Geh barfuß über warmen Sand.
      Spür die Erde unter deinen Füßen ...
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 Betreff des Beitrags: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mi 21. Jan 2009, 13:16 
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Hallo zusammen,

heute möchte ich euch nach der ersten Person fragen, es geht in das schöne England im 18/19. Jahrhundert.
Die Antworten bitte per PM an mich. Viel Glück. :gut:

Frühsommer 1832.
Mit schweren Schritten geht der alte Mann zum Podium um nach so langen Jahren die wohl die wichtigste seiner Ehrungen zu erhalten.
In einem eleganten Gebäude aus dem siebzehnten Jahrhundert, das bis heute das geistige Zentrum einer der bedeutenden Universitätsstädte Englands bildet, hielt der berühmte R. Murchinson nur eine kurze Rede ehe er die zum ersten Mal verliehene Madaille an ihn übergab.
Hat der alte Mann in diesem Moment an die langen Jahre der Entbehrung gedacht? An die vielen Reisen quer durch das Königreich? An die Anfeindungen der Kollegen aus den „besseren“ Kreisen? An den Diebstahl seiner Ergebnisse?
Sein Vater, ein Dorfschmied, verstarb als der Junge acht war. Er lebte mit seiner Schwester und zwei Brüdern auf einer Farm mit einer Molkerei, die ihn seltsamerweise zum Geologen werden ließ. Anstatt von Metallgewichten wurden dort spezielle Steine, Pfundsteine (Chedworth Buns) verwendet. Unser Junge betrachtete die Steine: ob flach oder eingebeult, rund oder fünfeckig, die Steine waren praktisch, da sie beim Wiegen nicht wegrollten und in Gewicht und Größe mit 22 Unzen erstaunlich gleich waren. (1 Unze= 28,35g)
Sein Leben verlief ähnlich dem eines heutigen Geologen, obwohl es diesen Beruf zu seiner Jugendzeit eigentlich noch gar nicht gab. Nach einer kurzen Festeinstellung musste er sich danach immer wieder mit freiberuflichen Tätigkeiten beschäftigen. Ohne Zukunft und Perspektive. Und natürlich immer diese Geldsorgen, die ihn sogar obdachlos machten und auch in das Schuldgefängnis brachten. Er wurde depressiv, seine Frau verfiel dem Wahnsinn.
Schweren Herzens trennte er sich durch die Vermittlung des Generalforstmeisters von England für wenig Geld von seiner heute sehr berühmten Sammlung. Erst kurz nach seiner Ehrung bekam er von der Krone eine lebenslange Rente.
Mit seinen Erfahrungen als Ingenieur von Wassergräben und Kanalanlagen kam er 1793 zu einer Erkenntniss, die in seinem Lebenswerk seinen Höhepunkt finden sollte. Dazwischen lagen monatelange Reisen und Beobachtungen, die eine große Bedeutung für einen wichtigen Zweig der noch jungen Geologie bekommen sollten.
Sein Lebenswerk vom 1. August 1815 ist im Original erhalten geblieben (2,40m x 1,80m) und kann in London besichtigt werden – zumindest theoretisch. Obwohl es öffentlich ausgestellt und zugänglich ist bleibt es dem Blick dem Besucher verborgen. Erst auf Nachfrage wird ein kurzer Blick darauf gestattet. Mit diesem erstmaligen Werk schuf er eine bis heute wesentliche Grundlage der geologischen Forschung.
Im Jahre 1838 wurde ein Teilnehmer einer Kommission, die Bausteine für das heute wohl bekannteste Wahrzeichen Londons suchen sollte. Man entschied sich für den Anston-Sandstein aus dem Zechstein – eine schlechte Wahl wie sich herausstellte. Nagte doch die beginnende Luftverschmutzung Londons an dem Bauwerk und zerstörte und verfärbte seine Substanz. Eine Mitschuld hat man ihm nie gegeben, man sah seine Beteiligung eher als Dank für seine Leistungen. Endgültiger Baustein wurde erst nach seinem Tod der Clipsham-Kalkstein aus dem Jura. Ihn hätte das bestimmt gefreut, waren doch die Gesteine des Jura der Ausgangspunkt seiner Arbeit.

Spotts fragt: Wer war’s ?

