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Isle
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Di 27. Jul 2010, 20:00 |
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| hard-rocker |
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Registriert: So 13. Jul 2008, 12:52 Beiträge: 264 Wohnort: Freiberg
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Wobei ein Vulkan noch nicht zwingend eine Insel macht.
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christian_b219
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Mi 28. Jul 2010, 02:01 |
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| bachelor |
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Registriert: Mo 4. Jan 2010, 04:11 Beiträge: 148 Wohnort: Würzburg
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Kvothe hat geschrieben: Doch kann auch durch Subduktion oder Kollision zweier Platten ein Vulkan und somit eine Insel entstehen? Also wenn wir auf der ozeanischen Platte sind wo es keinen Kontinentalen Schelf oder Kontinentale Splitter gibt, ist jede Insel vulkanischen Ursprungs, letztlich unterscheidet man hier wirklich nur die Art des Vulkanismus, um das hier klarzustellen bei der Kollision zweier ozeanischen Platten kommt es zur Entstehung eines Inselbogens, da die subduzierte Platte Fluide mitführt welche den Schmelzpunkt in der Erdkruste herabsetzen.
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Mathias
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Mi 28. Jul 2010, 12:50 |
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Registriert: Sa 9. Jul 2005, 00:41 Beiträge: 988 Wohnort: Berlin
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christian_b219 hat geschrieben: Also wenn wir auf der ozeanischen Platte sind wo es keinen Kontinentalen Schelf oder Kontinentale Splitter gibt, ist jede Insel vulkanischen Ursprungs... So nicht ganz richtig. Es gibt auch Insel bei denen es sich um über den Meeresspiegel herausgeschobene Sedimente des Akkretionskeils handelt. Barbados z.B. ist größtenteils, wenn nicht ganz, nur aus Sedimentgesteinen aufgebaut und ist dem Inselbogen vorgelagert.
_________________ The Lost Geologist
http://lostgeologist.blogspot.com/
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Kvothe
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Do 29. Jul 2010, 13:44 |
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| beginner |
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Registriert: Mo 5. Apr 2010, 11:32 Beiträge: 8
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Wie genau ist denn Grönland entstanden?
Aus den vorherigen Posts entnehme ich hoffentlich korrekt, dass sogesehen Grönland mit Nordamerika verbunden ist, jedoch von "oben gesehen" die Wassermassen Grönland eine Insel werden lassen.
Aber wie wurde diese - ich schätze mal früher existierende - Felsbrücke zwischen den Landmassen beseitigt/erodiert?
Liegt es, wie bei GB, auch an einer gewaltigen Flutwelle?
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Isle
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Do 29. Jul 2010, 14:28 |
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| hard-rocker |
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Registriert: So 13. Jul 2008, 12:52 Beiträge: 264 Wohnort: Freiberg
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Mhm wenn ich das richtig erinnere liegt zwischen der "Westküste Nordamerikas" und Grönland eine Spreizungszone, die ungefähr seit der Oberkreide Grönland weiter von Nordamerika trennt. Die entgegengesetzten Bewegungsrichtungen der Erdplatte ( divergente Plattengrenze ) ziehen die Kruste sozusagen auseinander und dünnen diese an der Plattengrenze aus. Diese Ausdünnung hat zur Folge, dass an dieser Stelle nun weniger "Krustenmasse" auf den Erdmantel drückt. Die Druckentlastung führt dazu das sich nun im Erdmantel Teilschmelzen bilden können die aufgrund ihrer geringeren Dichte nun aufsteigen und an der Plattengrenze nun Schmelzen fördern und ozeanische Kruste produziert wird. Noch ein Wort als Ergänzung zu zu Christians Erläuterung der Subduktion: Die Gesteine die subduziert werden enthalten verglichen mit dem Erdmantel immer relativ viel Wasser, besonders was die Sedimente des "Akkretionskeils" angeht. Durch die Versenkung dieser Gesteine während der Subduktion erfahren diese vor allem höhere Drücke, die Temperaturzunahme ist eher gering da die subduzierte Platte relativ kalt ist im Vergleich zum Erdmantel. Durch die veränderten Bedingungen wandeln sich nun Minerale um. Die Minerale die unter diesen Bedingungen nicht mehr stabil sind reagieren und bilden neue Minerale. Diese Reaktionen sind u.a. zunächst erstmal Entwässerungsreaktionen und dieses freigesetzte Wasser während der Metamorphose sorgt nun dafür, dass sich Schmelzen im Mantel bilden können. Von der subduzierten Platte schmilzt jedoch so gut wie nichts auf ( wie gesagt, relativ kalt ). Diese Schmelzen steigen aufgrund der geringeren Dichte nun auf und formen z.B. Inseln. Gruß, Holm PS: Das mit Grönland kannst du dir z.b hier mal angucken http://www.scotese.com/earth.htm einfach links "Cretaceous" anclicken bzw. von da an abwärts. Diese Karten zeigen eine Modellvorstellung, wie die Erde zu verschiedenen Perioden ihrer Vergangenheit ausgesehen hat basierend auf magnetischen Messungen der neu produzierten ozeanischen Kruste, Vergleich von Gesteinen, toten Tieren etc.
