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 Betreff des Beitrags: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Do 12. Nov 2009, 22:23 
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Aktionsbündnis ,,Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" Pressemitteilung 12/09 vom 10. November 2009

Zitat:
Unterstützung der Bundestags-Petition „Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen“

Das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ begrüßt und unterstützt die von Lars Fischer angestoßene Initiative „Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen“, die als Petition in den Deutschen Bundestag eingebracht wurde. In der Begründung wird zu Recht angemahnt, dass in unserem gegenwärtigen Publikationssystem etwas nicht stimmt, wenn der Zugriff auf das in öffentlichen Umgebungen und mit Steuergeldern erstellte Wissen überwiegend kostenpflichtig ist und wenn viele Bürgerinnen und Bürger von der Nutzung dadurch ausgeschlossen werden.

Das Aktionsbündnis hat zusammen mit vielen anderen Wissenschaftsorganisationen seit Jahren darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber auch im Urheberrecht den Erwartungen der Öffentlichkeit Rechnung tragen muss. Er darf, auch aus wirtschaftlichen Gründen, nicht länger bevorzugt die kommerzielle Verwertung von öffentlich produziertem Wissen schützen, sondern muss stärker dem Gemeinwohlinteresse Rechnung tragen. „Wissenschaftliche Publikationen“, so fordert es die Petition zu Recht, müssen „allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein“.

Das Justizministerium der vorangegangenen Bundesregierung hatte sich bis zuletzt geweigert, der weltweiten Tendenz zugunsten Open Access auch in der Gesetzgebung durch die Verankerung eines Zweitverwertungsrechts für Autoren Rechnung zu tragen,. Auch konstruktive Vorschläge des Bundesrats (vor allem mit Blick auf § 38 UrhG), basierend auf gründlich durchdachten Vorschlägen aus der Wissenschaft, wurden zurückgewiesen. Das sollte die neue Bundesregierung besser machen können.

Offenbar aber sind Argumente allein nicht ausreichend. Daher hofft das Aktionsbündnis, dass die jetzige Petition, sozusagen aus der Basis, breiten Widerhall finden wird. Es ist den Bürgerinnen und Bürger nicht plausibel zu machen bzw. wird von ihnen nicht als fair verstanden, dass sie mehrfach für etwas bezahlen müssen, was im Grund ihnen allen gehört. Öffentlich produziertes Wissen muss als Grundregel allen gehören und allen frei nutzbar sein. Die kommerzielle Verwertung von Wissen sollte nur die jeweils zu rechtfertigende Ausnahme sein, zu rechtfertigen vielleicht durch erhebliche Mehrwertwertleistungen. Das Wissen bzw. die auf Wissen beruhenden Werke müssen frei, unter Wahrung aller Persönlichkeitsrechte der Urheber, zugänglich sein.

Das Aktionsbündnis erinnert an die Koalitionsvereinbarung, dass die Beratungen zum Dritten Korb, also der dritten Reform des Urheberrechts, „zügig“ aufgenommen werden sollen. Dieser Korb sollte ein Bildungs- und Wissenschaftskorb sein. So hatte es der damalige Bundestag beschlossen. Bildung und Wissenschaft wollen sich nicht länger mit völlig unzureichenden und eher sogar schädlichen Ausnahmeregelungen zufrieden geben.

Wenn die Wissenschaft sich schwer tut, selber auf die „Barrikaden“ zu gehen, so sind vielleicht die Bürgerinnen und Bürger weniger zimperlich. Diese Petition kann ein erster wichtiger Schritt werden, das Recht aller an einem freien Zugang zu dem Allgemeingut Wissen einzufordern. Das Aktionsbündnis legt es allen Unterzeichnern der Göttinger Erklärung (http://www.urheberrechtsbuendnis.de/) nahe, die Petition zu unterzeichnen. Dabei weisen wir auch auf das gerade erschienene Papier „Positionen, Prozesse, Perspektiven“ zu Open Access der Allianz der Wissenschaftsorganisationen hin (http://www.allianz-initiative.de/filead ... access.pdf).