Die Fragen:

1. Wer war’s?
2. Was ist sein Lebenswerk ?
3. Wo in welchem Haus wird sein Werk ausgestellt und
4. warum kann man es nicht sehen?
5. Mit seinem Tod gelangte der Generalforstmeister Englands zu einer tragischen Berümtheit. Warum?
6. Wie heißt die erwähnte Ehrung?
7. Wo ist sie ihm überreicht worden?
8. Für welchen wichtigen Seitenzweig der Geologie schaffte er die Grundlagen, die dann zu seinem Lebenswerk führten?
9. Um was handelt es sich bei den Pfundsteinen?
10. Welches Gebäude in London wurde mit dem Anston-Sandstein errichtet?

Gruss
Spotts :grinsevil:


Zuletzt geändert von spotts am Do 22. Jan 2009, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Do 22. Jan 2009, 14:26 
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Sollten noch Fragen oder Bemerkungen auftreten, dann bitte in dem Tread "Ankündigung Quiz..." eintragen:
http://www.geoversum.de/forum/viewtopic.php?f=77&t=2387


Gruss
Spotts


Zuletzt geändert von spotts am Fr 30. Jan 2009, 14:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Fr 30. Jan 2009, 14:04 
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Hier ein paar Tipps:

zu 1. er lebte 1769 - 1839
zu 2. es ist farbig und zeigt gleiche Gesteine gleichen Alters
zu 3. das Haus liegt am Nordrand von Piccadilly Circus
zu 4. ja, warum eigentlich nicht? Weil Handarbeit?
zu 5. es hat etwas mit dem Transportwesen zu tun
zu 6. sie ist nach einem bekannten Forscher benannt (er lebte 1766 - 1828)
zu 7. in einer berühmten Universitätsstadt in der Nähe von London (Partnerstadt von Bonn)
zu 8. es hat etwas mit der Alterseinstufung zu tun
zu 9. es sind Meerestiere
zu 10. den Glockenturm müsste eigentlich jeder kennen.

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mo 9. Feb 2009, 15:00 
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Hallo zusammen,

da es bald zur nächsten Suche geht, hier die Antworten:

1. William Smith, er lebte von 1769 - 1839
2. die erste geologische Karte, hier von England
3. im Ostflügel von Burlington House an der Nordseite des Picadilly Square
4. es sind Vorhänge gegen die Lichteinwirkung davor
5. Der Generalforstmeister von England William Huskisson kam zu der zweifelhaften Ehre das erste Opfer zu sein, dass von einer Eisenbahn überfahren wurde. Dieses passierte am 15. September 1830 bei Parkside, in der Nähe von Newton-le-Willows in Lancashire.
6. die Wollaston Medaille
7. das Sheldonian Theatre in Oxford
8. die Stratigrafie
9. ein Seeigel: Clypeus plotii
10. Hier der Palast von Westminster – Big Ben

Der Zwischenstand

1. Rockdoc 10,2 P.
2. Extruder 9,6 P.
3. Gunnar 9,1 P.
4. Tepui 7,2 P.

Die nächste Runde wird im Laufe der Woche eingestellt.

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Di 10. Feb 2009, 16:22 
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Frage 2

Paris, 1898:
Es muss wohl ein seltsamer Anblick gewesen sein, als sie sich mit ihrem Ehemann in ihrer Labor, nein, Abstellkammer, das anstrengende Ergebniss ihrer Arbeit betrachtete: eine im Dunklen leicht grünlich leuchtende Substanz – nicht einmal ein Gramm, hergestellt aus zwei Waggonladungen Ausgangsmaterial.
Dabei war es schon die zweite Entdeckung aus einer Gruppe von Substanzen, deren Eigenschaften ihr Doktorvater ein paar Jahre zuvor entdeckt hatte. Die erste Substanz nannte sie nach ihrem Heimatland, die zweite wurde namensgebend für die physikalischen Eigenschaften die von ihr ausgingen. Dabei waren die Arbeitsbedingungen etwas, sagen wir einmal, suboptimal. Das Labor, eigentlich ein alter Lagerraum, wurde von dem deutschen Chemiker W. Ostwald so beschrieben:
„Dieses Labor diente als Lagerraum für Brennholz und Kartoffeln. Wenn ich nicht die chemischen Apparaturen darin gesehen hätte, hätte ich gedacht, man wolle sich über mich lustig machen“
Sie selbst stammte aus Osteuropa, verlor in der frühen Jugend ihre Mutter und eine Schwester, der Vater aus politischen Gründen seine Arbeit.
Dennoch war Lernen ihr Lebensziel. Das Abitur machte sie als Klassenbeste. An den „fliegenden Universitäten“ studierte sie illegal Mathematik und Physik. Endlich, im Jahre 1891 gelang es ihr in Paris das Physik- und Mathematikstudium aufzunehmen.
Nach den Examen (Beste in Physik, Zweitbeste in Mathematik) lernte sie ihren späteren Ehemann Pierre kennen, ein Physiker mit dem Forschungsschwerpunkt Magnetismus und erforschte eine Eigenschaft magnetischer Substanzen die später seinen Namen bekommen sollte. Zudem entdeckte er eine andere physikalische Eigenschaft, die auch heute noch in vielen Feuerzeugen verwendet wird.
Es folgten zwei Töchter und Jahre der intensiven Forschung mit den neuen Substanzen, über deren gesundheitsschädliche Eigenschaften damals noch nichts bekannt war. Sie wird an den Folgen sterben, ihr Mann stirbt bereits 1906 bei einem Unfall mit einem Fuhrwerk.
Sie übernimmt die Professorenstelle ihres Mannes und wird die erste Frau in dieser Position an dieser Universität. Bis zu ihrem Tod 1934 forscht sie an „ihrem“ Institut und bekommt dafür den Nobelpreis für Physik. Acht Jahre später folgt der Nobelpreis für Chemie, auch ihre ältere Tochter wird später diesen Preis bekommen.
Ihr Name taucht oft in der Physik und in der Chemie auf: ein chemisches Element ist nach ihr benannt, eine Maßeinheit hatte von 1910 – 1978 ihren Namen.
Viele Schulen nennen sich nach ihr, seit 1951 auch ein Forschungsinstitut in ihrem Heimatland. Selbst am Himmel ist sie mit dem Asteroiden 7000 vertreten.
Albert Einstein sagte über sie: "Sie ist unter allen berühmten Menschen der einzige, den der Ruhm nicht verdorben hat".

