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 Betreff des Beitrags: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2011, 12:09 
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Heute in der Übung meinten die Studenten:

"Entschuldigung, aber wir haben keine regionale Geologie"

auf meine Frage, wie denn so das unterste Tertiär in unserer Gegend aussähe.

Das war nicht das erste Semester Bachelor, sondern das erste Semester Master.
Und ich muss sie wirklich in Schutz nehmen, der ganze Kurs ist wirklich interessiert und pfiffig, aber....

SIE HABEN WIRKLICH KEINE REGIONALE GEOLOGIE IM BACHELOR GEHABT.

:cry:
:evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2011, 13:50 
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Zitat:
"Entschuldigung, aber wir haben keine regionale Geologie"



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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2011, 15:09 
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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Do 27. Jan 2011, 02:40 
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Hätte der Student wenigstens gesagt: "Entschuldigung, wir HATTEN keine regionale Geologie" okay, aber so...
sehr seltsam;-)
Und auch wenn man aus der Fremde kommt, muss man sich ja nur mal kurz eine geologische Karte anschauen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Do 27. Jan 2011, 08:55 
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Das Thema kommt wahrscheinlich erst im vierten Master-Semester. :mrgreen:
Ausserdem: es gibt so viele Regionen, da verliert man schon mal die Übersicht...
Um welche Region handelt es sich denn überhaupt?

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Di 8. Feb 2011, 18:59 
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Naja bei uns ist die Reggeo auch Wahlpflicht.. und im Gegensatz zum Rest Deutschlands die bissel was zur Geologie Deutschlands lernen haben wir bisschen Allgemeines zu allen Orogenesen Europas gehört, den EEC zwei Vorlesungen in alle seine irrelevanten Bestandteile zerlegt ein bisschen Allgemeines zu den Alpen, eine VL über jeden Fliegenschiss an Rotation des Karpatenslabs und noch etwas zur Neotektonik.

Natürlich sollte man grob wissen wo man in Deutschland Jura oder Devon anstehend findet.. aber diese kleinräumige Gliederung in irgendwelche Formationen ? Wozu soll das gut sein..

Regionale Geologie und Tertiär.. das ist doch eh nur lockeres Gelumpe auf der eigenlichen Geologie :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 09:03 
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Hallo zusammen,

ich vermisse hier einen Beitrag den ich direkt als Antwort auf das erste Posting geschrieben habe.
Sollte der Beitrag aus inhaltskritischen Gründen entfernt worden sein wäre dies zum Einen sehr bedenklich, zum Anderen hätte man mir dies ruhig sagen können.
Ich hoffe nicht, dass hier eine Zensur stattfindet...

Eine kleinräumige Gliederung lassen die Struktur und die Veränderungen der Umweltbedingungen besser darstellen (z. B. Eifler Kalkmulden, Mainzer Becken).
Das Tertiär als lockeres Geklumpe zu bezeichnen ist schon mutig. Gerade Europa hat seit dieser Zeit einiges mit gemacht ;)
Sollte die regionale Geologie einmal flächendeckend kein Lehrthema sein kann man die Ausbildung Geologie auch sein lassen.

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 12:20 
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Das sich kleinräumige Systeme besser dazu eignen Prozesse zu erklären, da sind wir uns ja völlig einig. Aber ich persönlich bin der Meinung das das Ziel dort auch eher auf großen Prozessen liegen muss.

Wann welches kleine Inselchen beim vorstoß der Tethys existiert hat und wie dann dort das Elbsandsteingebirge in welchen Formationen abgelagert wurde das juckt doch spätestens nach Wechsel des Studienortes niemanden mehr.
Im Gegensatz ist mit großen Prozessen á la hier mehrere Fließrinnen mit den und den Eigenschaften, der und der Petrographie wird wohl ein braided river system gewesen sein welches sich wie man anhand der und der Änderungen sagen kann langsam abgesoffen ist. Die Veknüpfung von Beobachtung und Interpretation für Prozesse ist ja durchaus nützlich.. aber ob ich das nun im Elbsandstein angucke wo das braided river System die Niederschönaer Formation gebastelt hat oder im Südkongo.. das ist doch völlig schnuppe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 12:34 
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Die kleinräumige Geologie wird zu Lehrzwecken benötigt: Als Anfänger-Semester kannst du dir eher den Steinbruch "um die Ecke" ansehen, als im Südkongo. Und lernen muss man m.E. mit einem Stein in der HAND.