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christian_b219
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Fr 30. Jul 2010, 00:21 |
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| bachelor |
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Registriert: Mo 4. Jan 2010, 04:11 Beiträge: 148 Wohnort: Würzburg
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Isle hat geschrieben: Die Gesteine die subduziert werden enthalten verglichen mit dem Erdmantel immer relativ viel Wasser, besonders was die Sedimente des "Akkretionskeils" angeht. Durch die Versenkung dieser Gesteine während der Subduktion erfahren diese vor allem höhere Drücke, die Temperaturzunahme ist eher gering da die subduzierte Platte relativ kalt ist im Vergleich zum Erdmantel. Durch die veränderten Bedingungen wandeln sich nun Minerale um. Die Minerale die unter diesen Bedingungen nicht mehr stabil sind reagieren und bilden neue Minerale. Diese Reaktionen sind u.a. zunächst erstmal Entwässerungsreaktionen und dieses freigesetzte Wasser während der Metamorphose sorgt nun dafür, dass sich Schmelzen im Mantel bilden können. Von der subduzierten Platte schmilzt jedoch so gut wie nichts auf ( wie gesagt, relativ kalt ). Diese Schmelzen steigen aufgrund der geringeren Dichte nun auf und formen z.B. Inseln. Ich hätte das n bischen anders gesagt ist es nicht eher so dass zwar relativ selten die subduzierte Platte selbst aufgeschmolzen wird aber, wenn dann doch eigentlich relativ viel oder? und der Akkretionskeil (ich hoffe mal dass das wirklich das ist was ich grad denke ^^) selbst wird doch eigentlich nicht subduziert oder?
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Isle
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Fr 30. Jul 2010, 11:38 |
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| hard-rocker |
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Registriert: So 13. Jul 2008, 12:52 Beiträge: 264 Wohnort: Freiberg
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Das von der subduzierten Platte irgendwann mal im größeren Umfang aufgeschmolzen wird wüsste ich jetzt erstmal nicht. Sedimente des Akkretionskeils werden durchaus mitsubduziert, der Umfang hängt halt auch immer n bisschen von der genaueren Form ab - du kannst aber durchaus Schuppen des Akkretionskeils "abhobeln".
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christian_b219
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Fr 30. Jul 2010, 14:06 |
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| bachelor |
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Registriert: Mo 4. Jan 2010, 04:11 Beiträge: 148 Wohnort: Würzburg
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Isle hat geschrieben: Das von der subduzierten Platte irgendwann mal im größeren Umfang aufgeschmolzen wird wüsste ich jetzt erstmal nicht. Der Name Andesit kommt ja von Anden ich hätte mir das ganze so erklärt, dass durch das noch junge Alter des Ozeanbodens dieser nicht so gut subduziert werden kann weshalb er eben als Andesit wieder hoch kommt. Das ist nur meine derzeitige Vorstellung ich kann mich irren.
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stephan
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Fr 30. Jul 2010, 17:24 |
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Registriert: Do 10. Jul 2008, 19:15 Beiträge: 278 Wohnort: Raum Stuttgart
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Die subduzierte Platte wird schon aufgeschmolzen, nur halt erst knapp vorm Erdkern. Besonders jung ist meines Wissens nach die ozeanische Kruste doch nur ganz im Süden Chiles, am südlichen Ende der Nazca-Platte.