Spotts fragt: wer war’s?


Die Fragen:

Die Fragen:
1. Um wen handelt es sich?
2. Welche Substanzen hat das Ehepaar entdeckt?
3. Welches chemische Element trägt ihren Namen?
4. Welche Eigenschaft von magnetischen Substanzen trägt seinen Namen?
5. Welchen Effekt benutzen viele Feuerzeuge?
6. Was hatte der Unfall-Fuhrwagen geladen?
7. Wer war ihr Doktorvater?
8. Wo ist sie geboren? (Adresse!)
9. Warum studierte sie an der „fliegenden Universität“?
10. Was ist das einzigartige an ihren Nobelpreisen?


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Do 26. Feb 2009, 09:46 
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Hallo zusammen,

hier wieder ein paar Tipps:

zu:

1. sie besitzt eigentlich einen polnischen Namen.
2. es sind radioaktive Substanzen
3. eines der nicht natürlich vorkommenden Elemente
4. der Effekt erscheint bei der Erwärmung eines magnetischen Metalls
5. es hat mit der Zündung des Feuerzeugs zu tun
6. es sind angenehme Sachen die lustig machen
7. es ist eine physikalische Einheit nach ihm benannt
8. die Adresse stammt aus Warschau
9. es hat mit der damaligen Gesellschaftsstruktur zu tun
10. es gibt bisher nur zwei Personen mit dieser Einzigartigkeit

Es kann noch für jede richtige Antwort die halbe Punktzahl erreicht werden.
Als Quelle für die Antworten ist für mich die Biographie der Tochter maßgeblich.

Wenn es klappt kommt nächste Woche die neue Frage.

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mi 4. Mär 2009, 13:08 
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Hallo zusammen,

hier die Lösung der Fragen:


1. Marie Curie (07.11.1867 – 04.07.1934)
2. Polonium und Radium
3. Nr. 96: Curium
4. der Curie-Punkt, ab dem magnetische Substanzen ihren Magnetismus nahezu verlieren.
5. Bei Kristallen führen polare Achsen zum Piezo-Effekt
6. Es war ein Bierwagen
7. Henri Bequerel
8. Ulica Freta Nr. 16 in der Warschauer Neustadt
9. Frauen waren zu der Zeit in Polen an den Universitäten nicht zugelassen
10. Sie ist die einzige Frau die zwei Preise in zwei verschiedenen Disziplinen bekommen hat. L. Pauling hat ebenfalls zwei Preise erhalten


Der Zwischenstand:

Rockdoc 17
Gunnar 17
Tepui 15
Extruder 9


Das nächste Rätsel ist schon in Vorbereitung...