Weitere Informationen über bundeszentrale@urhg-bildung-wissenschaft.de, von der Website des Aktionsbündnisses oder über das Projekt IUWIS – Infrastruktur Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft

Prof. Dr. Rainer Kuhlen
Sprecher des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“

Das Aktionsbündnis ,,Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" (http://www.urheberrechtsbuendnis.de/) wurde 2004 im Zusammenhang mit der Novellierung der Urheberrechtsgesetzgebung in Deutschland gegründet. Das Aktionsbündnis setzt sich für ein ausgewogenes Urheberrecht ein und fordert für alle, die zum Zweck von Bildung und Wissenschaft im öffentlichen Raum tätig sind, den freien Zugang zur weltweiten Information zu jeder Zeit von jedem Ort. Grundlage des Aktionsbündnisses ist die Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft vom 5. Juli 2004. Diese Erklärung wurde unterzeichnet von sechs Mitgliedern der Allianz der Wissenschaftsorganisationen (Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V., Hochschulrektorenkonferenz, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und Wissenschaftsrat), von über 365 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Informationseinrichtungen und Verbänden sowie von mehr als 7.000 Einzelpersönlichkeiten. Sprecher des Aktionsbündnis sind Prof. Dr. Kuhlen (Konstanz), Dr. Müller (Heidelberg), Dr. Sepp (Kassel). Weitere Informationen über Nachfrage an: rainer.kuhlen at uni-konstanz.de, hmueller at mpil.de und sepp at physik.uni-kassel.de.

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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 00:25 
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Ich habe den Beitrag verschoben. Er ist m.E. wichtig und passt besser in dieses Unterforum als in den "Chat"

Persönliche Bemerkung:
Ich habe mich schon öfters geärgert, dass ich als Laie im außeruniversitären Bereich bei Recherchen an Hände aufhaltende Raubritter gerate. Ja Raubritter - wieso dürfen sich privatwirtschaftliche Verlage an Publikationen bereichern, die ich zu einem erheblichen Teil mit meinen Steuern finanziere?

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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 10:57 
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Bei einem öffentlichen Vortrag in Bonn vertrat Prof. William Martin (Botanik, Uni Düsseldorf) ebenfalls die Ansicht, dass die Öffentlichkeit ein Anrecht auf freien Zugang zu zu Forschungsergebnissen haben sollte, di mit öffentlichen Mitteln ermöglicht wurden. Aus diesem Grund stellt Prof. Martin alle seine Veröffentlichungen frei zugänglich ins Web. Beim Vortrag gab’s dazu seinen Kommentar "Die Verlage sehen das nicht gern."

Zum Vortrag in Bonn - siehe hier.

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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 14:51 
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tepui hat geschrieben:
wieso dürfen sich privatwirtschaftliche Verlage an Publikationen bereichern, die ich zu einem erheblichen Teil mit meinen Steuern finanziere?


Nichts gegen die open-access-Idee - sollte man in der Tat fördern. Aber was die Publikationspraxis angeht, ist obige Frage (bitte nicht übelnehmen 8) ) ein wenig naiv: Eigentlich profitieren alle von open access - warum hat sich diese Praxis dann noch nicht längst durchgesetzt? Insbesondere bei den "Generatoren" der Forschungsergebnisse, den Universitäten? (Mal abgesehen davon, dass eine praktische Möglichkeit in der Realität - vulgo: Internet - erst seit kurzem besteht?) Wer zwingt denn die armen Professoren, ihre Ergebnisse in Form von Publikationen in teuren Journalen zu veröffentlichen? Hab ich da in den zehn Lebensjahren, die ich an einer deutschen Universität verbracht habe (hier fehlt der Methusalem-Smilie), etwas übersehen? Etwa eine Geheimgesellschaft der wissenschaftlichen Verleger Deutschlands :evil: , die alle akademischen Arbeiter erpreßt :evil: ?

