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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2003, 12:45 
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In den Versuchen haben sie in 570 Stunden bei knapp 850 °C an einem Bohrkern rund 40% Schmelze erzeugt. Sollte eigentlich ausreichen. Die Abkühlung würde wohl so langam erfolgen, woe die Abfälle auch abkühlen, also vielleicht in etlichen Jahren.

Gunnar

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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2003, 13:52 
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also produzieren die abfälle 850 ° C an wärme? :shock:

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BeitragVerfasst: Do 30. Okt 2003, 22:01 
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Es wird von einer Aufheizzeit von 50 bis 60 tagen und einer Abkühlzeit von rund 2,5 Jahren ausgegangen

Gunnar

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BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2003, 14:13 
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hmmmmmm... bin trotzdem skeptisch... :roll: :wink:

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BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2003, 14:37 
Naja, ich halte die Sache zumindest für bedenkenswert. Die bisherigen Vorschläge mit Tongruben und Salzstöcken sind ja auch nicht übermäßig überzeugend. Und in 4-5 km Tiefe wäre das Zeugs wenigstens nicht so nah am Grundwasser. Dürfte aber wohl um einiges teuerer werden als so manche andere Lagerung.

:?

Gunnar


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BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2003, 14:48 
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hmmm... und was ist mit geothermie? ich meine, wer weiß schon wie weit das radioaktive zeugs da unten durch tiefenwässer zirkuliert?

immerhin wird auch in europa immer mehr über die nutzung von geothermischer energie nachgedacht... :roll:

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BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2003, 16:46 
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hard-rocker
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Ein guter Hinweis. Ich würde jedenfalls nicht unbedingt im selben Granit ein Endlager und ein geothermisches Kraftwerk betreiben.

Man müsste die Mobilität der Stoffe unter den dortigen Bedingungen überprüfen. Andererseits dürfte der Müll wohl bei erfolgreicher Einkapselung durch granitische Schmelze recht gut von der Umwelt getrennt sein. Besser sicherlich als in Tongruben oder Salzstöcken.

Gunnar, sich diesmal einloggend

:shock:

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BeitragVerfasst: Fr 31. Okt 2003, 16:59 
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dann muß ich mich jetzt mit meiner argumentation wohl vorerst geschlagen geben... :silly:

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 Betreff des Beitrags: Gorleben
BeitragVerfasst: Mo 26. Apr 2004, 16:36 
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Also ich fahre im Mai in Gorleben ein.
Da werde ich ja sicher den aktuellen Stand - Endlager-Chancen oder nicht - erfahren.

Ich sag's euch, wenn's was neues gibt :wink:

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Viele Grüße, GeoBerg.

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BeitragVerfasst: Mi 16. Jun 2004, 19:01 
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hard-rocker
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Ich habe den Stand über Granite als Endlager mal zusammengefasst:

Granite als Endlager für radioaktive Abfälle?


