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 Betreff des Beitrags: Para- u. Orthogesteine, Unterscheidung im Gelände
BeitragVerfasst: Fr 12. Sep 2014, 10:05 
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hard-rocker
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Sa 7. Nov 2009, 21:26
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Hallo Fachleute,
Dieses Jahr war ich etwa einen Monat auf Tour in Skandinavien. Dabei bin ich, was die flächenmäßige Erstreckung betrifft, einem offensichtlichen
Orthogneis begegnet. Allerdings zogen sich durch mehrere Blöcke diesen Materiales, welches vor Ort als Auffüllmaterial für einen Straßendamm verwendet wurde, metamorphosierte Sedimentlagen vom Zentimeter- bis zweistelligen Zentimeterbereich. Ebenso hatte ich das Preikestolen-Gebiet zuerst als Granit betrachtet, bis ich eben dort war. Angegeben war das auf der GÜG 1:1.000.000 der Berggrunnskart over Norge. Es handelte es sich aber um einen deutlich gepressten Orthogranit mit größeren (Zentimeterbereich) Feldspäten, wahrsch. Orthoklas. Dachte ich zuerst. Bis mir beim Aufstieg etliche größere Blöcke auffielen, die von durch m.E. eindeutige Metasedimentlagen durchzogen wurde. Xenolithe sehen anders aus. Im Bereich der Platform war eine Partie aufgeschlossen, an der sich diese Metasedimente über dutzende Meter annähernd gleichförmig im "Granit" verfolgen ließen. Also müßte es sich dann doch dabei ein Paragestein handeln ? Solche Ungenauigkeiten auf GÜK, selbst bei dutzenden km² Ausbissfläche, werden solche Gesteine einfach als "Granit" bezeichnet, obwohl hier die Fläche genügend Raum für etwas mehr Genauigkeit bieten würde. Bei den Angaben auf den GÜK 1:250.000 Großbritanniens habe ich das auch erlebt, insbes. beim angeblichen "Granit" von NE-Uist b. Norwick. Ganz klar Augengneis.
Nun meine Frage. Gibt es sichere Identifikationsmerkmale, die im Gelände, als Hilfsmittel nur die Lupe oder HCl, hier eine verlässliche Aussage zulassen ? Schade, daß es noch nicht möglich ist, ohne großen Aufwand, wie in anderen Foren zumeist auch, Fotos einzustelllen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Para- u. Orthogesteine, Unterscheidung im Gelände
BeitragVerfasst: Fr 12. Sep 2014, 20:38 
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soft-rocker
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Do 10. Mai 2007, 14:24
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Bilder würde wahrscheinlich schon helfen.

Im Übrigen hilft es vllcht schon, wenn du zunächst einmal die Befunde auflistet und dann die möglichen Interpretationen gegenüber stellst.

Dann kommst du eher auf die richtige Lösung, als wenn du abwechselnd von Beobachtungen über Erst-Gedanken (aber dann!) zu Straßendämmen, in denen das Material auch sehr schön, aber wahrscheinlich lose herumliegt, springst.

Eine erste Vermutung meinerseits: Was spricht dagegen, wenn ein Granit (mit langsamer Auskristallisation und großen Mineralen) in einem Sedimentgestein eingelagert ist (Magmenkammer oder Ganggestein). Dann kann das Sediment durch Kontakt metamorphisiert werden.
Wo kommt die "Pressung" her? Kann es einfach eine Druckentlastung und Klüftung sein? Das Ganggestein ist ja in größerer Tiefe (Stichwort: langsam) kristallisiert. Danach ggf. durch Erosion freigelegt, also geänderte Druckbedingungen aus Auflast etc.


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 Betreff des Beitrags: Re: Para- u. Orthogesteine, Unterscheidung im Gelände
BeitragVerfasst: Sa 13. Sep 2014, 16:36 
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hard-rocker
hard-rocker

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Sa 7. Nov 2009, 21:26
Beiträge: 313
Danke für die Antwort. Das Gestein vom Straßendamm ist vom umgebenden Anstehenden. Es ist da so ausgebildet.
Bei den Metasediment-Lagen vom Preikestolen ist es so, daß nicht der Granit eingedrungen scheint, sondern umgekehrt eher die Sedimentlagen
als eine Übereinanderfolge (mehrere Lagen) zwischen, ich sage es mal so, Ausgangsmaterial granitischer Grundzusammensetzung eingelagert ist. Es ist tatsächlich so, daß Fotos hier deutlich mehraussagen können. Aber leider.


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 Betreff des Beitrags: Re: Para- u. Orthogesteine, Unterscheidung im Gelände
BeitragVerfasst: So 14. Sep 2014, 10:14 
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bachelor
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Mi 4. Mai 2011, 15:34
Beiträge: 107
Wohnort: Leipzig
Ist es vielleicht möglich das es sich bei den Lagen nicht um sedimentäre Strukturen sondern um metamorphe handelt? Vor allem magmatische Gesteine Bilden ja ab gewissen Temperatur- und Druckbereichen Leukosom und Melanosom aus. Also helle und dunkle Lagen! Ist mir aus schweden bekannt.


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