Abgesehen davon: Gefördert wird die Forschungsarbeit; die Publikationskosten tragen die Verlage. Du finanzierst also die Forschung, nicht die Publikation (ich habe zumindest noch nie davon gehört, dass die wissenschaftlichen Verlage Deutschlands bzw. der Welt aus deutschen Steuermitteln subventioniert werden... :wink: ) Und wenn Du der Meinung bist, dass alles veröffentlicht gehört, was mit Steuermitteln finanziert wird - viel Spaß bei der Suche nach der Informationsstecknadel im Heuhaufen nutzlosen Hintergrundrauschens :lol:

Open access ist gut und schön und richtig. Und über eine Aktualisierung des Urheberrechts kann und sollte man reden. Aber mich stört die legere Art, mit der hier mal eben so eine bestimmte Gruppe - die Verleger - als Feindbild aufgebaut werden. :robinhood:


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 15:02 
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Zitat:
Abgesehen davon: Gefördert wird die Forschungsarbeit; die Publikationskosten tragen die Verlage. Du finanzierst also die Forschung, nicht die Publikation (ich habe zumindest noch nie davon gehört, dass die wissenschaftlichen Verlage Deutschlands bzw. der Welt aus deutschen Steuermitteln subventioniert werden... :wink: )


Wie man es nimmt. Die Forschung wird mit Steuermitteln finanziert. Die Publikation aber auch. Hast du dir mal die Preise für ein handelsübliches wissenschaftliches Journal angesehen? Und die Preissteigerungen pro Jahr? Ich habe lange in einer Bibliothek ausgeholfen. Die sind teilweise mehreren 1000 € pro Jahr und da bedeuten Steigerungen von 30 % einiges. Wir mussten regelmäßig gute, sprich wichtige Zeitschriften abbestellen.

Vielleicht kennst du ja das Geheimnis, warum die Dinger so viel kosteten und immer teurer wurden. Die Redaktionsarbeit kann es jedenfalls wohl kaum sein. Das Editorial Board ist fast ausschliesslich ehrenamtlich, ebenso das Reviewing.

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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 15:07 
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Wenn ich als Privatperson einen einzelnen Fachartikel als PDF downloaden will, verlangen die meisten Verlage dafür 15 bis 35 US-DOllar, pro Artikel! Ich bin nicht dagegen, dass die Verlage Geld machen, sie sollen auch etwas für die weite Verbreitung der Artikel bekommen, aber solche horrenden Preise pro Einzelartikel finde ich unverschämt. Hätte ich nicht über meine UNI Zugang zu diesen Journalen, es wäre mir rein kostenmäßig nicht möglich, mir ein Bild des Forschungsstandes zu machen.

Bei Printveröffentlichungen kann ich solche Preise ja verstehen, aber als PDF?! Die Society of Geology Applied to Mineral Deposits (SGA) bietet PDF-Dokumente auf ihrer Website zum download von 3 US-Dollar an, immer noch teuer, aber so langsam in der Größenordnung, dass sich auch Otto-Normal-Interessierte und Laien eine bescheidene Bandbreite an Fachliteratur zulegen könnten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 13. Nov 2009, 15:10 
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@Gunnar: Dass die wissenschaftlichen Publikationen für die Verlage lange Zeit so etwas wie eine Sinekure darstellten, leugne ich auch gar nicht. Und es ist klar, dass dies einen "marktwirtschaftlichen Exzeß" darstellt.

Aber dennoch: Warum findet die open access-Idee zwar viel Wohlwollen, löst aber keinen ungebrochenen Begeisterungssturm aus? Ja, warum hat sie das Modell des "konventionellen" Verlegers nicht mit brachialer Marktmacht in den Orkus der Geschichte geschwemmt? Warum gieren die Wissenschaftler immer noch nach Publikationen in "Nature", "Science" und ähnlichen Organen?

Eine gute Idee ist noch nicht notwendigerweise eine Grundlage für eine Revolution.


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2009, 21:13 
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Coesit hat geschrieben:
Aber dennoch: Warum findet die open access-Idee zwar viel Wohlwollen, löst aber keinen ungebrochenen Begeisterungssturm aus? Ja, warum hat sie das Modell des "konventionellen" Verlegers nicht mit brachialer Marktmacht in den Orkus der Geschichte geschwemmt? Warum gieren die Wissenschaftler immer noch nach Publikationen in "Nature", "Science" und ähnlichen Organen?
o.ä.