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mi 4. Mär 2009, 16:17 
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Frage 3:

April 1675: der Wissenschaftler sieht sich noch einmal in seinem Zimmer um bevor er sich zur Priesterweihe begibt. Jahre der Forschung liegen hinter ihm, eine Forschungsarbeit die eine Grundlage für die spätere Entwicklung der bisher noch nicht bekannten Geologie werden sollte. Nun wird er sich anderen Aufgaben widmen, die ihn bis zu seinem Tod auch nach Deutschland führen werden.
Seine Karriere in der Mitte des 17. Jahrhunderts ist von einer ausgeprägten Neugier begleitet. Er lebte auch am Hof der Medici, wurde dort Leibarzt und durch seine anatomische Entdeckungen bekannt.
Seine Liebe zur Natur liess ihn die Region durchstreifen. Dort fielen ihm die „Zungensteine“ auf über deren Herkunft es keine schlüssige Erklärung gab. Auch die vorhandenen fossilen Muscheln gaben weit vom Meer entfernt Rätsel auf. Es widersprach seiner Anschauung, dass solche Strukturen spontane Erscheinungen waren und im Gestein wachsen würden.
Bei einer „Autopsie“ fiel ihm etwas auf, das die Zungensteine erklären könnte. Ihm wurde schnell klar, dass es sich um Versteinerungen handelt und das an den Fundpunkten früher einmal das Meer gewesen sein musste. Zwar hatte G. Rondelet nahezu 100 Jahre vorher schon die passende Theorie für die Zungensteine entwickelt, sie fand aber nur wenige Anhänger und konnte die Entstehung dieser Fossilien nicht erklären.
Unser Forscher begann die dortigen Gesteine zu untersuchen und fand heraus, dass sich die Schichten aus Materialien zusammensetzen die auch heute an den Küsten und in den Meeren zu finden sind. Er schloss daraus: wenn diese Sedimente im Meer entstanden sind, dann haben die Tiere darin auch damals im Meer gelebt.
Er schrieb dass die „Böden, aus denen Muscheln und andere Meeresablagerungen ausgegraben wurden (…) Sedimente eines schlammigen Meeres“ waren und es möglich sei „an jeder Stelle auszurechnen, wie viele Male das Meer dort schlammig gewesen ist“.
Es gab also langsame Veränderungen in der Verteilung von Land und Meer. Ebenfalls vertrat er die Auffassung, dass die verschiedenen Gesteine ein Archiv der Erdgeschichte darstellen, in denen man wie in einem Buch lesen kann. Damit würde er aber das gängige Weltbild der Kirche über das Alter und die Unveränderlichkeit der Welt in Frage stellen.
Zu seiner Zeit war man der Auffassung, die Erschaffung der Erde war am 23. Oktober 4004 vor Chr. um 8 Uhr morgens abgeschlossen.
Auch in der Mineralogie erkannte er eine wesentliche Eigenschaft der Kristalle.
Es ist unklar warum er seine Forschungen nahezu aufgab und sich zum Priester weihen liess. Zwei Jahre später wurde er Bischof und wirkte u.a in Norddeutschland und in Münster. Im Dezember 1686 stirbt er mit 48 Jahren nach einer längeren Krankheit in Schwerin.

wer war's?

Die Fragen:
1. um wen handelt es sich?
2. was sind die Zungensteine?
3. wie heißt sein Werk über seine geologische Forschung?
4. an was oder wen hat er die Autopsie durchgeführt?
5. wer legte das Datum der Erschaffung der Erde fest?
6. wo hat er seine geologischen Forschungen durchgeführt?
7. was entdeckte er im Bereich der Mineralogie?
8. welchen Beruf hatte sein Vater?
9. wie nannte er sein Studien-Tagebuch?
10. wessen Leibarzt war er?


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mo 23. Mär 2009, 13:30 
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Hallo zusammen,

nächste Woche gibt es das nächste Rätsel

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Do 26. Mär 2009, 12:42 
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Hallo zusammen,

hier die Auflösung des letzten Rätsels:

1. Nikolaus Steno (1638-1686)
2. es waren fossile Haizähne
3. De solido intra solidum naturaliter contento disseratationis prodromus
4. ein Hai
5. James Usher (1581 - 1656), ein irischer Theologe, legte die Entstehung der Welt auf den 23. Oktober 4004 v. Chr. fest
6. in der Toskana rund um Florenz
7. Das Gesetz der Winkelkonstanz
8. Der Vater war Goldschmied
9. Er hatte ein Studien-Tagebuch mit dem Namen "Chaos"
10. Großherzog Ferdinand II von Medici (1610-1670)

Die meisten Daten sind dem Buch: Die Muschel auf dem Berg von Alan Cutler entnommen.

