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 Betreff des Beitrags: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Do 28. Dez 2006, 10:20 
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Hallo,

mich würde mal interessieren, ob sich Doktoren oder Doktoranden unter uns befinden?

Wenn ja, was hat euch dazu bewogen und wie sind eure Erfahrungen damit?

Gruß, Vanessa.

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The box of microwave popcorn has the nutritional info for popped and unpopped popcorn. Because so many people eat it unpopped. Oddly it's got fewer calories and fat popped than unpopped. So there's my diet advice for the day - stop eating unpopped popcorn - it's making you fat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Do 28. Dez 2006, 10:40 
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Jep, hier ist einer.

Ich muss aber sagen, daß meine Arbeit etwas anders verlief als normal. Hauptsächlich liegt der Unterschied darin begründest, daß es eine sogenannte Industriepromotion war. Das heißt, ich hatte einen eigenen, gut ausgestatteten Forschungsetat, ein sehr umfangreiches Thema und sehr wenig Zeit. Um ehrlich zu sein, habe ich die Diss mit hydrochemischen Inhalt in weniger als sechs Wochen zusammengeschrieben. Die Daten waren halt schon da.
Was ich vermisst habe, ist die Anbindung an eine Forschungsgruppe und die Möglichkeit eine Uni-Karriere zu machen.
Seitdem hat sich mein Interessensschwerpunkt mehrfach verlagert. Das damalige geschaffene Wissen ist heute immer noch aktuell, wird aber von mir nur selten genutzt. Was auch bleibt, ist die Fähigkeit, komplexe Sachlagen schnell durchdringen und Texte sauber formulieren zu können.

Was hat sich geändert? Jeder redet Dich mit "Herr Doktor", auch wenn er Dich für einen Idioten hält an. Oh, wie ich es hasse. Erstens ist es falsch und zweitens ist es schleimig.

Zum anderen ist es auch so, daß promovierte Akademiker durchschnittlich dreimal weniger Sex im Jahr haben als nicht promovierte. Ist ja auch so ein Nachteil.

Soweit dazu.

Glückauf

Rockdoc


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BeitragVerfasst: Do 28. Dez 2006, 14:08 
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klingt als wärest du unzufrieden mit deiner entscheidung?

was hast du die restliche zeit gemacht? ist eine promotion in der regel nicht auf 3 jahre ausgeschrieben?

Zitat:
Was hat sich geändert? Jeder redet Dich mit "Herr Doktor", auch wenn er Dich für einen Idioten hält an. Oh, wie ich es hasse. Erstens ist es falsch und zweitens ist es schleimig.

Zum anderen ist es auch so, daß promovierte Akademiker durchschnittlich dreimal weniger Sex im Jahr haben als nicht promovierte. Ist ja auch so ein Nachteil.


also ich hab an der uni glaub ich keinen mit "herr dr." angeredet...

und letzteres, kann man sich auch einreden, hängt es doch wohl hauptsächlich von einem selbst ab... :roll:

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BeitragVerfasst: Do 28. Dez 2006, 14:57 
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hard-rocker
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Zitat:
klingt als wärest du unzufrieden mit deiner entscheidung?


Nun ja, hat alles Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist, dass ich für meine Leistung einen sehr hohen Honorarsatz verlangen kann. Dadurch habe ich zwar weniger Arbeit aber mehr Umsatz. Mein Doktorvater, der ne Menge Kohle mit Gutachten gemacht hat, meinte, die Auftragslage wäre bei ihme mit seine Ernennung als Professor zusammen gebrochen, weil jeder potentielle Kunde meinte, einen Prof zu bezahlen sei zu teuer.

Zitat:
was hast du die restliche zeit gemacht? ist eine promotion in der regel nicht auf 3 jahre ausgeschrieben?


Mitnichten. Sie sollte halt innerhalb von drei Jahren erlangt werden. Aber ich habe grade dieses Jahr wieder einen Doktoranden gehabt der hat ganz locker mit summa cum laude in grade mal zwei Jahren die Sache hinter sich gebracht.

Oder eine befreundete Kollegin hat auch nur zweieinhalb Jahre gebraucht. Nebenbei hat war sie Leiterin einer Bodenprüfstelle und hat noch zwei Kinder zur Welt gebracht.
Es kommt immer drauf an was man draus macht.
Und um ehrlich zu sein: Zwei gute Ideen und ne nette Story reicht für ne Diss.

Zitat:
also ich hab an der uni glaub ich keinen mit "herr dr." angeredet...


Ne, an der Uni natürlich nicht, aber draussen in der Wirtschaft, vor allem bei Bankern, Politikern und sonstigen Hohlbohrern.

