Geh barfuß über warmen Sand.
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 Betreff des Beitrags: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2012, 01:15 
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Kennt jemand von euch eventuell Paper zur Bildung Liesegangscher Ringe in Sandsteinen?
Habe jetzt schon mehrere Geologen befragt und auch etwas recherchiert, aber niemand konnte mir so recht weiterhelfen.
Mir geht es vor allem um den Vorgang des kreiförmigen Ausfällens. Also welche Gesetzmäßigkeiten dahinter stecken. Die Chemie selber (Limonit) ist bekannt.

Dank schon mal,

odomos


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Di 29. Mai 2012, 20:25 
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ist das nicht nur nen Effekt durch Wasser?!
Wasser im Stein --> Sonne --> Wasser wird nach Außen gezogen
da das kein stetiger Effekt ist, kommt es zu den kreisförmigen Ablagerungen... So wurde mir das mal erklärt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Di 29. Mai 2012, 20:50 
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Hallo odomos,

Um was handelt es sich eigentlich. Den Begriff 'Liesegangsche Ringe' kannte ich nicht, nach meinen Internet-Recherchen stelle ich mir so was darunter vor:

Beispiel 1 (GEOversum-Treffen 5, Worms): sogenannte Battenberger "Blitzröhren"
Bild
(Flickr-Seite – auf's Bild klicken)

Beispiel 2 (GEOversum-Treffen 8, Bad Driburg): am Gipfel des Lippischen Velmerstot
Bild
(Flickr-Seite – auf's Bild klicken)

Liege ich damit richtig?

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Di 29. Mai 2012, 22:59 
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Hallo ihr beiden.

@tepui
Liesegangsche Ringe kenne ich selbst nur aus Sandsteinen. Etwa so etwas:

Bild


Hierbei handelt es sich um sekundäre Anreicherungen von Limonit, welches ausfällt und diese Ringstrukturen bildet.

Bei deinen Bildern bin ich mir leider nicht so sicher, muss aber auch zugeben dass ich das Gestein schon nicht erkenne :)

@cesare
Ich frage mich nur weshalb sich ausgerechnet diese Ringe bilden?
Das Limonit könnte ja auch nur fleckig und völlig unstrukturiert auftreten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 07:00 
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Hier stehts ganz nett (und vielleicht zu kurz) zusammen gefasst: http://www1.newark.ohio-state.edu/Profe ... anding.htm

Die schönsten, die ich bis jetzt gesehen habe gabs in Jordanien:

Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 11:00 
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Wow, die sehen ja wirklich klasse aus. Vor allem links im Bild. Sehr schön.


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 22:22 
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Wirklich sehr eindrucksvoll ! Das könnte sich sehr gut für ein Wandbild eignen. Sowas gibts ja schon von anderen Fundorten. Lieseg.R. kommen mehr oder weniger ausgeprägt in etlichen Sandsteinen vor. Kenne sie hier vom Seeberger Sandstein bei Gotha, allerdings i.d.R. nicht so kontrastreich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Fr 1. Jun 2012, 22:27 
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cairngorm hat geschrieben:
Kenne sie hier vom Seeberger Sandstein bei Gotha, allerdings i.d.R. nicht so kontrastreich.


Dann dürfte dir mein obiges Bild ja bekannt vorkommen. Rhätvorkommen bei Eisenach ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Sa 2. Jun 2012, 21:46 
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Odomos, Dein Foto hätte ich nicht unbedingt auf den Rhät-Sst. bei Eisenach bezogen. Kenne die L.R. von dort etwas großräumiger. Bei dem Foto breiten sich die Ringe deutlich von den Kluftflächen aus, meine ich. Habe einen ca. 30 x 40 cm-Brocken in meinem kleinen privaten Geopark Thüringer Gesteine vor der Haustür liegen, durch den sich ein fast 1 cm breiter kräftiger Fe-Streifen zieht. Sieht sehr attraktiv aus und hat auch schon das Interesse eines in der Nachbarschaft wohnenden Steinbildhauers erregt. Leider ist es mir noch nicht gelungen, rauszufinden, wie man hier Fotos einstellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: So 3. Jun 2012, 00:17 
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cairngorm hat geschrieben:
Odomos, Dein Foto hätte ich nicht unbedingt auf den Rhät-Sst. bei Eisenach bezogen. Kenne die L.R. von dort etwas großräumiger.


Hm... die findet man dort eigentlich in recht unterschiedlichen Größenordnungen.

cairngorm hat geschrieben:
Bei dem Foto breiten sich die Ringe deutlich von den Kluftflächen aus, meine ich.


Bist du dir sicher dass wir von der selben Probe sprechen? Meines war ja nur das Handstück, ohne Kluftflächen. :)

cairngorm hat geschrieben:
Leider ist es mir noch nicht gelungen, rauszufinden, wie man hier Fotos einstellt.


Probiere es mal über diesen Link: http://www.fotos-hochladen.net/

Einfach Foto dort hochladen und dann die Adresse die für "Forum" angezeigt wird kopieren und in deinen Beitrag setzen. Eventuell aber Fotos vorher noch anpassen, da sie ansonsten zu groß sein können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Mi 6. Jun 2012, 14:55 
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Die Steinformatierungen sehen einfach nur geil aus! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Sa 11. Okt 2014, 11:54 
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Auch wenn dieser Thread schon älter ist …
Liesegangsche Ringe waren auch ein Thema beim 14. GEOversum-Treffen. Sie sind u.a. auch gut zu beobachten am Aufschluss Geologische Wand an der Kampmannbrücke in Essen-Heisingen.

Hier ein Foto:

Bild
(Mausklick aufs Bild führt zur Flickr-Seite)


Interessant fand ich aber, dass ich die gleiche Stelle schon einmal 2007 besucht habe und ich eine Stelle der Wand damals und diesmal aufgenommen habe (ist mir jetzt erst aufgefallen). Die Lichtverhältnisse und die Beschattung durch Vegetation ist unterschiedlich, die Strukturen auf der Wand haben sich aber fast gar nicht verändert.

2007:
Bild
(Mausklick aufs Bild führt zur Flickr-Seite)

2014:
Bild
(Mausklick aufs Bild führt zur Flickr-Seite)

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: Liesegangsche Ringe
BeitragVerfasst: Sa 11. Okt 2014, 14:41 
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In gewisser Weise habe ich Ähnliches, wenn auch nicht als ausgeprägte Ringformen, in Graniten gefunden. Kleinklüftig, zogen sich die Limonit-Konzentrationen von den Kluftflächen ausgehend bis in etliche cm oder auch mehr Tiefe bis zum unveränderten Granit. Sehe darin eine Art Verwitterungszone, in der sich vor allem der Glimmer, speziell Biotit, langsam zersetzt hat. Sehr anschaulich lassen sich der unverwitterte (graue) und der durch beginnende Glimmerumwandling leicht iin´s Gelbliche getönte Garnit aus den Harz von Birkenkopf und Knaupsholz studieren. Beide Granitsorten stammejn vom gleichen Pluton, wie mir der Chef vom Verarbeitungsbetriebes in Wernigerode damals versicherte. Beide Abbaustellen liegen sehr nah beieinander.


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