Der Zwischenstand:

Rockdoc 26
Gunnar 26
Tepui 24
Extruder 9

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Do 26. Mär 2009, 12:53 
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Frage 4

Hier die neue Aufgabe:

1804, Ort unbekannt

Der Geologe Dr. Parkinson schrieb in seiner berühmten paläontologischen Abhandlung Organic Remains of a Former World (1804) über einen Kollegen:
"Eine 1726 erschienene Arbeit verdient, besonders erwähnt zu werden; zeigt sie doch eindeutig, dass Gelehrsamkeit nicht immer ausreicht, um einen arglosen Menschen davor zu bewahren, dass er durch übermäßige Leichtgläubigkeit zum Gefoppten wird. Sie ist aber auch noch aus einem anderen Grunde der Erwähnung wert: Das Maß an Mißbilligung und Spott, denen der Urheber ausgesetzt war, hatte nicht nur die Wirkung, dass seine Zeitgenossen weniger anfällig für Täuschungen wurde; es machte sie auch vorsichtiger, was unbegründete Hypothesen angeht…"
Dieser Kollege, er wird als ein unerträglich hochnäsiger, dilettantischer Professor und Arzt beschrieben, veröffentlichte 1726 eine Arbeit in der er mit blumigen Worten und 21 Bildtafeln verschiedene Fossilien vorstellte, die er auf einem Berg in der Nähe der Stadt gefunden hat. Die Fossilien waren fast alle sehr gut erhalten und zeigten interessante physiologische und anatomische Merkmale: Eidechsen mit Haut, Vögel mit Augen und Schnäbeln, Bienen auf Blüten, Schlangen neben ihrem Gelege, sogar kopulierende Frösche waren dabei - Fossilien also, die in der Form noch nie gefunden worden waren.
Die Besonderheiten erkannte er wohl, zweifelte aber nie an der Echtheit der Stücke. Ein Fehler, wie sich zeigen sollte.
Diese Stücke waren keinesfalls eine „Laune der Natur“ sondern eine arglistige Täuschung zweier Kollegen. Sie stellten die Stücke her und stifteten den Helfer des Opfers dazu an die Stücke im Erdreich zu vergraben bzw. selbst dort zu finden. Diese Erkenntnis wurde erst 1934 im Würzburger Stadtarchiv entdeckt. Als Motiv wurde angegeben: „weil (das Opfer) so hoffärtig seie und sie alle verachtete“.
Falsch ist, dass das Opfer nach der Veröffentlichung durch den Ankauf der gedruckten Exemplare in den Ruin getrieben wurde und bald darauf starb – er war bestimmt gedemütigt und peinlich berührt, hatte aber schon immer Zweifel über die Interpretation. Lassen wir ihn aus dem vorletzten Kapitel seines Buches zu Wort kommen:
"Ich habe meine Bildtafeln absichtlich klugen Männern zur Überprüfung vorgelegt, da ich den Wunsch habe, ihr Urteil zu erfahren, statt mein eigenes in dieser völlig neuen, höchst strittigen Frage zu verkünden. Ich wende mich an die Gelehrten in der Hoffnung, ihre höchst gebildeten Antworten mögen mich belehren (…)"
Er wirkte übrigens weitere 14 Jahre in seiner Position und brachte weitere Bücher heraus. Die Täter blieben vorerst in Amt und Würden, der eine kam einige Jahre später nach Köln um dort eine Professur anzunehmen.
Trotz dieser Episode war unser Opfer ein überzeugter Forscher und verteidigte sein Fachgebiet in seiner blumigen Sprache:
"Sie betreiben (die Paläontologie) mit einem besonderen Zensorenstab und verdammen sie als leere Eitelkeit geistiger Müßiggänger zur Verbannung aus der Geisteswelt. Zu welchen Zweck, so fragen sie, starren wir gebannt mit Auge und Geist auf kleine Steine und Felsfiguren (…), welche wir durch Zufall inmitten des Schlammes und Sandes von Land und Meer finden?"
Nahezu prophetisch schließt er dieses Kapitel:
"Jeder (Paläontologe) wäre (…) in der Lage, mit einem makellosen, dem Busen der Natur entnommenen Stein und einem einzigen Handstreich die riesige Masse von Einwänden und Spott zu Fall zu bringen und der Ehre dieser erhabenen Wissenschaft gegen alle Verleumder die ihr gebührende Geltung zu verschaffen."
Heute lächeln wir über diese Fälschungen, zu Unrecht, denn zu der damaligen Zeit waren sie eine Tragödie für das Verständnis der Natur und der noch jungen Wissenschaft.