Meine Überlegungen gehen in eine ähnliche Richtung. Die Petition ist zwar unterstützenswert, ich verstehe aber nicht, wie das ganze umgesetzt werden soll. Nehmen wir mal an ich publiziere Daten, die über öffentlich Förderung finanziert wurden, in Journals die nicht öffentlich zugänglich sind. Geology ändert doch nicht seine Zugriffsrechte, weil Deutschland entscheidet, dass alle wissenschafltichen Publikation für jedermann frei zugängllich sind. Ich stelle mir es eher so vor, dass von der DFG Forschungsberichte mit den wichtigsten Ergebnissen eingefordert werden und diese dann online gestellt werden können (insofern das nicht ohnehin schon umgesetzt wird).

Darüberhinaus gibt es gute open access journals wie z.B. geologica polonica acta, die auch "impact" haben und wohl auch durch das openaccess-Konzept noch an Bedeutung gewinnen werden. Ich denke das dauert halt noch ein Weilchen.

Das mit nature und science stimmt natürlich. Leider werden Akademiker genau daran gemessen. Da müssen wohl noch grössere Hürden genommen werden...


Zuletzt geändert von schmunda am Fr 29. Jan 2010, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Do 28. Jan 2010, 21:58 
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Ich verstehe auch die Autoren nicht. Es ist heute Standard, dass Wissenschaftler eine ordentliche Website produzieren (lassen), die Publikationsliste gehört doch dazu wie das Foto. Könnten diese Damen und Herren nicht einfach ihre Zeitschriftenaufsätze (zumindest die ganz wichtigen) online zur Verfügung stellen? Falls die Verlage etwas dagegen haben, ließe sich doch eine Schonfrist vereinbaren wie: ein halbes Jahr (z.B.) nach Erscheinen darf der Artikel im www auftauchen. So wäre allen geholfen, die zeitgemäße Öffentlichkeit hergestellt und niemand geschädigt.

Freundl. Gruß
Lias


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition „Wissenschaft und Forschung - Open Acess"
BeitragVerfasst: Fr 29. Jan 2010, 09:54 
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Lias hat geschrieben:
Ich verstehe auch die Autoren nicht. Es ist heute Standard, dass Wissenschaftler eine ordentliche Website produzieren (lassen), die Publikationsliste gehört doch dazu wie das Foto. Könnten diese Damen und Herren nicht einfach ihre Zeitschriftenaufsätze (zumindest die ganz wichtigen) online zur Verfügung stellen? Falls die Verlage etwas dagegen haben, ließe sich doch eine Schonfrist vereinbaren wie: ein halbes Jahr (z.B.) nach Erscheinen darf der Artikel im www auftauchen. So wäre allen geholfen, die zeitgemäße Öffentlichkeit hergestellt und niemand geschädigt.

Freundl. Gruß
Lias


Ich glaube nicht dass man da was "vereinbaren" kann. Verlage haben in der Regel ihre Bestimmungen, fertig aus. Es scheint aber Grauzonen zu geben. Ich stosse bspw. immer wieder auf Mitarbeiterseiten, die ohne grosse Bauchschmerzen pdf's von Fachpuplikation 1:1 zum Download bereitstellen unter dem Hinweis, dass diese nur für den unkommerziellen Gebrauch heruntergeladen werden dürfen. Das ist zwar gut aber meiner Meinung nach nützt dass dem interessierten Laienpublikum (wie den deutschen Steuerzahlern, die die DFG finanzieren) recht wenig. Ich denke am einfachsten wird es sein, wenn die öffentlich geförderten Wissenschaflter einfach ihre Forschungsberichte (die man so oder so schreiben muss für die DFG) in einem Forschungsportal zugänglich machen. So sind die Ergebnisse für jeden einzusehen und Links auf die entsprechenden Publikationen und E-mail-adressen der Forschenden lassen sich ohne grosse Verenkungen dort einfügen.


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