Geh barfuß über warmen Sand.
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BeitragVerfasst: Mi 24. Okt 2007, 19:55 
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Hallöchen,

wir dürfen es uns heutzutage raussuchen, ob wir DIplomkartierung machen wollen oder doch lieber in der Wirtschaft ein "Diplompraktikum". Find ich persönlich besser, weil Kartierung heute ja wohl in unseren breiten kaum mehr eine rolle spielt. von australia und antarctica abgesehen vielleicht.

greetings.

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BeitragVerfasst: Mi 24. Okt 2007, 19:58 
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Das heisst ihr müsst dann kein Industriepraktikum mehr machen, sondern einfach nur paar Monate Praktikum und dann gleich die Diplomarbeit? Hmmm...

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BeitragVerfasst: Mi 24. Okt 2007, 20:12 
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Genau! 8)

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BeitragVerfasst: Mi 24. Okt 2007, 21:29 
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Betrug! :lol:

Ihr seid also dort alle keine Arbeitsmenschen. Tztztzzz...alles Luxusgeologen! ;)

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BeitragVerfasst: Mi 24. Okt 2007, 22:44 
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Arbeiten müss mer trotzdem... 8)

Mann muss natürlich auch Glück haben mit der Praktikumsfirma...einige nutzen einen nur aus :oops:

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 07:45 
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Hallo zusammen,

dass die Kartierung zur Zeit keine Rolle spielt ist durchaus richtig. Gebraucht werden aber immer noch vernünftige Karten. Für den Bereich der Muldenzone in der Eifel gibt es keine offiziellen Blätter. Auch die 1:25000 Serie gibt es nicht. Das Interesse daran ist auch im GLA sehr gering.
Zudem wollen sich viele Studenten/Geologen nicht die Finger im Gelände schmutzig machen.

Gruss
Spotts


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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 13:10 
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Also ich muss da mal sagen, das viele studenten auch eine sehr eigenwillige vorstellung davon haben, was es heißt geologie zu studieren. D.h. Gelände...warumm....weshalb...nee. Aber ohne Geländearbeit wäre geologie für mich nix...könnt ich auch zahntechnik lernen oder sowas 8) . Zum großen Teil hat sich die Geländerarbeit auch verlagert hin zum "simplen" Bohren von Sedimentkernen in Seen bspw. und dazu ein wenig schauen, was im einzugsgebiet für steinchen rumliegen.
Die meiste Arbeit wird dabei im Labor erledigt, was ja auch manchmal bzw. nach längerer Zeit mehr belastet als das es wat bringt

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 13:22 
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Hey!!!Ich hab auch Zahntechniker gelernt und verbringe inzwischen ein gutes Drittel des Jahres im Gelände......

Und ich finde beides toll....Es macht beides Spaß.

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"So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!"

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 13:36 
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Andy81le hat geschrieben:
Also ich muss da mal sagen, das viele studenten auch eine sehr eigenwillige vorstellung davon haben, was es heißt geologie zu studieren.


Glückauf Andy,

Geologen stehen permanent in Konkurrenz mit andern Fachrichtungen, mit Bauingenieuren, mit Geophysikern, mit Geographen, mit Geoökologen.
Was die Arbeit von Geologen auszeichnet, ist aus die Schlußfolgerung aus dem Geländebefund. Wenn der Geologe diese Fähigkeit aufgibt, macht er sich selbst überflüssig.
Auch hier gilt die alte 80/20-Regel: Geländearbeit macht 20% der Projektkosten aus und bringt 80% der Information.
Labor bringt weitere 10% und macht 60% der Kosten aus.

Ob eine Diplomkartierung sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man geteilter Meinung sein.
Tatsache ist jedoch:
1. Geologen haben ihre Befunde in Karten darzustellen.
2. Die Diplomkartierung ist in erster Linie eine Prüfungsleistung, in der der Diplomand, nachweisen sollte, daß er in kurzer Zeit durch Geländearbeit Informationen gewinnen und diese geologische Informationen räumlich schlüssig darstellen kann.

Ich kann allen Arbeitgeben nur raten, sich nicht von hochglänzenden Bewerbungsmappen täuschen zu lassen, sondern sich, wie ich auch, das Feldbuch vorlegen zu lassen.

Glückauf Rockdoc

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 13:44 
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Also für mich selbst kann ich nur sagen, ich finde das Kartieren an sich eine der interessantesten Tätigkeiten in der Geologie. Ohne die Feldarbeit und das Kartieren wäre es auch nur irgendein andere x-beliebiger Bürojob.