Spotts fragt: wer war’s?

1. Wer war’s?
2. Wie werden diese Fälschungen genannt?
3. Wer waren die Täter?
4. Wer war der Grabungshelfer?
5. Welche Professur nahm der eine Täter in Köln an?
6. Wie heisst das Werk des Opfers?
7. Wodurch wurde Parkinson berühmt?
8. Woraus sind die Fälschungen hergestellt? (Steinart und Alter)
9. Welches war sein (vom Opfer) letztes Werk (1738)? (nicht posthum)
10. Auch heute ist sein Name noch in der Fachwelt vertreten, wie? (Zwei Möglichkeiten)

Hinweis:
Die Internetquellen sind sehr unterschiedlich, selbst über das Sterbejahr gibt es unterschiedliche Angaben. Bitte sorfältig recherchieren…

Die Quellenangaben gibt es bei der Auflösung.

Gruss Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mi 8. Apr 2009, 08:43 
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Hier die Lösungen vom letzten Mal:

1. Wer war’s? - Dr. Johann Bartholomäus Adam Beringer (1667-1738)
2. Wie werden diese Fälschungen genannt? Lügensteine, Figurensteine
3. Wer waren die Täter? J. Ignatz Roderick, Prof. der Algebra und Geografie und Georg v. Eckhardt, Uni-Bibliothekar
4. Wer war der Grabungshelfer? Christian Zänger
5. Welche Professur nahm der eine Täter in Köln an? Roderick wurde Prof. der Geschichte (1732)
6. Wie heisst das Werk des Opfers? Lithographiae Wirceburgensis
7. Wodurch wurde Parkinson berühmt? identifizierte die Parkinson’sche Krankheit
8. Woraus sind die Fälschungen hergestellt? (Steinart und Alter) Trias, Muschelkalk
9. Welches war sein (vom Opfer) letztes Werk (1738)? (nicht posthum): Gründlich und richtige Untersuchung deren Kissinger Heyl- und Gesundheitsbrunnen (1738)
10. Auch heute ist sein Name noch in der Fachwelt vertreten, wie? (Zwei Möglichkeiten) Zeitschrift Berengia, gegr. 1989 in Würzburg, und die Beringstrasse



Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Fr 6. Nov 2009, 14:43 
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Hallo Freunde,

hier ist

Frage 5:

Grönland 1930

Besorgt schaut der Forscher auf die eisbedeckte Landschaft. Der Rückweg von der Station steht an und das Jahr ist schon so weit fortgeschritten. Bisher haben die schlechten Eisverhältnisse einen Rückstand von 38 Tagen hinter dem Zeitplan verursacht und die zu früh einsetzenden Eisstürme lassen nichts Gutes vermuten – zu Recht, denn er und sein Begleiter werden den Rückweg nicht überleben.
Seine Karriere war bemerkenswert: Klassenbester, danach das Studium in Physik, Meteorologie und Astronomie. Nach einem Einschlag eines Meteoriten wandte er sich diesem Forschungszweig zu und prognostizierte dass die Mondkrater durch Impakte entstanden sind und dass es auf der Erde auch viele Einschläge geben müsse. Zu der damaligen Zeit eine gewagte Hypothese.
Obwohl er seine Dr.-Arbeit im Bereich der Astronomie verfasste, wandte er sich später anderen Fächern zu: „Weil es in der Astronomie nichts mehr zu erforschen gibt“ wird er später berichten.
Seine Liebe zu Expeditionen wird er sein Leben lang behalten, das Reiseziel Grönland ebenfalls. So wundert es nicht dass er mit einer Expedition die erste Überwinterung im dortigen ewigen Eis durchführte.
Verwundet heimgekehrt aus dem Krieg wandte er sich einem Thema zu das erst viele Jahre später die berechtigte Anerkennung finden wird. Zunächst werden seine Schriften in den Kriegswirren kaum beachtet, danach schroff abgelehnt. Von: „Seine Theorie ist ein wundervoller Traum der Schönheit und Anmut, der Traum eines großen Poeten.“ bis zu Aussagen wie: „Fieberfantasien eines von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“ reichen die Kommentare der Kritiker.
Dennoch gibt er nicht auf seine Theorie zu vertreten, sein Werk darüber wird in vier erweiterten Auflagen veröffentlicht.
„Wenn ich auch nur durch die übereinstimmenden Küstenkonturen darauf gekommen bin, so muß die Beweisführung natürlich von den Beobachtungsergebnissen der Geologie ausgehen.“ schreibt er in einem Brief, und weiter: „Ein Kontinent kann nicht versinken, denn er ist leichter als das, worauf er schwimmt. [...] Warum sollten wir zögern, die alte Anschauung über Bord zu werfen?“
Seine Theorie war eigentlich nicht ganz neu, es gab schon andere Forscher die diese Gedanken vertreten haben, einen Beweis dafür aber auch nicht liefern konnten.
Gerade in Deutschland gab es den größten Widerstand der Experten. Ihm war klar dass er seine Theorie nicht beweisen konnte solange die Ursache davon nicht bekannt war. So ertrug er die Kritiken mit dem Kommentar:
„Die Leute, die so recht darauf pochen, auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und mit Hypothesen durchaus nichts zu tun haben wollen, sitzen doch allemal selbst mit einer falschen Hypothese drin [...]. Hätten sie die […]Theorie schon auf der Schule gelernt, so würden sie sie mit demselben Unverstand in allen, auch den unrichtigen Einzelheiten, ihr ganzes Leben hindurch vertreten, wie jetzt das Absinken von Kontinenten.“
Was er auf seiner letzten Reise erlebt hat ist nicht bekannt. Sein eisiges Grab wurde später gefunden, sein Tagebuch ist verschollen. Dennoch ist seine Theorie inzwischen von der Fachwelt anerkannt und weltweit nachgewiesen worden.
Nach ihm sind Schulen und Forschungsinstitute benannt, eine Stiftung und es gibt sogar zwei Briefmarken über ihn. Für seine Forschungen in der Astronomie benannte man einen Mondkrater nach ihm und auch der Asteroid 29227 trägt seinen Namen.

