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 Betreff des Beitrags: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: Sa 14. Nov 2015, 14:00 
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Hallo liebes Forum,

ich habe grade mit Geologie angefangen, bin also noch ein absoluter Newbie ;)
Gerade bearbeite ich die Vorlesung und meine Notizen nochmal durch. Beim Thema Verwitterung von Gesteinen sind noch so einige Fragen aufgetaucht. Einen Teil habe ich in Büchern finden können, aber bei zwei Zusammenhängen habe ich noch Probleme...
Vielleicht könnt ihr mir da ja bei helfen?

Es wurde gesagt, dass im tropischen Klima die Verwitterung schneller abläuft. Ist mir auch klar: Wärme und ordentlich Regen sind schon eine gute Kombination dafür.
Jetzt frage ich mich allerdings:
1) Wenn ich in einem gemäßigt-humiden oder gar kalt-humiden Klima bin, verwittern Gesteine dann auch schneller als in den ariden Klimaten?

Dann wurde auf die Bowensche Ausscheidungsreihe Bezug genommen: Je früher ein Mineral auskristallisiert, desto schneller verwittert es.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann kristallisieren Minerale mit der größten Anzahl an Netzwerkbildnern zuletzt aus, richtig?
2) Könnte man dann einfach pauschal schlussfolgern, dass je höher der Anteil an Netzwerkbildnern in einem Mineral ist, desto langsamer verwittert es? Oder übersehe ich da andere Einflussfaktoren?

Würde mich freuen, wenn mir da jemand auf die Sprünge helfen könnte.

Viele Grüße von geoty9 :-h


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 Betreff des Beitrags: Re: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: So 15. Nov 2015, 12:02 
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Hallo geoty9 :-!

Erstmal: Herzlich willkommen im Forum :-h

Nun zur Antwort:
Zu 2. möchte ich nichts sagen, aber zu 1.

Zur Temperatur:
chemisch: Pauschal gilt je höher die Temperatur je höher die Reaktionsgeschwindigkeit (Verwitterung).
physikalisch: Hier Temperaturverlauf wichtig, starke Schwankungen = starke Verwitterung (arid durch Wärmeausdehnung, humid Frostsprengung)

Zum Wasserangebot:
chemisch: Wasser ist ein bedeutendes Lösungsmittel, fördert also die Verwitterung
biotisch: Wasser fördert die Besiedlung durch Organismen, die wiederum gesteinszersetzend wirken.

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: Mo 16. Nov 2015, 14:55 
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Sa 14. Nov 2015, 13:39
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Hallo tepui!

tepui hat geschrieben:
Hallo geoty9 :-!
Erstmal: Herzlich willkommen im Forum :-h

Danke :)
tepui hat geschrieben:
Nun zur Antwort:
Zu 2. möchte ich nichts sagen, aber zu 1.

Vielleicht findet sich da ja noch jemand...
tepui hat geschrieben:
Zur Temperatur:
chemisch: Pauschal gilt je höher die Temperatur je höher die Reaktionsgeschwindigkeit (Verwitterung).
physikalisch: Hier Temperaturverlauf wichtig, starke Schwankungen = starke Verwitterung (arid durch Wärmeausdehnung, humid Frostsprengung)
Zum Wasserangebot:
chemisch: Wasser ist ein bedeutendes Lösungsmittel, fördert also die Verwitterung
biotisch: Wasser fördert die Besiedlung durch Organismen, die wiederum gesteinszersetzend wirken.

Daraus schlussfolgere ich: Ein Gestein (Basalt/Granit/oder was auch immer) würde bei gleicher Zuammensetzung und gleicher Temperatur im humiden
Klima schneller verwittern, weil Hydratation und Organismen das Gestein verstärkt angreifen, richtig so?

Danke für deine Hilfe!!!

Viele Grüße von geoty :-h


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 Betreff des Beitrags: Re: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: Mo 16. Nov 2015, 22:28 
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geoty9 hat geschrieben:
Daraus schlussfolgere ich: Ein Gestein (Basalt/Granit/oder was auch immer) würde bei gleicher Zuammensetzung und gleicher Temperatur im humiden
Klima schneller verwittern, weil Hydratation und Organismen das Gestein verstärkt angreifen, richtig so?
Genau so sehe ich das.

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: Di 17. Nov 2015, 14:23 
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Hallo,

zu 2: Das kann aber höchstens für Silikatminerale gelten (bei anderen wird es mit der Definition von Netzwerkbildnern und -wandlern schwierig). Neben dem reinen (stöchiometrischen) Gehalt an Netzwerkbildnern spielt sicher auch die Struktur eine Rolle. Denke an vulkanische Gläser - sie bilden sich ganz zuletzt und verwittern am schnellsten...


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 Betreff des Beitrags: Re: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: Sa 21. Nov 2015, 13:26 
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...wenn ich da an Lithium (und vermutlich alle anderen inkompatiblen Elemente auch) denke stimmts auch nicht wird so ziemlich als letztes "verbaut" löst sich aber auch verdammt schnell aus einem Gestein


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 Betreff des Beitrags: Re: Verwitterung von Gesteinen
BeitragVerfasst: Sa 21. Nov 2015, 18:01 
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Sa 14. Nov 2015, 13:39
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Hallo Coesit, Hallo christian_b219,

erstmal Danke!!!
An vulkanische Gläser habe ich dabei nicht gedacht.
Soweit ich weiß werden vulkanische Gläser nicht zu den Minearlien hinzugezählt, weil sie einen amorphen Zustand besitzen, oder?
Und die Bowensche Ausscheidungsreihe bezieht sich auch nur auf silikatische Minerale, oder habe ich da was falsch verstanden?

@ tepui: Supi! Danke für deine Hilfe!!!

Viele Grüße von geoty9 :-h


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