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 Betreff des Beitrags: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontologie
BeitragVerfasst: Mo 18. Jul 2011, 16:08 
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Mo 18. Jul 2011, 15:55
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Guten Tag,
ich habe vor ein Studium der Geowissenschaften zu beginnen und wollte hier einmal nachfragen, ob mir hier jemand eine gute Universität empfehlen kann. Besonderes Interesse besteht im Bereich der Paläontologie und in diese Richtung würde ich mich auch gerne spezialisieren. Deswegen würde ich eine Uni favoritisieren, die möglichst viele Vorlesungen in diesem Bereich besitzt und auch eine gute Ausstattung dafür hat.
Hoffentlich kann mir hier jemand weiter helfen.

Mit freundlichen Grüßen


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Mo 18. Jul 2011, 17:10 
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hard-rocker
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Glückauf Struben,

herzlich Willkommen im Geoversum.
Sicher findest Du hier den ein oder anderen, der Dir da weiterhelfen kann. Aus meiner Sicht gibt es keine ausgesprochene Spezial-Uni für Paläontologie. ich halte es überhaupt für sinnvoll das Gesamtpaket zu nehmen, denn Geologie ist so vielfältig und so spannend, daß man keine Facette vernachlässigen sollte. Man sucht sich die Uni ja beim Medizinstudium auch nicht danach aus, daß man später Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten werden möchte. (Wobei man da das Eigeninteresse noch verstehen kann).
Bei einem Allgemeinen Geologie Studium bist die bei den Big Five (Tübingen, Göttingen etc) gut augehoben. In der Angewandten Richtung reduziert sich das auf drei Universitäten.

_________________
Glückauf
Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Mo 18. Jul 2011, 18:33 
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Differenzieren tut sich das alles eh erst im Master.. im Bachelor läuft das alles auf historische Geologie, Einführung Paläo +- Wahlvertiefungen hinaus. Wenn es tote Tiere sein soll wäre es evtl. ratsam sich eine Uni mit Biologie im Nebenfach zu suchen. Da Sedi + Paläo eng verknüpft sind bietet es sich an darauf zu achten, dass die Uni über eine vollwertige Sediprofessur verfügt, zudem sollte man sich ansehen wie es von der Seite der Geländepraktika aussieht.

Man sollte gleichzeitig aber schauen, dass die Analytik nicht zu kurz kommt. Vorlesungen und Praktika in Geochemie und Elektronenmikroskopie sind auch für Paläos nützlich und neben der Ingenieurgeologie (bzw. Mikropaläontologie) ein nettes Standbein.

Was Wirbeltiere angeht ist die Uni Bonn sicher die Adresse in Deutschland soweit ich weiß - zugleich aber noch brotloser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 10:17 
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hi - genau das gleiche trifft auch auf mich zu, hab jetz mein abi und will geowissenschaften studieren, um irgendwann mal in der richtung paläontologie zu arbeiten ( kindheitstraum ^^ ). also ich fang dieses WS in Bonn an, ich hab mir viele unis im netz angeschaut, sowohl in bezug aufs studium als auch so generell ( che-hochschulranking ...) und dann gemerkt, dass meine interessen, bes. in bezug auf den master später, am ehsten in bonn gedeckt werden ... da gitb es speziell für geowissenschaftler mit schwerpunkt paläo und bio-interesse einen master namens OEP-Biology ( organismische biologie, evolutionsbiologie, paläobiologie ) aber auch den klassischen master in geowissenschaften ...
ich an deiner stelle würd mir echt mal die unis im internetprofil anschaun, gucken, was die so weitergehend anbieten ( wär ja blöd, wenn man für den master dann noch umziehen und die uni wechseln müsste ...) - mir hat das echt geholfen. einen überblick gibts bei studis online, der gesellschaft der paläontologie usw. ( man merkt vllt., dass ichs zumindest so gemacht hab ...) das is zwar zeitintensiv, aber ein-zwei stündchen sollte einem so ne wichtige entscheidung schon wert sein ;)
wuhuu, ich bin in unserm jahrgang nich die einzige, die in richtung paläo will ^^
LG,
smiley,
jasmina

_________________
... Grün ist die schönste Farbe des sichtbaren Spektrums ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Fr 26. Aug 2011, 18:58 
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smiley hat geschrieben:
ich an deiner stelle würd mir echt mal die unis im internetprofil anschaun, gucken, was die so weitergehend anbieten ( wär ja blöd, wenn man für den master dann noch umziehen und die uni wechseln müsste ...)