Eines der Hauptprobleme bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle, neben der Strahlung, ist die Wärmeproduktion. Darum müssen sowohl die Behälter als auch die Umgebung der Wärme über einen langen Zeitraum stand halten. Um die Wärmeproduktion in überschaubaren Maßen zu halten, werden meist relativ kleine Mengen des radioaktiven Abfalls in großen Behältern verpackt und bei der unterirdischen Endlagerung in sehr großen Volumen an Gesteinsmaterial untergebracht. Hierbei werden oftmals immer noch Temperaturen über 150 °C frei, wodurch die Ansprüche an die Belastbarkeit des Verpackungsmaterials sehr hoch sind. Weil einige der sehr aktiven Wärmeproduzenten wie 134Cs, 137Cs oder 90Sr nur eine kurze Halbwertszeit haben, kann die Erwärmung der Behältnisse durch eine Zwischenlagerung für einige Jahre verringert werden. Allerdings gehören manche der hitzeentwickelnden Nuklide auch zu den Nukliden mit sehr langen Halbwertszeiten. Das bedeutet, dass die Abfälle auch für eine sehr lange Zeit, gewöhnlich einige 100 000 bis Millionen Jahre, sicher von der Biosphäre ferngehalten werden müssen. Ein Zeitraum, über den wir heute noch keinerlei verlässliche Aussagen machen können.
Etwas einfacher würde die Endlagerung von z.B. abgebrannten Brennstäben, wenn man die gefährlichen langlebigen wärmeproduzierenden Nuklide vom Rest der Abfälle abtrennen könnte. So ließe sich Uran in Form von UO2 relativ problemlos lagern, auch wenn Uran selber radioaktiv und langlebig ist. UO2, als Mineral Uraninit bzw. als Pechblende bekannt, ist sehr wenig wasserlöslich, wie man an verschiedenen Uranlagerstätten wie der von Oklo / Gabun, sieht, und damit selbst in geologischen Zeitmaßen als immobil anzusehen.
Um die langlebigen wärmeproduzierenden Nuklide sicher zu lagern, schlug Fergus Gibb von der Universität Sheffield (Geological Soc. London Journal, v. 157, p. 27 – 36.) ein 4-5 km tiefes Bohrloch in kontinentaler Kruste vor. Hier sei der Abfall fern von jeglichem bodennahem Grundwasser und das für eine ausreichend lange Zeit. Dabei sollte die durch die Radioaktivität der Abfälle produzierte Wärme einen Teil des umgebenden Granits zum Schmelzen bringen, um das Bohrloch sicher zu versiegeln. Die Frage dabei war nur; Würde die Wärme durch die Nuklide ausreichen, um genügend Granit aufzuschmelzen? Würden die Behälter mit dem Abfall diese Wärmeentwicklung überstehen? Und schließlich: Würde die Schmelze bei abnehmender Wärmeproduktion wieder auskristallisieren, um den Abfall zu versiegeln? Gibb nahm an, das es rund 60 bis 70 Tage dauern würde, bis das umgebende Gestein eine Temperatur von 850 °C erreicht. In den folgenden rund 2,5 Jahren würde die Temperatur von 850 auf gut 600 °C abkühlen.

Bislang konnte die Zeit, die eine granitische Schmelze benötigt um zu kristallisieren, nur abgeschätzt werden. Daher wurden jetzt von Gibb zusammen mit Philipp Attrill, Schmelz- und Abkühlversuche an einem Granitpulver unter einem Druck von 0,15 GPa vorgenommen, wie er in etwa einer Tiefe von 4 bis 5 km entspricht (Geology, v. 31, p. 657 – 660). Dabei hat sich gezeigt, das die Aufschmelzung bereits ab 700 °C beginnt. Wurde das Gesteinspulver rund 570 Stunden auf 800 °C erhitzt, schmolzen 60 Vol% des Gesteins. Bei einem soliden Bohrkern aus dem selben Granit wurden unter diesen Bedingungen nur 40 Vol% aufgeschmolzen. Die äußere Schicht des Bohrkernes schmolz und die Schmelze drang teilweise in das Gestein ein. Dieses Eindringen der Schmelze im Zeitrahmen des Experiments ist von einiger Bedeutung. Beim Abkühlen nutzt die Schmelze die dort vorhandenen Kristalle als Keime und versiegelt kleine Spalten fest. Das würde die Abfälle zuverlässig von der Umgebung abschließen. Bislang nahm man an, das die Schmelze eine spröde glasartige Schicht bilden würde, was nicht als ideal angesehen wurde. Die auskristallisierte Schmelze bildet jedoch eine sehr widerstandsfähige Schicht.
Die Temperatur der Kristallisierung ist tiefer als die der Aufschmelzung und ist vom Wassergehalt der Schmelze und der Abkühlungsgeschwindigkeit abhängig. Bei Abkühlung vom 0,1 ° pro Stunde und 1,5 Gew% Wassergehalt der Schmelze erfolgte die endgültige Erstarrung bei 640 °C und bei 2,5 Gew% Wasser sogar erst bei 560°C.