Zitat:
und letzteres, kann man sich auch einreden, hängt es doch wohl hauptsächlich von einem selbst ab... :roll:


Ist reine Statistik und deshalb vom persönlichen Geschick unabhängig.


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BeitragVerfasst: Mo 8. Jan 2007, 04:50 
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Hallo Vanessa!

Also ich bin grad dabei mir eine Doktorandenposition zu suchen. Zwar in der Geographie, aber es wird viel mit Geomorphologie/Sedimentologie/Bodenkunde zu tun haben. Leider wird es nur auf eigene Faust gehen, da es natürlich wie immer kaum Stellen gibt. Habe durch ein Praktikum in Spanien und Besuch von Tagungen hier ein paar Kontakte geknüpft, die ein Thema fachlich und auch mit orgnisatorischem Rat unterstützen würden. Das Thema ist bereits schon grob eingekreist, evtl.soll die Arbeit sogar hauptsächlich im Ausland stattfinden, ist aber noch nicht sicher.

Aber es geht recht langsam voran, vor allem wenns um die Finanzierung geht, so richtig blick ich immer noch nicht durch wo und wie ich mich überall um ein Stipendium bewerben muß. Aber irgendwie wird das schon.

Was mich dazu bewogen hat? Hmm vor allem daß ich in der Forschung was machen möchte, und mit vielen Labormethoden arbeiten will (Datierung, Pol.-Mikroskopie etc.) und die Ergebnisse auch schön nach neuen Erkenntnissen ausquetschen will :)
Daß ich auf dem Stand der Forschung bleibe und außerdem daß ich ebenfalls mit GIS und anderen digitalen Methoden arbeiten kann, und dort auf dem laufenden bleibe.

Zusätzlich natürlich auch, daß man die 3-4 Jahre ein Einkommen hat, wenn auch nicht allzu hoch.
Spielst du denn auch mit dem Gedanken einer Doktorarbeit?


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BeitragVerfasst: Mo 8. Jan 2007, 08:45 
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Zitat:
Spielst du denn auch mit dem Gedanken einer Doktorarbeit?


hin und wieder :lol:

aber ich bin mir schon ziemlich unsicher.
einerseits vermiss ich die uni kurioserweise irgendwie... andererseits bin ich auch unsicher ob es mir weiterhilft. ich könnte zurück nach gö gehen und um wiederaufnahme in die arbeitsgruppe bitten (betteln? :wink: ), wo ich meine dipl. geschrieben habe. das thema würde mich schon auch weiterhin interessieren. aber beruflich würde es mich wohl nicht unbedingt weiterbringen.

von daher würde mich dann auch noch das thema GIS oder geothermie interessieren. am besten gekoppelt; oder strukturgeologie an der anatolischen hauptverwerfung :)

naja, und dann bleibt halt noch die frage, ob man überhaupt eine chance hat, wenn man nicht überdurchschnittlich abgeschlossen hat... :oops:

gruß.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:17 
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Di 30. Mai 2006, 21:52
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Hallo zusammen,

hier ist noch einer, der promoviert hat, sogar recht frisch (letztes Jahr).
Wenn Rockdoc von einem ungewöhnlichen Weg der Promotion spricht, dann kann ich behaupten, den "normalen" Weg gegangen zu sein. Soll heißen, nach dem Uniabschluß Bewerbungen geschrieben und dann eine Doktorandenstelle angenommen zu haben. Die Motivation war ein spannendes Thema zu bearbeiten und eine feste Anstellung für drei Jahre. Das der Titel dabei rausspringt, war für mich nicht der wichtigste, aber doch ein Grund.

Ich glaube auch, dass es Vor- und Nachteile hat, promoviert zu sein, nur habe ich sie noch nicht zu spüren bekommen, weder im guten noch im Schlechten... :o

Ich habe ein reines Forschungsthema bearbeitet (Paläoklima, Sedimentologie, Geochemie), und im Gegensatz zu Rockdoc fehlt mir der Praxisbezug, um für die Industrie interessant zu sein, auch wenn einige meiner Methoden (Sedimentologie, Schwermineralogie, Isotopenhydrologie) in privatwirtschaftlicher Praxis genutzt werden. Von daher sollte man sich immer überlegen (schon in der Diplomarbeit), in welche Richtung man sich vertieft, welchen weiteren Berufsweg man einschlagen möchte.

Meine persönlichen Erfahrungen: die Doktorandenzeit war beinahe noch schöner als die Unizeit :), einige junge "Mitdoks", eine gute Stimmung, selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten, drei Expeditionen nach Sibirien und jeden Monat Geld auf dem Konto...

