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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 00:07 
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Also, hab jetzt die Anleitung von Breithaupt bekommen. Technisch kein Problem, aufschrauben, den Kompasskreis drehen, fertig.

Jetzt steh ich aber schon wieder dumm da, weil ich mir nicht sicher bin, wo ich hindrehen muss.

Laut http://www.ngdc.noaa.gov/geomagmodels/s ... eclination ist die Deklination hier
20° 39' E changing by 0° 1' E/year.
Laut Kiwi Geologischem Dienst etwa 22,5° E, bezogen auf deren Kartensystem. Da ich mit dem arbeite, nehme ich auch die dazu passende Korrektur.

Wenn ich jetzt OHNE Korrektur der Deklination meinen Monitor einmesse, der einen Einfallswinkel von 50° hat und nach 140° (SE) einfällt, was ist dann der korrekte Wert? Wenn die Deklination 22,5° E beträgt, ist die wahre Einfallsrichtung dann 140 - 22,5 = 117,5°?

Bedeutet das wiederum, dass ich den Indexstrich am Kompasskreis, der im Moment auf 180° steht, auf 157,5° stelle?

Und warum lernt man sowas eigentlich nicht auf den Kartierkursen????


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 09:15 
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mK + Dev + MW = rwK

Was lernt ihr eigentlich an Eurer Uni?


Glückauf Rockdoc

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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 09:45 
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Rockdoc hat geschrieben:
mK + Dev + MW = rwK
Was lernt ihr eigentlich an Eurer Uni?
Glückauf Rockdoc

Zumindest keine Kompassjustierung. :roll:
Wenn ich mir das so überlege, kam zu den Themen geographischer/magnetischer Norden eigentlich nie was dran. Schon garnicht auf den Kartierkursen.
Insgesamt kam zur... wie heißt der Überbegriff? Mathematische Geographie?... seeeehr wenig dran.


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 10:43 
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Zitat:
mK + Dev + MW = rwK


@Rockdoc
:?: Was genau ist Dev und MW?

M.E. genügt es die Kompass-Rose so zu verstellen verstellen, dass der Nordteil der Nadel auf Deklinationswinkel (hier 22,5°E) zeigt.

@cottontree
Ich würde auf jeden Fall den Kiwi-Wert nehmen. Der ist nämlich gemessen, während der Wert aus dem Link wahrscheinlich nach einer Näherungsformel errechnet wird ("Compute Declination").
Übrigens: Die Deklination ist eine Eigenschaft des Ortes und hat nichts mit dem verwendeten Kartenmaterial zu tun.

_________________
Gruß,
    tepui

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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 10:58 
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tepui hat geschrieben:
Zitat:
mK + Dev + MW = rwK


@Rockdoc
:?: Was genau ist Dev und MW?


Jetzt fängst Du auch schon so an. ;-)

magnetischer Kurs + Deviation + Mißweisung = rechtweisender Kurs.
Da er die MW nicht berücksichtigen kann, hast Su also recht: Die Nordmarkierung im Gehäuse muss auf einem Rosenwert von 22,5° stehen.

Glückauf Rockdoc

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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 11:14 
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cottontree hat geschrieben:
Wenn ich mir das so überlege, kam zu den Themen geographischer/magnetischer Norden eigentlich nie was dran. Schon garnicht auf den Kartierkursen.
Insgesamt kam zur... wie heißt der Überbegriff? Mathematische Geographie?... seeeehr wenig dran.


Es sollte eigentlich beim Thema Karte&Schnitte im zweiten Semester behandelt worden sein.
Bitte entschuldige meine Gereiztheit in diesen Dingen, aber ich halte es für unverantwortlich einen Studierenden auch nur einen Schritt vor die Haustür zu lassen, wenn er in diese Probleme nicht gründlich eingewiesen worden ist.
Da habe ich einfach schon zu viel Pappnasiges erlebt. Es fängt wenn man im geotechnischen Bereich auf dem falschen Grundstück sondiert, weil man Osten und Westen vertauscht hat. Oder der Typ der in Lothringen und im Saarland kartierte und französische Karten mit Lambert-Koordinaten und deutsche Karten mit Gauss-Krüger-Koordinaten verwendet hat und überall seine Aufschlüsse hochgenau, weil GPS-Ablesung, in UTM-Koordinaten eingetragen hat. Der Doktorand, den ich in Lappland traf, meinte, daß sei also ein Geologenkompaß!
Der Student im Outback von Australien der mich fragte in welcher Richtung der nächste Pub liegt! Wohglgemerk es war eine einzige Staubstrasse da. In der einen Richtung kam nach 60 km die Kneipe in der anderen Richtung nach 300 km .....garnichts.
Und die Vielzahl an Gutachten und Berichten wo offensichtlich ist, daß die gemessenen Richtungen einfach nicht stimmen.