Zuletzt geändert von stephan am Sa 31. Jul 2010, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Isle
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Fr 30. Jul 2010, 21:55 |
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| hard-rocker |
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Registriert: So 13. Jul 2008, 12:52 Beiträge: 264 Wohnort: Freiberg
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Hrm.. Andesite werden doch im Wesentlichen anhand ihres Anorthit Gehaltes ausgehalten, wenn ich nicht irre. Ich hätte jetzt gesagt das das primär an der geringen Krustenassimilation und Schmelzfraktionierung unter anderem aufgrund der ziemlich geringen räumlichen Entfernung zur Subduktionszone liegt.
Das Alter der ozeansichen Kruste kann natürlich insofern ne Rolle spielen, als das aufgrund ner geringeren Spilitisierung der Na-Anteil zusätzlich nicht so dolle ist. Ich denke nicht das das prozessorientiert den Kohl fett macht. Sind aber alles nur aus der Hüfte geschossene Überlegungen.
@ Stephan *g so gesehen hast du natürlich Recht.. wobei wenn ich mich nicht irre zoffen sich Seismologen und Geochemiker doch sowieso ob das Gelumpe überhaupt mal richtig aufgeschmolzen wird
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christian_b219
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Sa 31. Jul 2010, 03:23 |
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| bachelor |
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Registriert: Mo 4. Jan 2010, 04:11 Beiträge: 148 Wohnort: Würzburg
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Isle hat geschrieben: Hrm.. Andesite werden doch im Wesentlichen anhand ihres Anorthit Gehaltes ausgehalten, wenn ich nicht irre. Ich hätte jetzt gesagt das das primär an der geringen Krustenassimilation und Schmelzfraktionierung unter anderem aufgrund der ziemlich geringen räumlichen Entfernung zur Subduktionszone liegt.
Das Alter der ozeansichen Kruste kann natürlich insofern ne Rolle spielen, als das aufgrund ner geringeren Spilitisierung der Na-Anteil zusätzlich nicht so dolle ist. Ich denke nicht das das prozessorientiert den Kohl fett macht. Sind aber alles nur aus der Hüfte geschossene Überlegungen.
@ Stephan *g so gesehen hast du natürlich Recht.. wobei wenn ich mich nicht irre zoffen sich Seismologen und Geochemiker doch sowieso ob das Gelumpe überhaupt mal richtig aufgeschmolzen wird also ich bin ja nur halber Geologe, aber wenn ich nicht irre ist die Dichte der ozeanischen Kruste nach ihrer Erschaffung und an ihrem Lebensende eine andere ich meine sogar mich zu erinnern mal gelesen zu haben dass die Dichte der ozeanischen Kruste die Dichte des Erdmantels mit ihrer fortwährenden Alterung überschreiten kann, woran (oder besser gesagt an welchen Prozessen) dies jetzt exakt liegt weiss ich nicht, ausserdem wurde mir im letzten Semester in Petrologie gesagt bei Andesit würde es sich in der Regel (aber nicht immer) um wiederaufgeschmolzenen und jetzt felsischeren Ozeanboden handeln. Zu der Sache wann die Platten aufgeschmolzen werden, exakt das ist ja denke ich der Punkt warum es Leute gibt die an den Plattenzug glauben und andere die ebenjenen für Schwachsinn halten. Ich glaube Lehrmeinung ist hier, dass er bis zur D'' Schicht abtaucht, das wäre kurz vor der Kern Mantel Grenze wenn ich nicht irre.
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magnolium
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: Sa 31. Jul 2010, 11:29 |
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| beginner |
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Registriert: Fr 23. Jul 2010, 15:34 Beiträge: 6 Wohnort: Frankfurt am Main
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Die ozeanische Kruste kühlt mit größerer Entfernung zum Rücken immer mehr ab und nimmt daher an Dichte zu, das würd ich auch so sehen. Dabei muss sie aber immer noch geringfügig leichter als die darunter liegende Asthenosphäre sein, denn wir finden Subduktion nur in Verbindung mit Plattenkollision. Allerdings taucht die ozeanische Platte in der Subduktionszone schneller ab, als das geothermische Gleichgewicht mit der Umgebung hergestellt werden kann. Das heißt, dass die Platte kühler und damit dichter => schwerer als der umgebende Mantel sein muss. Und das ist denke ich die Argumentationsgrundlage für den sog. Plattenzug.