Was die Chancen "danach" angeht, ich bin gerade dabei, es auszutesten, aber so schlecht sind sie nicht, wie ich in meinem Umfeld so mitbekomme. Ich kann bei Gelegenheit auch mal drüber berichten.

@Kieselsäure: Kennst du diese Seite?

http://www.telejob.ch/telejob/offers.xml

Dort werden häufig mal Doktorandenstellen für Geos angeboten, zwar häufig in der Schweiz, aber nicht nur...


Grüße Steffen


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Jan 2008, 08:38 
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hi,
hier ist noch einer ;-)
Wie Rockdoc hab ich "nebenberuflich" die Diss geschrieben. Nach dem Diplom 1994 (hilfe ist das lange her) hätte ich auch an der Uni bleiben können, habe mich aber für den Berufseinstieg entschieden, weil ich damals schon 29 war, und man damit im Arbeitsmarkt schon recht alt ist als Einsteiger. Im Nachhinein war das auch völlig richtig diese Entscheidung.
Irgendwann in der Praxis ist mir dann a) ein Thema b) die Lust was grosses/langes zu schreiben c) ein gutwilliger Chef gekommen, so dass ich 2001 angefangen habe als Externer zu promovieren.
Was man nicht UNTERSCHÄTZEN sollte ist der Zeitaufwand. Ich hab Felddaten über 3 Jahre erhoben, parallel dazu modelliert, und dann ungefähr 1 Jahr intensiv geschrieben. Ok. vielleicht kommt man an einigen Unis auch mit wenig Aufwand durch, ich hatte aber auch für mich den Anspruch, was ordentliches abzuliefern - was dann für mich auch heisst, 1) alles was es irgendwie zu dem Thema gibt, gelesen (und verstanden ;-) zu haben und 2) aus vielen guten Daten was zu machen...
Ob das was bringt? Wie man schon an den anderen Antworten raushört, ist das nicht so eindeutig. Ok, mein Vizepräsident im Amt redet mich immer mit Herr Doktor an, weil er sich meinen Namen nicht merken kann ;-)
Für Stellen oberhalb Bat II im Öffentlichen Dienst ist es teilweise schon in Auschreibungen gewünscht, kann man aber oft auch mit entsprechender sonstiger Qualifikation abdecken. Mehr Geld hat es mir jedenfalls noch nicht gebracht, weder bei meinem damaligen Arbeitgeber, noch bei meinem jetzigen ;-) Die jetzige Stelle hätte ich allerdings ohne Dr. wohl nicht bekommen.
Ich denke für eine Entscheidung gilt ähnliches wie beim Diplomstudium: auf seinen Bauch vertrauen ;-) Wenn man Spass an intensiver wissenschaftlicher Arbeit hat, dann kann man das für so ein Projekt ausleben (endlich kann ich mal schreiben was ich will!!!). Aus Karrieregründen ist das in den Geowissenschaften m.E. nicht zwingend notwendig, manchmal vielleicht sogar kontraproduktiv, anders als vielleicht bei den Ing-Wiss.!

Gruss Uwe


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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 11. Dez 2009, 15:27 
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Ich bin seit fast einem jahr Doktorand. In gewisser Weise ist es schon so, dass ich mit meinen Interessen in Historischer Geologie/ Paläontologie keine andere Wahl hatte. Es ist jedoch keine Entscheidung, die aus der Not geboren wurde. Meine Stelle ist zwar 50% und ich bin dennoch jeden Tag ca. 10 Stunden am Institut, aber ich verbringe die Zeit mit Sachen die ich interessant finde und mir Spass machen und ich bin nebenbei noch sehr flexibel. D.h. es stört niemanden wenn ich mal einen halben Tag nicht komm, oder sonstwie umdisponieren muss. Weiterhin macht mir Lehre sehr viel Spass und ich bin froh mein weniges Wissen weitergeben zu dürfen. Ich sehe es gewissermassen nicht als Arbeit. Ich kann mir nicht vorstellen jeden Tag in ein Büro zukommen und an Bauplanungs, Grundwasserprojekten etc. herumzuarbeiten. Geld ist mir ziemlich egal, solange ich mir ein Wohnung und Essen leisten kann. Es war schon eine sehr bewusste Entscheidung. Ich habe aber auch Riesenglück mit der Stelle gehabt. Wenn das Thema nicht so ziemlich genau in die Kerbe gehauen hätte, die mich ohnehin interessiert würde es mir wahrscheinlich schwerer Fallen mich so dafür zubegeistern und zu motivieren. Wenn ich das letzte Jahr so resümiere muss ich sagen, dass ich micht nicht hätte besser entscheiden können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 11. Dez 2009, 18:28 
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schmunda hat geschrieben:
Meine Stelle ist zwar 50% und ich bin dennoch jeden Tag ca. 10 Stunden am Institut


