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 Betreff des Beitrags: Humboldtstroms
BeitragVerfasst: Sa 14. Jan 2006, 16:44 
hallo,

könnt ihr mir sagen, wie ich folgenden zusammenhang hinsichtlich des humboldtstroms zu vestehen habe?

"Durch das kalte Meerwasser kühlt auch die Luft ab. Den Küstenbereich des Humboldtstroms bilden deshalb niederschlagsarme Wüstengebiete, wie zum Beispiel die Atacama Wüste in Chile." (wikipedia)

http://de.wikipedia.org/wiki/Humboldtstrom

Danke :D


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 15. Jan 2006, 18:51 
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soft-rocker
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Di 10. Mai 2005, 15:44
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Moin!

Wenn mich nicht alles täuscht, verläuft der Humbldtstrom vor der Westküste Südamerikas. Durch das kühlere Meerwasser sinkt die Verdunstungsrate und entsprechend gering sind die Niederschläge in Südamerika.

Da außerdem die Anden mehr oder weniger direkt ans Meer grenzen, würde dort recht schnell Steigungsregen fallen. Da es aber eine geringe Verdunstung gibt, bleiben die entsprechenden Bergregionen arid und es entwickeln sich Wüsten.

Alle paar Jahre gibt es dann El Nino und die Wüsten blühen auf, weil es zu mehr Verdunstung kommt und es dann auch Steigungsregen gibt.

Das müßte jetzt der Wikipedia-Beitrag sein - nur etwas anders formuliert... Ich hoffe auch verständlicher formuliert...

Viele Grüße
Achim


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 Betreff des Beitrags: Humboldtstrom
BeitragVerfasst: Di 24. Jan 2006, 21:38 
Hallo,

Hier versuche ich eine kurze Erklärung zur frage des Humboldtstromes und der Atacama.

I.

1.Der Hauptgrund für die Ausbildung von Wüsten an den Ostküsten der Kontinente in diesen Breiten ist das globale Windsystem. Die Atacamawüste liegt wie die Namib im Gebiet der Doldrums, d.h. östlichen Winden.

2.Doldrums sind windarme Region in Äquatornähe, wo sich die Passatwinde der Nord- und der Südhalbkugel treffen. In diesen Breiten befindet sich auch die innertropische Konvergenzzone (ITCZ).

3.Diese Region wird bestimmt durch feucht-heisses Wetter, wodurch sich die tropischen Regenwälder ausbilden.

4.An der Gebirgskette der Anden muß die Luft aufsteigen. Dabei kühlt sie ab und es kommt zur Kondensation und Niederschlägen. Auf der Pazifischen Seite der Anden sinkt diese nun trockene Luft ab und erwärmt sich. Dabei nimmt sie Feuchtigkeit auf.

II.

5.Vor der Küste befindet sich ein upwelling Gebiet. Upwelling ist das Aufsteigen tiefer und vergleichsweise kalter Wasserschichten bis an die Oberfläche von Ozeanen. Ursache dafür sind landseitige Windedie das Oberflächenwasser von der küste wegdrücken. Um einen Ausgleich zu erreichen, strömt nun an der Küste kaltes Tiefenwasser nach oben nach.

6.Da dieses Tiefenwasser im Verhältnis zur Landmasse kalt ist, entsteht ein Seewind, d. h. Der Wind weht aus den kälteren Regionen über dem Meer in die wärmere Region über dem Land.

7.Die in der Luft enthaltene Luftfeuchtigkeit des Seewindes kondnsiert über dem Festland. Vor der Küste entstehen die typischen Küstennebel.

8.Erreicht die Luft das warme Festland, besitzt sie nur noch einen ganz geringen Feuchtigkeistgehalt, so dass es kaum zu Niederschlägen kommt.

III.

9.Der Humboldtstrom seinerseits, transportiert kaltes Wasser aus der Antarktisregion an der Chilenischen Westküste entlang nach Norden. Dabei kühlt er die über sich liegende Luft ab und verstärkt diesen Effekt.

Alle Effekte zusammen führen dazu, dass an der Westlüste Südamerikas die trockenste Wüste der Erde, die Atacama existiert.

Ich hoffe, dass ich damit ein bischen helfen konnte

Sabine


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 24. Jan 2006, 23:31 
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Di 10. Mai 2005, 15:44
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Wenn jetzt noch die Leute, die die Fragen gestellt haben, auch noch sagen würden, ob ihnen die Antworten geholfen haben, wäre die Sache fast perfekt...

... also auf Neudeutsch: Viehdbäck ob es geklappt hat!!!

Viele Grüße
Achim


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 Betreff des Beitrags: Humboldtstrom
BeitragVerfasst: So 16. Mär 2008, 17:25 
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So 16. Mär 2008, 17:21
Beiträge: 1
Hey!
Ich habe ein Problem!Ich schreibe eine Facharbeit zum Thema "Der Humboldtstrom und seine Auswirkungen auf die Küsten Südamerikas"!Aber ich habe ein Verständnisproblem!Wie verläuft der UHmboldtstrom?-parallel zur Westküste Südamerikas oder ist er eine Auftriebsströmung und strömt aus den Tiefen an die Oberfläche??
Bitte helft mir!
Liebe Grüße


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2008, 22:19 
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Fr 16. Feb 2007, 19:08
Beiträge: 1373
Wohnort: Solingen
Hallo Caro,
nach meinem Verständnis ist der Humboldt-Strom eine Oberflächenströmung, angetrieben durch eine kalte Aufwärtsströmung. In Deiner Facharbeit sollte allerdings deutlich werden,
  1. dass der Humboldt-Strom nur ein Teilabschnitt eines 3-dimensionalen Meeresströmungssystems ist,
  2. welche klimatische Rolle der Humboldt-Strom spielt (Atacama) und
  3. wie das abweichende Strömungsmuster beim El-Nino-Phänomen aussieht.

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2008, 23:33 
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master of desaster
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Registriert:
Sa 9. Jul 2005, 00:41
Beiträge: 860
Wohnort: München
tepui hat geschrieben:
...ein Teilabschnitt eines 3-dimensionalen Meeresströmungssystems...


Der Punkt kommt oftmals zu kurz! Strömungen sind ja keine 2D Veranstaltungen, sondern fliessen in alle Richtungen. :!:

_________________
The Lost Geologist
http://lostgeologist.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Humboldtstroms
BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2010, 04:39 
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hard-rocker
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Mo 4. Jan 2010, 04:11
Beiträge: 429
Wohnort: Würzburg
2 Ergänzungen:

Zum Einen die Oberflächenströmung (das abfliessen der Wassermassen) zieht die Auftriebströmung (upwelling) erst nach sich.

Zum Anderen blieb ein weiterer Punkt unberücksichtigt: Die stabile Schichtung, der normale Gang ist Luftmassen steigen auf kühlen ab und es regnet hier ist das Meer aber kalt und die Luftmassen steigen nicht auf.


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