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 Betreff des Beitrags: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Fr 29. Dez 2017, 17:44 
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Hallo!
Ich bin ganz frisch in diesem Forum und hoffe, das ich eine Information von Euch bekomme.
Ich lebe auf Kreta, in der Gegend von Makry Gialos, bin ein geologisch interessierter Laie und stoße bei meinen Streifzügen durch die Berge immer wieder auf Felsformationen, über deren Entstehung ich mir oftmals den Kopf zerbreche. Formationen, bestehend aus einem lockeren Gefüge, fast wie Lehm, in dem rund, glatt geschliffene, ich sag mal Steine, eingebettet sind. Diese Steine sind ähnlich denen, wie man sie an Meeresstränden findet. Oder waren es Gletscher die sie geschliffen haben? Vielleicht verrät mir jemand eine schlüssige Entstehungsgeschichte dieser interessanten Formationen. Wäre sehr dankbar.
Find leider keine Möglichkeit Fotos zuladen
Grüße Klaus

http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 888374.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 888398.jpg
http://www.bilder-upload.eu/show.php?fi ... 888423.jpg


Zuletzt geändert von Klaus am Di 2. Jan 2018, 12:17, insgesamt 15-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: So 31. Dez 2017, 18:05 
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Hallo Klaus,
da hast du eine interessante Gegend zum Leben ausgesucht.
Wie es geologisch bei dir aussieht hängt davon ab in welchem Teil der Insel du wohnst. Glaziale Bildungen möchte ich aber ausschließen.
Fotos sind hier noch ein Problem. Da braucht du einen Server wo die Fotos hinterlegt sind und einen link auf die Bilder.
Willkommen im Forum und einen schönen Übergang in das neue Jahr. %%-

Gruss,
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Mo 1. Jan 2018, 13:14 
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Halo Helge,
Danke für Deine Antwort, auch Dir ein gutes neues Jahr!
Ja das mit den Bildern ist dumm. Und nur mit Worten ist es natürlich schwer es eindeutig zu beschreiben. Na ja, die Gegend hier befindet sich weit im Südosten der Insel. Aber die Gesteinsformationen sind recht vielfältig und ändern sich von km zu km.
Gruß Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Mo 1. Jan 2018, 14:54 
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Hallo Klaus,

auch Dir ein gesundes neues Jahr.
Das mit den Bildern ist es relativ einfach. Z.B. kannst Du diese bei http://www.bilder-upload.eu/ kostenlos für 200 Tage ins Netz stellen (siehe AGBs der Seite) und dann diesen Link in Deinem Text einfügen (siehe auch FAQ und beim Schreiben oben bei Img).

Beste Grüße nach Kreta
Hippach


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Mo 1. Jan 2018, 18:59 
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Das Problem stellt sich dann nach den 200 Tagen. Danach hat das Forum keinen Zugriff mehr darauf.
Gruss,
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Di 2. Jan 2018, 12:19 
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Hallo Hippach,
Danke für den Tip, konnte nun ein paar Ansichten einstellen.
Gruß Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Di 2. Jan 2018, 13:57 
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Klaus hat geschrieben:

Ich lebe auf Kreta, in der Gegend von Makry Gialos, bin ein geologisch interessierter Laie und stoße bei meinen Streifzügen durch die Berge immer wieder auf Felsformationen, über deren Entstehung ich mir oftmals den Kopf zerbreche. Formationen, bestehend aus einem lockeren Gefüge, fast wie Lehm, in dem rund, glatt geschliffene, ich sag mal Steine, eingebettet sind. Diese Steine sind ähnlich denen, wie man sie an Meeresstränden findet. Oder waren es Gletscher die sie geschliffen haben? Vielleicht verrät mir jemand eine schlüssige Entstehungsgeschichte dieser interessanten Formationen. Wäre sehr dankbar.
Grüße Klaus


Gerundete Steine weisen auf Transport (entweder weit oder heftig) hin, die sehr unterschiedlichen Korngrößen auf unterschiedliches Strömungsniveau. (Steine lassen sich nur bei starker Strömung transportieren).

Auf einem der Bilder sieht man eine Einregelung und ein lagenweise gehäuftes Auftreten der groben Komponenten.

Auf google maps sieht man, dass es landeinwärts schnell bergig wird (kurvige, gewinkelte Straßen). Die Flüsse haben also - wenn sie Wasser führen - meist ein hohes Strömungsniveau.

Ich denke, dass hier Flussablagerungen vorhanden sind, die im Frühjahr (Schneeschmelze, Starkregen) Steine angeliefert bekamen und bei ruhigem Wetter / wenig Niederschlag die feinen Kornanteile (Schluff, Ton).