Spotts fragt:
Wer war’s?

1. Wer ist der beschriebene Forscher?
2. Wie nannte man die Station von wo der er den letzten Rückweg antrat?
3. Welche Ortschaft liegt heute in der Nähe der alten Station?
4. Um wieviel Uhr schlug wo der Meteor ein der ihn zu der Impaktforschung leitete?
5. Um welche geologische Theorie handelt es sich?
6. Welche Verbindung bestand zwischen ihm und dem heutigen Dalai Lama?
7. Es gibt eine Gedenkstätte für ihn in Deutschland – wo?
8. In welchem Zusammenhang steht das Haus mit dem Forscher? (Nicht weil es eine Gedenkstätte ist!)
9. Wie lautete seine Adresse von 1908 – 1909? (mit heutiger Postleitzahl)
10. Nach dem ersten Weltkrieg übernimmt er zwei Vorstandsposten in Norddeutschland. Welche?

Antworten bitte per PM!

Gruss
Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Mo 5. Jul 2010, 15:14 
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Ich habe noch gar nicht die Antworten eingestellt. Hier sind sie:

Fragen:
1. Wer ist der beschriebene Forscher?
2. Wie nannte man die Station von wo der er den letzten Rückweg antrat?
3. Welche Ortschaft liegt heute in der Nähe der alten Station?
4. Um wieviel Uhr schlug wo der Meteor ein der ihn zu der Impaktforschung leitete?
5. Um welche geologische Theorie handelt es sich?
6. Welche Verbindung bestand zwischen ihm und dem heutigen Dalai Lama?
7. Es gibt eine Gedenkstätte für ihn in Deutschland – wo?
8. In welchem Zusammenhang steht das Haus mit dem Forscher? (Nicht weil es eine Gedenkstätte ist!)
9. Wie lautete seine Adresse von 1908 – 1909? (mit heutiger Postleitzahl)
10. Nach dem ersten Weltkrieg übernimmt er zwei Vorstandsposten in Norddeutschland. Welche?

Antworten:
1. Alfred Wegener.
2. Zentrale Firnstation / Eismitte.
3. Ittoqqortoormiit
4. am 3. April 1916 um 15:30 in Rommershausen /Treysa.
5. Verschiebung der Erdplatten.
6. Seine Tochter Lotte heiratete den bekannten Bergsteiger Heinrich Harrer, der in den 50’ ger Jahren zu den Vertrauten des Dalai Lamas zählte. (Filmtip: Sieben Jahre in Tibet)
7. Alfred Wegener Gedenkstätte, 16831 Zechlinerhütte
8. Es war der Landsitz seiner Großeltern
9. Georg-Wilhelm-Sraße 20, 10711 Berlin
10. Dort wird er Vorstand für die "Meteorologische Abteilung und Drachenstation" und an der "Meteorologischen Versuchsanstalt Großborstel" der deutschen Seewarte.

Es wird demnächst wieder Rätsel geben...