Für mich steht auch jetzt schon fest, dass meine Diplomarbeit ohne die vorhergehende Kartierung nicht auskommen wird und daher beides kombiniert wird. Ich werde meine Arbeit wahrscheinlich über eine epithermale Ganglagerstätte schreiben und es wäre in meinen Augen sinnlos, das ohne Kartierung zu machen. Sonst weiss man doch gar nicht, wo man die besten Proben nimmt und hat gar kein Gefühl für den Sachverhalt.

Ausserdem muss ich feststellen. Am meisten gelernt und verstanden habe ich bisher an der UNI immer auf den Kartierpraktika. Das ist immer eine der wenigen Chancen sich selbst intensiv mit der Geologie einer Region zu befassen und viel lehrreicher, als wenn der Prof in jedem Aufschluss 15 Minuten seinen Monolog abspielt und man dann 5 Minuten bisl kloppen darf. So sind leider viele Exkursionen dieser Tage.

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 13:57 
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Mathias hat geschrieben:
wenn der Prof in jedem Aufschluss 15 Minuten seinen Monolog abspielt und man dann 5 Minuten bisl kloppen darf. So sind leider viele Exkursionen dieser Tage.


Das ist ja wie bei Neckermann-Reisen.
Exkursionen sind keine Open-Air-Vorlesungen, geht das nicht in die versoffene Birne?

Glückauf Rockdoc

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 14:02 
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nur in wenige glaube ich.

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 14:05 
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Mathias hat geschrieben:
nur in wenige glaube ich.


:shock: :cry: :x

Aber ich bezüglich der Geländearbeit teile ich Deine Erfahrung 100%

Glücküf Röckdüc (immer noch Türke)

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 14:05 
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*lol*...so war das bei uns auch häufig...man rennt den ganzen tach rum, bleibt ne halbe stunde am aufschluss stehen, während der Prof aus einem buch vorliest...oh..also er erzählte das alles aus der erinnerung...aber wenn man das verstehen soll, dann muss man nen usb stick im kopf haben und das im lager nochmal abspielen...sonst echt...null verständnis. nach einer stunde zuhören hat man echt abgeschaltet und das geld für die exkursion sind eigentlich hinüber.

ich finde es sicher auch richtig eine diplomkartierung zu machen und zur zeit bereue ich es das ich es nich gemacht habe, weil ich in dem praktikum eben null gelernt hab und nur für mist rangezogen wurde. dreimal gesagt, hier...ich brauche das fürs diplom, und es sollte schon ein bissl ein kleiners projekt sein, das ichselbsständig bearbeite.."Jaja, geht in ordnung"..resultat...njiente. ich finde es besser für solche, die eher in die bauwirtschaft gehen wollen, da dort die kartierung kaum gebraucht wird und man mit dem kartierwissen, das man an der uni ja hoffentlich während kartierkursen gelernt hat, klar kommt.

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BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2007, 14:14 
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Rockdoc hat geschrieben:

Das ist ja wie bei Neckermann-Reisen.
Exkursionen sind keine Open-Air-Vorlesungen, geht das nicht in die versoffene Birne?

Glückauf Rockdoc


Liegt vielleicht daran, dass viele Profs zwar Exkursionen anbieten, weil sie nun einmal für die Studies Pflicht sind, aber selber im Gelände den Überblick eines Maulwurfes haben. Das ist nicht unbedingt bös gemeint, ich hatte so ein Exemplar, Typ Laborpetrologe. Seine vorbereitenden Seminare waren klasse, die Exkursionsziele unheimlich spannend. Leider verstand er es überhaupt nicht, im Gelände irgendetwas zu erklären.

In dieser Hinsicht sehe ich die wahlweise Abschaffung der Kartierung zum Diplom als ein kleines Problem. Viele Diplomarbeiten beinhalten schon heute kaum noch Geländearbeit, weil diese für Diplomanden in den Projekten oft nicht finanziert ist udn die Proben bereits vorhanden sind. Auch der zeitliche Auffwand spielt oft eine Rolle, besonders wenn die Arbeitsgebiete weit weg liegen. Da ist dann die Kartierung oft die einzige Möglichkeit, mal "ordentlich" Geländeerfahrung zu sammeln.

Gunnar, der als Mineraloge keine Diplomkartierung machen musste, und dessen Diplom-Geländearbeit sich auf 3 Wochen Ägypten beschränkt, davon doch immerhin 5 Tage im Arbeitsgebiet, inkl An- und Abreise.

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