Die Verfestigung ist offenbar im Gange: Zunächst wird nach Ablagerung Wasser aus dem Sediment gedrückt, bei längerem Liegen und "richtigen" Bedingungen kann es mit Lösungen getränkt werden (silikatisch, karbonatisch,..), so dass es irgendwann vielleicht versteinert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Di 2. Jan 2018, 15:39 
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Mullagan hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:

Ich lebe auf Kreta, in der Gegend von Makry Gialos, bin ein geologisch interessierter Laie und stoße bei meinen Streifzügen durch die Berge immer wieder auf Felsformationen, über deren Entstehung ich mir oftmals den Kopf zerbreche. Formationen, bestehend aus einem lockeren Gefüge, fast wie Lehm, in dem rund, glatt geschliffene, ich sag mal Steine, eingebettet sind. Diese Steine sind ähnlich denen, wie man sie an Meeresstränden findet. Oder waren es Gletscher die sie geschliffen haben? Vielleicht verrät mir jemand eine schlüssige Entstehungsgeschichte dieser interessanten Formationen. Wäre sehr dankbar.
Grüße Klaus


Gerundete Steine weisen auf Transport (entweder weit oder heftig) hin, die sehr unterschiedlichen Korngrößen auf unterschiedliches Strömungsniveau. (Steine lassen sich nur bei starker Strömung transportieren).

Auf einem der Bilder sieht man eine Einregelung und ein lagenweise gehäuftes Auftreten der groben Komponenten.

Auf google maps sieht man, dass es landeinwärts schnell bergig wird (kurvige, gewinkelte Straßen). Die Flüsse haben also - wenn sie Wasser führen - meist ein hohes Strömungsniveau.

Ich denke, dass hier Flussablagerungen vorhanden sind, die im Frühjahr (Schneeschmelze, Starkregen) Steine angeliefert bekamen und bei ruhigem Wetter / wenig Niederschlag die feinen Kornanteile (Schluff, Ton).

Die Verfestigung ist offenbar im Gange: Zunächst wird nach Ablagerung Wasser aus dem Sediment gedrückt, bei längerem Liegen und "richtigen" Bedingungen kann es mit Lösungen getränkt werden (silikatisch, karbonatisch,..), so dass es irgendwann vielleicht versteinert.



Danke für Deine Erklärung! Ja, so kann ich es mir etwas bildlich vorstellen.
Gruß Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Mi 3. Jan 2018, 22:05 
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Hallo Klaus,
bei den Bildern ist mir Waschbeton eingefallen... heisst dann aber Konglomerat, wenn es in der Natur vorkommt.
Hier ein paar interessante Information, die ich u.a. bei Wiki und im www gefunden habe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein)
In den Alpen gibt es einige Berge mit diesen Merkmalen, die Nagelfluhkette:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nagelfluhkette

Auch ein Projektvorhaben von 2003 (die Projektbeschreibung im Antrag ist sehr interessant: Du bist auf einer aktiven Konvergenzzone und die Insel bildet einen Horst im externen Bereich eines Forearc...), Projektüberschrift: Petrographische und strukturgeologische Untersuchungen an synorogenetischen Konglomerat- und Brekzienkalken auf Kreta, Antragsteller Professor Dr. Eberhard Seidel, Universität zu Köln, Department für Geowissenschaften, Institut für Geologie und Mineralogie
http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/5239338

Beste Grüße
Hippach


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Do 4. Jan 2018, 09:42 
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Hallo Hippach,
ja danke, interessante Links, auch wenn nicht alle Fachausdrück für mich verständlich sind (Laie) erklären sie doch einiges.
Viele Grüße Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Do 18. Jan 2018, 23:42 
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Hallo Klaus,

ich hätte da auch noch eine Idee. Es sind ja zwei Fragen: 1. Wie kommt die Zurundung zustande? 2. Wie kommen die gerundeten Steine dorthin, wo sie jetzt liegen? Zu 1. Die Gletscher können wir ja streichen. Zurundung durch Flusserosion ist natürlich möglich. Zu 2. Dann werden die zugerundeten Steine transportiert und bleiben dort liegen, wo die Transportkraft nachlässt, also weiter unten.

Flüsse müssten auf Kreta ein großes Gefälle haben, sind aber wohl (Inselgröße !) sehr kurz. Daher bin ich skeptisch, wie die Steine auf relativ kurzem Weg schon so eindeutig durch bloße Flussarbeit gerundet sein können. Gibt es für sowas Beispiele bzw. Untersuchungen mit quantitativen Angaben des Zusammenhangs zwischen Transportweg und Zurundungsgrad? Die Ablagerung im Unterlauf wäre natürlich möglich. Gibt es dort einen Fluss? Liegt die Ablagerung evtl. auf einer höher gelegenen alten Flussterrasse? Das können wir hier aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.

Im Eingangspost hast du selbst die Ähnlichkeit mit Meeresgeröll genannt. Bei Kreta denke ich spontan an ungewöhnliche Ereignisse, konkret: Tsunami nach Seebeben. Könnte etwas in dieser Richtung vorliegen (z.B. aus der Entfernung zum Strand bzw. der Höhenlage der Ablagerung ableitbar?

Gruß Lias


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 Betreff des Beitrags: Re: Etwas kretisches ...
BeitragVerfasst: Mo 22. Jan 2018, 12:33 
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Fr 22. Dez 2017, 12:32
Beiträge: 6
Hallo Lias,
Flüsse sind gegenwärtig hier auf der Insel sehr rar. Weiß nicht wie es in der geologischen Vergangenheit aussah. Ich befinde mich hier unmittelbarer Nähe der Küste, wo ich diese Beobachtungen gemacht habe. So viel wie ich weiß, sagt man ja, das das Mittelmeer vor einigen Mil-Jahren austrocknete, weil sich die Straße von Gibraltar verschlossen hatte. Vielleicht steht das im Zusammenhang.
Grüße Klaus


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