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: QUIZ: Spotts fragt: wer war's?
BeitragVerfasst: Do 5. Mai 2011, 14:43 
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Hallo zusammen,

auf ein Neues....

Frage 6

England, um 1760

Die Kutschen fahren durch die mondhelle Nacht. Die Teilnehmer der Organisation fahren nach ihrem monatlichen Treffen nach Hause. Nicht dass es eine geheime oder verschwörerische Vereinigung wäre, ganz im Gegenteil. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Wissenschaftlern die den Fortschritt vorantreiben wollen. Die Heimfahrt beim Licht des Vollmonds soll nur die Rückfahrt erleichtern obwohl sich der Name der Vereinigung daran schon orientiert. Einer von ihnen, ein wortkarger Schotte für Geräte mit Dampfantrieb, wird in einigen Jahren mit seiner Erfindung England in das Industriezeitalter bringen.
Unser Forscher wird in der Kutsche hin und her geworfen. Dabei hat er es noch relativ bequem: eigenhändig hat er Stoßdämpfer für seine Kutsche entwickelt. Reiner Selbstzweck, denn nach der Wissenschaft ist die Einnahme von Nahrung für den beleibten Forscher seine zweite Lebensaufgabe.
Seine Tätigkeiten als Artzt und seine Offenheit gegenüber technischen Neuerungen verhalfen ihm zu einer gewissen Bekanntheit. „Alles interessiert ihn, nur die Religion nicht“ wird er zitiert.
Zwei Ehen und einige Liebschaften schufen insgesamt 14 Nachkommen, fast alles Wissenschaftler, einer seiner Enkel wird später mit einem seiner Bücher die Welt verändern
Auch wird er als „der erste und originellste Literat Europas“ bezeichnet, schrieb er eine die in Vergessenheit geratene Art von wissenschaftlicher Poesie in der der technische Fortschritt mit romantischen Tönen beschrieben wird.
Sein wissenschaftliches Buch über seinen botanischen Garten begründet seinen schriftstellerischen Ruhm, sein zweites Buch über die Gesetze des organischen Lebens sicherte ihm einen Platz in der Geschichte der Biologie. Linné glaubte noch an die Erschaffung der Welt durch Gott, doch der bekennende Atheist sucht bereits nach wissenschaftlichen Erklärungen für die Lebensformen.
Dieses Buch ist auch ein Meilenstein in der Medizin, obwohl er dort u.a. Lähmung und Lachen als eine Krankheit des Willens und die Entzündung des Rippenfells und die Trunkenheit als Krankheit der Assoziation bezeichnet. Weiterhin beschreibt er die Krankheiten Desiderium pulchritudinis und Orsi timor.
Im Abschnitt 39 seines Buches kommt er zu der Aussage dass: „alle Thiere einen ähnlichen Ursprung haben (...). Und daß daher, das was Linné in Rücksicht der vegetabilischen Welt vermuthet hat, auch in Rücksicht der großen Mannigfaltigkeiten von Thierarten (...) nicht unmöglich ist.“ Diese Idee wird sein Enkel übernehmen, den Titel des Buches allerdings nicht, und auf ein gesichertes wissenschaftiches Fundament stellen mit der er sich schon bald viele Feinde schaffen wird.
Im Jahre 1798 wurden die Mitglieder und Sympathisanten der so revolutionären wissenschaftlichen Organisation in alle Winde verstreut. Sein Freund und Mediziner wanderte aus nachdem sein Haus niedergebrannt wurde und schloss sich in Übersee einer neuen Wissenschaftgemeinde an die bald der restlichen Welt ihren Stil und ihre Werte aufdrängen sollte.
Dies allerdings bekam unser Forscher nicht mehr mit, er stirbt 1802 friedlich in seinem Bett an einer Lungenentzündung.

Spotts fragt:

1. wer war`s?
2. wie nannte sich die illustre Gesellschaft?
3. Wie heißt sein zweites Buch im Original?
4. wer ist der wortkarge Forscher auf dem Gebiet der Technik mit Wasserdampf?
5. Wer ist sein (von unserem Forscher) so berühmter Enkel?
6. Um welche Krankheiten handelt es sich bei desiderium pulchritudinis und Orsi timor?
7. Es gibt eine Gedenkstätte in dem Ort wo er als Arzt tätig war. Adresse?
8. Für welche Organisation diente diese Vereinigung in Frankreich als Vorbild?
9. Woraus entstand seiner Meinung nach das Leben auf der Erde?
10. Wo/bei wem hat sich die Organisation meistens getroffen?

Gruss
Helge


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