Mit dem ersten kann ich Jasmina durchaus zustimmen, mit dem 2. : es kann durchaus sinnvoll sein für den Masteran einem anderen Hochschulstandort zu studieren. Die wahren Stärken und Schwächen einer Uni kann man als Studi wenn überhaupt erst zum Ende des B.sc-Studiums erahnen.... (Besonders in der Paläo, glaub mir, ich kann ein Liedchen davon singen... ;))

Besten Gruß

Johannes

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"So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!"

www.steinkern.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2011, 19:48 
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Johannes hat geschrieben:
Die wahren Stärken und Schwächen einer Uni kann man als Studi wenn überhaupt erst zum Ende des B.sc-Studiums erahnen.... (Besonders in der Paläo, glaub mir, ich kann ein Liedchen davon singen... ;))


Und du weisst auch erst nach dem Bachelor, was dir wirklich Spass macht. Über den Anfangsvirus "Dinos" kommt man schnell hinweg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2011, 21:27 
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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Mi 31. Aug 2011, 16:51 
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So,
erstmal viele Dank für die Tipps und die Anregungen, die ich hier bekommen habe. Nach langem Überlegen habe ich mich dazu durchgerungen mich an der Uni Bonn einzuschreiben. Mal gucken wie ich damit fahren werde...

Viele Grüße,
Struben


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Do 1. Sep 2011, 08:29 
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Hallo Struben,

vor vielen Jahren im letzten Jahrhundert habe ich in Bonn Paläontologie studiert. Natürlich ist dies heute kein Maßstab mehr, mich hatte die (damals) angenehme Atmosphäre und der nahezu private Umgang mit den meisten Professoren imponiert so dass ich mich mit diesem Bereich beschäftigt habe.
Nun sind die meisten Profs nicht mehr aktiv. Soviel ich weiß ist die Wirbeltier- und die Mikropaläontologie immer noch stark vertreten.
Im Prinzip ist es egal für welchen Fachbereich du dich entscheidest - solange du mit Spass und Interesse dabei bleibst nimmst du immer viel an Wissen mit. Spezialisiere dich nicht zu früh auf eine Tiergruppe oder Zeitraum. Fahre so oft es geht auf Exkursionen mit, dort bekommst du am meisten mit.
Ich habe das Studium nicht bereut.

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Do 27. Mär 2014, 18:14 
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Glück Auf,

Nachdem ich nun in den letzten Zügen meines geowissenschaftlichen Bachelorstudiums in Bonn bin, wollte ich an dieser Stelle die dortige Lage mal skizzieren und an dieser Stelle mich für weitere Fragen zum Thema Geowissenschaften in Bonn zur Verfügung stellen.

Zu aller erst: Ich habe es nicht bereut ;) Es war wirklich eine schöne Zeit in Bonn.
Für das Grundstudium ist Bonn wirklich sehr breit gefächert und gut aufgestellt und ich würde persönlich jedem in seinem Plan in Bonn den Bachelor zu machen bestärken, solange man nichts gegen Massenveranstaltungen hat, denn mittlerweile fangen pro Wintersemester bis zu 200 Studenten mit dem Studium an.
Man erfährt eine sehr breite Ausbildung und kann in viele Themengebiete einmal hinein schnuppern und auch auf der Seite Exkursionen wird einiges möglich gemacht.

Was etwas schwach vertreten ist, sind die Ingenieurgeologie (etwas schwach und keine eigene Professur) und die Quartärgeologie (kann evtl. was bei den Geographen sein), die in Bonn bei den Geowissenschaften gar nicht thematisiert wird.

Wenn man im Master dann evtl. eine spezielle Richtung gefunden hat, sollte man wohl über einen Uniwechsel nachdenken, außer man will sich in Richtung Paläo spezialisieren. Von dem Thema konnte ich mich zum Glück entwöhnen^^

Falls noch Fragen vorhanden sind, ruhig schreiben.