Die Subduktion lässt sich viel tiefer verfolgen als die ca. 100km, in denen die Schmelzbildung stattfindet, also kann die Platte so früh gar nicht bzw. sehr wenig aufgeschmolzen worden sein. Ich denke, dass den Hauptteil der Schmelze in dieser Tiefe die z.T. mitsubduzierten Sedimente und vor allem der umgebende Mantel beisteuern, die dann während des Aufstiegs Differenziationsprozesse in der Lithosphäre und der kontinentalen Kruste durchmachen. Aber ich bin kein Petrologiecrack und das ist sicher ein eigenes, sehr komplexes Thema ...
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Kvothe
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: So 1. Aug 2010, 15:09 |
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| beginner |
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Registriert: Mo 5. Apr 2010, 11:32 Beiträge: 8
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Hallo, vielen vielen vielen Dank, ihr seid echt klasse  Das hilft mir ungemein weiter! Mich beschäftigt noch eben etwas. Und zwar der Teil "kontinentale Splitter" bzw. "kontinentale Erhebungen". Bei ersterem ist ja ein ehemaliger Teil eines Kontinents abgespalten worden - richtig? Beispiele dafür dürften sein: Madagaskar, Neuseeland, Sokotra (s. Seite 1. Danke nochmal an dieser Stelle). Zweiteres wurde ja bei Grönland oder England genannt. Hier sind die Inseln noch mit dem Kontinent verbunden. Würde also der Meeresspiegel etwas sinken, wäre eine begehbare Landbrücke zwischen England und Europa hergestellt? Wozu zählen die Schären, z.b. bei Norwegen? Dort wurde doch auch während der letzten Eiszeit die Küste überflutet. Dort, wo es Erhebungen gab, sind ja jetzt diese Inseln zu sehen. Aber theoretisch sind das doch dann immer noch Teile des Landes von Norwegen, also keine "losgelösten" Inseln?
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Kvothe
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: So 29. Aug 2010, 12:07 |
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| beginner |
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Registriert: Mo 5. Apr 2010, 11:32 Beiträge: 8
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Hallo!
inzwischen ist meine komplette Arbeit leider gelöscht wurden - Pc musste formatiert werden -, doch ich hab es wieder soweit geschafft und bin nun beim Endspurt im Bereich "Verschwinden einer Inseln".
Dazu habe ich bereits einiges über eustatische Schwankungen in Zusammenhang mit Transgression geschrieben; z.b. Veränderungen in der Gestalt des Ozeanbeckens, Abschmelzen der Gletscher (aktuelleres Thema) usw.
Dabei bin ich auch noch auf die "Thermische Absenkung" gestoßen, wozu ich aber noch nicht viele Informationen finden konnte. Dabei geht es wohl mehr um Inseln vulkanischen Ursprungs die sich im Laufe von tausenden von Jahren wieder absenken, nachdem der/die aktive(n) Vulkan(e) erloschen sind? Könnte mir dazu und - falls es noch etwas gibt - jemand was dazu sagen?
Erosion an sich dürfte doch nicht für das Verschwinden einer kompletten Insel verantwortlich sein- ?
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stephan
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Betreff des Beitrags: Re: Informationssuche bzgl. Inseln  Verfasst: So 29. Aug 2010, 12:35 |
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Registriert: Do 10. Jul 2008, 19:15 Beiträge: 278 Wohnort: Raum Stuttgart
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Den Begriff "Thermische Absenkung" kannte ich so noch nicht, vorstellen kann ich mir das schon. Wobei die Erosion dabei bestimmt schneller ist. Jedenfalls wurde ein großer Teil Südafrikas (nicht des Staates, sondern der ganze südliche Teil des Kontinents) derart gehoben, und von Teilen Australiens weiß man das mittlerweile auch. Und in der Gegend um Denver findet man Boden aus Meeressedimenten, trotz der Höhe um 1600 Meter. Zitat: Erosion an sich dürfte doch nicht für das Verschwinden einer kompletten Insel verantwortlich sein- ? Naklar!  Das passiert mitunter sogar innerhalb eines Menschenlebens, aktuell gab es da eine Insel vor Sizilien, die m.W.n. im letzten Jahrhundert vulkanisch entstand und mittlerweile wieder verschwunden ist, ebenso vor Pakistan im Meer (hier allerdings durch Schlammvulkanismus). Jedes Atoll (z.B. Malediven) besteht im übrigen aus Korallen, die sich auf wegerodierten Vulkanen angesiedelt haben.
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