Naja, fröhliches Schaffen und glückliche Heimkehr

Glückauf Rockdoc

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Glückauf
Rockdoc


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BeitragVerfasst: Fr 26. Sep 2008, 11:53 
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Es ist gut möglich, dass das mal kurz im zweiten Semester angesprochen wurde. Allerdings wurde dazu nichts geübt. Wenn der Dozent nur mal Kompanden ausgegeben hätte und als Aufgabe ausgegeben hätte, mal die Deklination und Inklination umzustellen, dann hätte das wohl gereicht. Aber nö... nix. Auch nichts bei den Kartierkursen. Ich weiß noch, dass einer der Profs dort mal meinte, dass man darauf achten müsste, diese anzupassen. Aber das mal alle machen zu lassen - schließlich hatten dort alle einen Kompass - auf die Idee ist er nicht gekommen. Gut, wir hätten nachhaken können...

Den von dir erwähnten Studententype kenne ich auch. Aber bei denen wäre auch eine Einweisung weitestgehenst sinnlos.
Außerdem meine ich, dass zu der Durchführung einer Diplomarbeit, Studienarbeit, Kartierung, etc auch eine Großteil an Eigenerarbeitung erwartet werden kann. Ich habe für Neuseeland auch keine extra Einweisung bekommen. Nicht in das hiesige verwendete Bezugssystem, nicht in die Geologie/Geographie. Es gehört m.M. nach zur Aufgabe des Studenten, sich in diese Sachen einzuarbeiten. Ich hätte es auch als sehr merkwürdig empfunden, wenn mein Prof mit einer neuseeländischen Karte und einem Kompass angekommen wäre mit den Worten 'So, ich zeige Ihnen das jetzt mal...'. Wir sind hier doch nicht mehr im Kindergarten. Und ich vermute, dass auch mein Prof so denkt. Er hätte mich wohl nicht hierher geschickt, wenn er nicht der Meinung wäre, dass ich sowas selbstständig kläre.

Unverantwortlich finde ich es, wenn ein Prof wüsste, dass jemand es nicht drauf hat selbstständig solche Dinge zu lösen, und diese Person trotzdem in's Ausland schickt.

Und jetzt nochmal zurück zum eigentlichen Thema: Das Unwissen über Deklination & Co und deren Verwendung ist doch wohl ein ganz anderes Kaliber als die Verwechslung von Ost und West...


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompass...aber welcher?
BeitragVerfasst: Mo 23. Mär 2009, 22:58 
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Mo 23. Mär 2009, 22:55
Beiträge: 1
hallo!
ich bin auch auf der suche nach einem geologenkompass
habe mir eure beiträge durchgelesen - wirklich fündig bin ich aber noch nicht geworden....

vielleicht hat inzwischen jemand ja neue tipps, empfehlungen, links etc. wo man einen kompass kaufen kann?

=> preisliche schmerzgrenze: ca. 200 euro....
(da sollte sich doch was finden lassen)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompass...aber welcher?
BeitragVerfasst: Do 28. Mai 2009, 21:32 
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Do 28. Mai 2009, 20:40
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Moin,
ich wollte noch mal nachfragen ob hier jemand den Krantz Gefügekompass besitzt oder schon mal in den Händen hatte.
Will mir den kaufen, wär aber froh, wenn ich vorher noch mal gesagt kriegen würde, dass das Geld nicht zu Fenster rausgeworfen ist.

@testuser: der oben erwähnte Gefügekompass Krantz-Modell ist bei www.krantz-online.de zu haben,
kostet 100 Euronen. Was billigeres hab ich bis jetzt nicht gefunden, danach kommen die Freiberger und Breithaupt Modelle für 484 bzw 469€
Die haben auch noch einen Geologenkopass von Breithaupt für 185€, falls dir sowas reicht.

Ach so, kennt einer noch einen guten online Geo-Ausrüstungsshop außer Krantz?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompass...aber welcher?
BeitragVerfasst: Do 28. Mai 2009, 21:38 
Hallo Mathias u.a. ..,

Zitat:
4. Von Krantz gibt's paar kostengünstigere Alternativen wie z.B. den geologischen Gefügekompass Krantz Modell. Wie sind die so in Sachen Qualität und Handhabung?


Ich habe schon viele Jahre Vieles bei Krantz in Bonn bestellt.. vieles ist zwar von dort nicht ganz billig zu haben aber dafür fast alles qualitativ hochwertig! Handhabung auch o.k! So auch sicher die Geologenkompasse von dort.. habe allerdings schon verschiedene Kompasse vorher gehabt, sodass ich davon selbst jetzt nichts mehr bei Firma Krantz bestellen musste.. :wink:

Gruß Peter5 .. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kompass...aber welcher?
BeitragVerfasst: Do 28. Mai 2009, 23:50 
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Sa 9. Jul 2005, 00:41
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Danke für den Hinweis Peter! :)

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The Lost Geologist
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