Außerdem wird man als Geologie-Student (als zweites, nach der Frage: "Theologie ????") meist gefragt, was man denn hier (im Studienort) so findet, wenn man im Wald spazieren geht. Dafür ist die Vorlesung "Heimische Geologie" auch gut. Je nach Person des Fragenden empfiehlt sich anschließend direkt der entsprechende Spaziergang im Wald...


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 12:46 
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Als Geologie-Interessierter Steinsammler würde ich auch meinen, daß die Regionalgeologie am Studienort einfach dazugehört. Wie schon gesagt wurde, lassen sich die Abläufe der geolog. Entwicklung in der Region des Studienortes ohne weiteres auch mit Vorgängen am anderen Ende der Welt oder in überregionalem Maßstab vergleichen. Klar sieht man auf anderen Kontinenten so manches viel imposanter und größer, aber letztlich ist es das Gleiche in Klein wie im Straßeneinschnitt oder der Kiesgrube nebenan. Und spätestens, wenn der Geologe dann in irgendeinem Landesamt tätig wird, hat er eh fast nur noch mit der Geologie des Bundeslandes und vielleicht noch ein bischen angrenzender Länder zu tun und wenn es dort nur tärtiäre und pleistozäne Lockermassen bis in einige hundert Meter Tiefe gibt, wird er mit Vielem, was er mal in der Welt gesehen hat, kaum noch zu tun haben. Das mal als meine naiven Vorstellungen. Bitte um Richtigstellung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 16:43 
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Um die Schuldzuweisungen richtig vornehmen zu können, muss ich nochmal auf die Ausgangsfrage zurück kommen.
Wurde im Geo-Studiengang überhaupt keine Reg.Geologie angeboten, oder war das Angebot nur fakultativ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 17:22 
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Lias hat geschrieben:
Um die Schuldzuweisungen richtig vornehmen zu können, muss ich nochmal auf die Ausgangsfrage zurück kommen.
Wurde im Geo-Studiengang überhaupt keine Reg.Geologie angeboten, oder war das Angebot nur fakultativ?


Du sollst doch keine Schuldzuweisung vornehmen.
Meinerseits war es einfach nur aufgestauter Frust.

Tatsächlich wird keine regionale Geologie angeboten. In der betroffenen Universität, die sich explizit Forschungsuniversität nennt, gibt es nur Angewandte Geowissenschaften, die Bestandteil des Bauingenieurwesens sind. Man ist sich in der Universitätsleitung und der Fakultätsleitung einig, daß Allgemeine und Regionale Geologie nicht mehr unterrichtet werden müßten. Die Folge: Allgemeine Geologie wird von einem Geografen mitunterrichtet. Auswirkung auf die Studierenden: Mit Abschluß des Bachelor fehlt jede Art geologischer Denkmethodik.

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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 18:15 
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Mit der Beschäftigung hinsichtlich der Reggeo im Berufsleben.. sicherlich dann hat man damit ja auch regelmäßig zu tun.
Regionale Geologie des Studienortes gehört dazu ? Naja, als lokalpatriotisches Fragment der Heimatkunde vielleicht, im Diplom sicherlich auch noch nützlicher.. aber zu Zeiten wo man in x Bsc. macht, 600 km weiter in y den Msc. um dann mit viel Glück überhaupt eventuell überhaupt in Deutschland zu arbeiten und das vermutlich auch nicht am Studienort öhh.. ja schön mal gehört zu haben. Gleich neben einheimischen Trachtengruppen und Heimatliedern. ;)

*leicht polemisch, ich gebs ja zu*

@ Lias

Selbst wenn das Angebot fakultativ gewesen wäre, heißt das noch lange nicht das es als Student sinnvoll ist das zu belegen. Beispiel Freiberger Reggeo, welche fakultativ ist und von kaum jemandem belegt wird:

- Veranstaltung x überschneidet sich munter mit Veranstaltung y
- Reggeo bringt mir in Freiberg 9 Credits.. beinhaltet: 12 Tage Kartieren mitten im 4ten Semester inklusive Bericht, eine Vorlesung im 5ten, eine meist miserabel ausfallende Klausur und 12 Tage Alpen-Geländepraktikum Ende 6. Semester nebst Bericht
Vergessen wir mal kurz die Frage was zur Hölle ich mit einem Modul dessen Credits ich bestenfalls dann bekomme wenn ich in Freiberg ausgezogen bin und schon 3 Monate woanders studiere eigentlich soll ( zumal man 80% seiner Credits zum Anmelden braucht ).
Für 6 Credits kann ich Hydrologie machen, da besuche ich wenn ich lustig bin die Vorlesung und Übung, setz mich tags vorher hin und schreib ne 1,3 da die 1,0 an der besten Arbeit festgelegt wird und somit jeder erabarmungslos schöngerechnet wird.

Gewisse Fächer zu belegen ist etwas für Idealisten ( und ich hab die Reggeo auch belegt ) und Idealismus dankt einem hier keiner.
Den einzigen Sinn hats noch sich den in Deutschland obligatorischen abgestempelten Zettel zu holen. Ob der Dozent eine Flasche war und man sich daheim 6x mehr angelesen hat interessiert in diesem Staat ja niemanden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 18:47 
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Isle hat geschrieben:
*leicht polemisch, ich gebs ja zu*


Ja und geht an der Sache haarscharf vorbei.

Wir pflegen seit einem Jahr alle Bewerber bei uns, egal ob praktikant oder feste Stelle einem "Quick Assessment" zu unterziehen. Es besteht aus fünf Aufgaben, die unseren Tätigkeitsbereich abdecken: Allgemeine Geologie, Petrologie, Strukturgeologie, Geophysik und Ingenieurgeologie. Für jede richtig gelöste Aufgabe gibt es 20 Punkte. Zusammen also 100 Punkte. In Petrologie besteht die Aufgabe darin, 7 Handstücke und drei Schliffe zu bestimmen (10 Punkte) und eine plausible Genese (nochmal 10 Punkte) vorzuschlagen.

Bachelor-Absolventen liegen bei diesem Quick Assessment zwischen 12 und 18 Punkte (von 100 !), unabhängig von dem ort der Ausbildung. Master hab ich noch nicht genug Daten für eine belastbare Auswertung, aber es zeichnet sich ab, daß die Master-Studenten zwischen 25 und 35 Punkten liegen. Von Diplomabsolventen habe ich auch nicht so viel Vergleichsdaten, jedoch war bis jetzt noch niemand darunter, der weniger als 60 Punkte hatte.

Und jetzt kommst Du...

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 Betreff des Beitrags: Re: Frust!
BeitragVerfasst: Mi 9. Feb 2011, 20:10 
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Naja.. von den Gebieten ist bei uns die Strukturgeo schon Wahlpflicht. Was sollen mir die Zahlen jetzt sagen ? Das die Bsc./Msc. alles faulere/dümmere Studenten sind ? Wohl kaum.

Also wer hat dann mehr Grund Frust zu schieben ?
Die Herrschaften die ihr Schäfchen längst im Trockenen haben und es in Form von DGG, BDG, DMG, Berufs-/Unigeologen oder whatsoever mal effektiv vermieden haben den Kram aufzuhalten oder die Studenten die einfach mal 20 Jahre jünger sind, min. 15h am Tag in/mit Uni zubringen einschließlich Wochenende und für die "Ferien" gleichbedeutend mit " irgendein Pfuschpraktikum mit Berichtsgeschwüren" ist, gekrönt von einem hart erarbeiteten Nutzlos-Abschluss und dem andauernden Hohn der Verursacher ?

So da bin ich- und bitte nicht persönlich nehmen, ich schätze dich persönlich sehr.


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