Demnach, so schließen Gibb & Attrill, stellen Granite durchaus eine sichere Alternative zur Endlagerung hitzeproduzierender und langlebiger radioaktiver Abfälle dar. Sie lassen sich bei Temperaturen unter 1000°C aufschmelzen und diese Schmelze dringt in die feinen Risse des Gesteins ein um es anschließend zu versiegeln. Gegebenenfalls kann sowohl die Aufschmelzung als vor allem auch die Abkühlung durch eine elektrische Heizvorrichtung im Bohrloch kontrolliert und gesteuert werden.

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Gunnar

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 Betreff des Beitrags: Re: Radioaktive Endlager
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2005, 04:12 
Gea hat geschrieben:
.. dass Gorleben als Endlager für radioaktive Abfälle aus dem Rennen ist. Weiss da jemand mehr?

Ist nicht aus dem Rennen, des sgte ein Geologe der da mit uns eine Führung untertage gemacht hat. Salz ist gut für Stark radioaktive Abfälle aber nicht geeignet für die lagerung SCHWACH UND STARK strahlender Abfälle da das so währ "Wenn man Feuerwergskörper im Bakofen lagert" . Die schwach strahlenden haben ja meist einen höhen Organischen anteil (Kittel, Handschuhe....) das würde CO2 freisetzen und könnte so zimlich jedes Gestein sprengen. Da ist Salz noch recht gut da es fließen kann.
Zur Zeit wird POLITISCH EIN !! Lager gesucht das innerhalb einer "Geologischenformation, innerhalb Deutschlands liegt".
Es gibt noch viele andere Vorschläge der Kommision, die zur Standortfindung eingesetzt wurde doch ist das meiste nicht Politischkorekt oder zu Teuer.
_______________

Admin: wäre doch nett einen Beitrag mit seinem Namen zu unterschreiben oder oben einen Usernamen einzugeben... oder hat da jemand vergessen sich einzuloggen? :wink:


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 Betreff des Beitrags: Salz...
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2005, 21:01 
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Wohnort: Freiberg
Salz ist ein sehr umstrittenes Endlager-Material.
Zum Beispiel ist bekannt, dass Salz bei höheren Temperaturen spröde und nicht duktil reagiert. Es gibt (ich glaub im Werra-Fulda-Revier) Basaltintrusionen in der Nähe von Salzlagerstätten, die das Salz zerklüftet haben (durch die Wärme). Das heißt, bei solchen Intrusionsvorgängen im Bereich von Salzlagerstätten ist Vorsicht geboten beim Anlegen eines möglichen Endlagers...

Ciao, Lutz.

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Viele Grüße, GeoBerg.

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BeitragVerfasst: Di 4. Apr 2006, 23:38 
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Würde sich das Salz nicht selbst heilen? Es dürfte doch wieder fliessen, sobald es abkühlt? Die Struktur sollte sich bei Hitze doch nicht so gravierend ändern, oder bedenke ich da etwas nicht? Verhält sich ein Salzstock nicht ähnlich wie ein Ton, was die Plastizität angeht?
Tone haben ja ein gewisses Selbstheilungsvermögen beim Quellen, behalten dort aber Sollbruchstellen, wenn ich mich richtig erinnere?
Weiss jemand mehr?

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BeitragVerfasst: Do 6. Apr 2006, 07:52 
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Naja, wenn ich mir so vorstelle wie der Müll in so einem Salzstock anfängt sich mit dem plastischen Salz zu bewegen, mal ganz abgesehen von den Torsionskräften die da wirken (von Salzkorrosion ganz zu schweigen) dann wird glaub ich nicht nur mir mulmig... :shock:


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BeitragVerfasst: Do 6. Apr 2006, 21:48 
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Bin im Moment eher der Meinung, dass ein Endlager in kristallinem Gestein noch die beste Lösung ist, zumindest für wärmeentwickelnde Stoffe. Die Abfälle die keine Wärme entwickeln, können ja immer noch im Salzstock gelagert werden...

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