feb 2014, 01:34 
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cottontree hat geschrieben:
Bin gerade in Neuseeland und habe dort richtig schöne Andesite aus einem Aufschluss (Foto hier: http://img.geocaching.com/cache/large/a ... bced8b.jpg ), aber die gesägten Platten sind leider zu schwer zum mitnehmen. Möchte das daher in Deutschland machen. Hat jemand eine Idee, wo ich in Deutschland (oder den umliegenden Ländern) schöne Andesit-Säulen bekomme?


in der Oberpfalz gibt es ziemlich frische rotliegend Vulkanismus Andesite, allerdings keine Säulen

http://www.directupload.net/file/d/3545 ... dm_jpg.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mi 26. Feb 2014, 06:10 
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Also imprägnieren möchte ich das eher nicht, wenn ich da später von Essen will... :-)
Klar, beim Steinmetz & Co bekommt man sicher was brauchbares. Ich dachte halt an eine schöne Basalt/Andesit-Säule (siehe Foto oben), die einfach in "Scheiben" gesägt wird. So hat man nämlich gleich noch die coole Säulenform, und nicht einfach nur ein Quadrat...

Das Gestein sollte eine hohe spezifische Wärmekapazität (cp) bei gleichzeitig möglichst niedriger Wärmeleitfähigkeit (WLF) haben. Ansonsten ist die gespeicherte Wärme sofort wieder weg. Wenn man dagegen kontinuierlich Wärme nachführt (z.B. Kerzen drunter), dann wäre eine hohe WLF wieder gut... Ich tendier aber eher zum 1x im Ofen heiß machen.

Im Fall von 1x heiß machen wäre dann z.B. was quarzreiches eher schlecht, da Quarz eine WLF um die 7 W/(m K), Feldspat dagegen nur um die 2-3 W/(m K). Daher lieber Andesit als Granit. Oder Marmor, der hat auch niedrige WLF (~2-3 W/(m K) und hohe cp.

Aber ich muss sagen, rein optisch hab ich lieber einen Andesit/Basalt mit netten Feldspäten drin als einen langweiligen Marmor... :)


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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mi 26. Feb 2014, 12:09 
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Hallo Cottontree,

wenn es um Basaltsäulen geht, müsste man in Deutschland aus den Vogelsberg-Brüchen (etwa Ortenberg) säulenförmige Stücke bekommen können; ich weiß nur nicht, ob die Betreiber solche "Kleinmengen" verkaufen... :D

Gruß,
Holger


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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mi 26. Feb 2014, 13:24 
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Hmm... Geld? Für ne Probe? Bin doch von der Uni und im wissenschaftlichen Rahmen unterwegs...? :D


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 Betreff des Beitrags: Re: HotStone Grill / Stein-Grill / selber machen
BeitragVerfasst: Mi 26. Feb 2014, 22:16 
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Basaltbrüche gibts in D eine Menge. In etlichen davon gibt es auch recht ordentliche Säulen. Für Deine Zwecke müssen sie ja nicht so lang sein, da sie sicher quer gesägt werden sollen, um das Sechseck zu zeigen. Stimmt, das ganze Vogelsberggebiet bietet dazu was, bis hinauf in die Kasseler Ecke. Auch im Erzgebirge und in der Lausitz liegt der Basalt oft säulig vor. Ein schönes Ensemble verschieden langer Säulen habe ich hier bei mir am Hauseingang stehen. Stammen alle von Stolpen/Oberlausitz als dort das Wohngebiet entstand. Mit etwas Glück sind solche Dinger aus solchen Vorkommen auch auf Erdstoffdeponien zu finden. So hatte ich einige kürzere Exemplare von ca. 20 cm Länge ,aber auch über 20 cm Durchmesser wenige Kilometer von Stolpen auf einer solchen Abkippung gefunden. Weitere Säulen gibt es auch noch in der Rhön. Hier z.B. den Bruch Diedorf Richtung Klings. Also wer weiß wo, dann ist das nicht schwierig, an sowas ranzukommen.
Ein weiteres Kürzeres, aber dickes Stück hatte ich aus einem der böhmischen Basaltbrüche südl. des Erzgebirges und der Lausitz.


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