Dann läßt sich ja einfach extrapolieren, wie lange Du für eine Vollzeitstelle am Arbeitsplatz sein wirst. :twisted:

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Glückauf
Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 11. Dez 2009, 18:41 
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Interessant, dass das Thema nun wieder hoch kommt. Da meine Diplomarbeit in absehbarer Zeit zu Ende sein wird und mein Abschluss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichtkeit in der ersten Jahreshälfte 2010 stattfinden wird, grübel ich auch seit einer Weile, was danach kommt. Bisher kam leider noch kein Thema vorbei, dass genau in meine Interessenkerbe geschlagen hätte.

Da die Lagerstättenkunde in Deutschland ja mit wenigen, noch flackernden Ausnahmen, eine eingehende Flamme zu sein scheint, ist es auch nicht eben einfach etwas zu finden. Die Auswahl in Schweiz und Österreich ist ja auch nicht gerade unermesslich. Auch, wenn mich Genf und Zürich thematisch hin und wieder anlächeln.

Meine Interessen in Karbonatsedimentologie ausleben zu können wird auch nicht einfach. Vor allem da ich keine 100%ige UNI-Karriere anstrebe und mich Öl- und Gas eigentlich nur dann interessieren, wenn ich tanken muss. Zudem würde ich auch gerne ausserhalb der UNI Orte finden an denen man einen Doktor Geologie gebrauchen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 11. Dez 2009, 21:03 
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hard-rocker
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Mathias hat geschrieben:
Da die Lagerstättenkunde in Deutschland ja mit wenigen, noch flackernden Ausnahmen, eine eingehende Flamme zu sein scheint, ist es auch nicht eben einfach etwas zu finden. Die Auswahl in Schweiz und Österreich ist ja auch nicht gerade unermesslich. Auch, wenn mich Genf und Zürich thematisch hin und wieder anlächeln.

Meine Interessen in Karbonatsedimentologie ausleben zu können wird auch nicht einfach. Vor allem da ich keine 100%ige UNI-Karriere anstrebe und mich Öl- und Gas eigentlich nur dann interessieren, wenn ich tanken muss. Zudem würde ich auch gerne ausserhalb der UNI Orte finden an denen man einen Doktor Geologie gebrauchen kann.


Ich glaube nicht, dass solche Zweige wirklich aussterben. Zumindest solche für Hardrock-Rohstoffe nicht. Ich denke als Lagerstätten Doktor hat man auch noch eher Chancen auf dem nichtuniversitären Arbeitsmarkt als wenn man reiner Sedimentologe ist. Ich will dich nicht bequatschen, aber es ist auf keinen Fall eine Wahl, die deine Chancen schmählern würden. Mir erzählen nur alle, dass es zur Zeit verdammt schwierig ist gute Doktoranden zu bekommen (zumindest wohl in der Schweiz).


Zuletzt geändert von schmunda am Sa 12. Dez 2009, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 11. Dez 2009, 21:26 
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Was ich von meinen Bekannten weltweit gehört habe ist dem auch der Fall. Ich sehe da nicht schwarz. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn dem auch in Deutschland mehr Rechnung getragen würde. Wie auch immer. Mir geistern einige Themenbereich durch den Kopf, sowohl metallische Erze betreffend als auch Industrieminerale. Die Wahl ist halt nicht einfach, immerhin prägt man damit zumindestens die nächsten 3 bis 5 Jahre seines Lebens, wenn nicht auch mehr. Interessanterweise raten mit meine meisten Bekannten aus dem Rohstoffsektor zu Steine und Erden oder Industriemineralen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 14. Mai 2010, 16:10 
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schmunda hat geschrieben:
Mir erzählen nur alle, dass es zur Zeit verdammt schwierig ist gute Doktoranden zu bekommen (zumindest wohl in der Schweiz).


Dann sollen se se auch mal anständig bezahlen meinem Freund und ehemaligen Tutor wurde vor kurzem eine viertel Doktorandenstelle angeboten, schon klar dass da die meisten, nein danke sagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Doktoren unter uns?
BeitragVerfasst: Fr 14. Mai 2010, 19:36 
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Ich fang demnächst an.
Ich mach den Doc ausschließlich, weil ich mich am Institut super wohlfühle und ich mein Thema einfach top finde.
Die finanziellen Aspekte und Karriereaussichten - sowohl momentan als auch zukünftig - sind mir ziemlich wumpe. Das Gehalt meiner halbe Stelle reicht mir auch bei weitem.


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