Viele Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Fr 28. Mär 2014, 01:19 
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Hallo Struben,


das ist ja schön einmal etwas von "meinem" Institut zu hören. Leider habe ich keinen Kontakt mehr zum Institut (war bei den Paläontologen, auch Quartär).
Von den 200 Studis werde erfahrungsgemäß noch zwei Drittel verschwinden.
In welchem Bereich möchtest du weiter machen?

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Fr 28. Mär 2014, 07:28 
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Struben hat geschrieben:
Wenn man im Master dann evtl. eine spezielle Richtung gefunden hat, sollte man wohl über einen Uniwechsel nachdenken, außer man will sich in Richtung Paläo spezialisieren. Von dem Thema konnte ich mich zum Glück entwöhnen^^

Falls noch Fragen vorhanden sind, ruhig schreiben.



Schöne Rückmeldung...

Hast du dich von der Paläo entwöhnt. Wäre ganz interessant mal zu erfahren, was dahinter steckt. Meiner Erfahrung nach ist es nicht selten so, dass ehemalige "Dinokinder" bzw. Fossiliengeier zumeist Ernüchterung finden. Vielleicht wäre das ein interessanter Beitrag für Paläo-interessierte Studienanfänger. Wir hatten auch ein Paar Fossiliengeier und ehemalige "Dinokinder", die dann beim Studium relativ schnell ihre Faszination verloren haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: So 30. Mär 2014, 13:04 
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Mo 18. Jul 2011, 15:55
Beiträge: 6
spotts hat geschrieben:
Hallo Struben,


das ist ja schön einmal etwas von "meinem" Institut zu hören. Leider habe ich keinen Kontakt mehr zum Institut (war bei den Paläontologen, auch Quartär).
Von den 200 Studis werde erfahrungsgemäß noch zwei Drittel verschwinden.
In welchem Bereich möchtest du weiter machen?

Gruss
Helge


Leider wird zu schwach selektiert und somit bleiben von den 200 Studenten noch einige mehr über (in meinem Semester sind es noch so rund 130).
Von denen ca. 60 nach 6 Semester ihren Bachelorarbeit schreiben.
Ich würde ganz gerne etwas in Richtung Lagerstättengeologie bzw. Exploration machen und dieses auch sehr gerne mit Auslandserfahrungen verbinden.

schmunda hat geschrieben:

Schöne Rückmeldung...

Hast du dich von der Paläo entwöhnt. Wäre ganz interessant mal zu erfahren, was dahinter steckt. Meiner Erfahrung nach ist es nicht selten so, dass ehemalige "Dinokinder" bzw. Fossiliengeier zumeist Ernüchterung finden. Vielleicht wäre das ein interessanter Beitrag für Paläo-interessierte Studienanfänger. Wir hatten auch ein Paar Fossiliengeier und ehemalige "Dinokinder", die dann beim Studium relativ schnell ihre Faszination verloren haben.


Ich würde nicht mal sagen, dass die Faszination verloren gegangen ist, ich habe nur im Verlauf des Studiums noch weitaus interessantere Themenbereiche kennen gelernt.
Außerdem bestanden die Paläo-Module, welche ich besucht habe zum Großteil aus dem Auswendig lernen von Artnamen.
Man kann an dieser Stelle auch noch einmal erwähnen, dass ein Bachelor im Bereich Biologie geeigneter ist für eine Vertiefung in der Paläontologie als ein geowissenschaftliches Studium.

Viele Grüße

Struben


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: So 30. Mär 2014, 18:52 
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Struben hat geschrieben:
Man kann an dieser Stelle auch noch einmal erwähnen, dass ein Bachelor im Bereich Biologie geeigneter ist für eine Vertiefung in der Paläontologie als ein geowissenschaftliches Studium.


Uuhnaja - täusch dich da mal nicht. Bei uns bezieht die Palaeo ihre BSC und MSC's fast nur aus der Biologie und das ist zum Teil zum heulen. Bei Wirbeltierpalaeo - meinetwegen, aber bei Invertebraten sind die Fragestellung viel geologischer und etwaige Defizite bei Biologen sind mitunter sehr hinderlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studium Geowissenschaften mit Spezialisierung Paläontolo
BeitragVerfasst: Mo 31. Mär 2014, 18:18 
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Sowas hört man bei uns aus der Paläobotanik. Nun mag es vielleicht auch daran liegen, dass sie selbst den Weg so gewählt haben ;)


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