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 Betreff des Beitrags: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: Do 21. Mai 2009, 20:11 
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Do 21. Mai 2009, 19:46
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Hallo zusammen,
bin gerade auf der Suche nach Beiträgen, die sich mit „Tau“ befassen. Finde aber keine Antwort auf mein Problem. Möglicherweise kann mir ja hier jemand weiterhelfen!? Ich bin auch auf der Suche nach einer simplen und billigen Methode Tau zu nutzen. Zur Zeit versuche ich ein günstiges Verfahren zur Anpflanzung von Energieholz (speziell Weiden) zu entwickeln. Hauptproblem hier ist aber die Wasserversorgung, gerade im ersten Jahr. Bei einer etwas längeren Trockenperiode (mit denen wir in Brandenburg künftig verstärkt rechnen müssen) ist alles ganz schnell hin. Auf meiner Versuchsfläche (saftige Wiese) ist das Gras am Morgen immer schön feucht, verbraucht aber natürlich auch Wasser, so dass für die Stecklinge nicht wirklich etwas übrig bleibt. Ich stelle mir künftig vor Pflanzgräben zu ziehen, kurze Stecklinge einzulegen und mit etwas Erde zu bedecken. Also umgekehrt wie beim Spargelanbau. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Nachtfeuchtigkeit auskondensieren zu lassen und zum Steckling zu leiten. Dabei dachte ich schon an Folien, an denen die Feuchtigkeit ausfällt und in Richtung Mulde (zum Steckling) fließt. Allerdings weiß ich nicht, ob das überhaupt so funktioniert. Irgendwann müsste dann die Folie ja auch wieder raus ohne die Pflanzen zu beschädigen. Außerdem bin ich auch nicht wirklich dafür Kunststoffe auf Landwirtschaftsflächen auszubringen. Oder die Steckhölzer statt mit Erde mit einem anderen Material abzudecken (ca. 20 – 40 mm hoch), an dem die Luftfeuchtigkeit auskondensieren und in den Boden geleitet werden kann. Hat hierzu vielleicht jemand eine Idee, wie man so etwas ökologisch und ökonomisch umzusetzen kann? Außerdem weiß ich auch über die Taubildung nur, dass gesättigte Luft an kühleren Materialien das Wasser auskondensieren lässt – also laienhaft gesprochen. Bin für jeden Hinweis sehr dankbar. Manchmal steckt man geistig in der Sackgasse und verschließt den Kopf für andere Wege – da bin ich derzeit! Danke schon im Voraus.
Ach ja, da ich nicht weiß, ob mein Beitrag hier richtig ist, werde ich meine Frage in anderen Rubriken auch noch stellen. Hoffe, dass damit niemand ein Problem hat. Danke noch mal!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: Mo 25. Mai 2009, 09:50 
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Fr 16. Feb 2007, 19:08
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Es gibt Methoden Luftzfeuchte zur Bewässeung zu benutzen. Beim Weinanbau auf der Kanaren-Insel Lanzarote benutzt man poröses dunkles Lavagestein. Die Luftfeuchte wird durch den Passat herangeführt. An den Küsten der Nebelwüsten hat man Versuche mit segelartig aufgespannten feinmaschigen Kunststoffnetzen gemacht. Hier dienen die nächtlichen Nebel als Quelle des Wassers.

Beide Beispielen gemeinsam ist die Nähe zum Meer, über das ganze Jahr recht einheitliche Windverhältnisse und die Bewässerung von Pflanzen, die ein größeres Maß an Trochkenheit vertragen. All das ist in Deinem Fall nicht gegeben. Ich würde die Überlegungen Richtung Tau fallenlassen und mich eher darauf konzentrieren durch geignete Bodenbearbeitungsweisen einen feuchtigkeitshaltenden Boden zu fördern. Die Anlage von Zisternen könnte helfen Trockenphasen durch Bewässerung zu überbrücken. Genug Regen wird es auch in Zukunft - Klimawandel hin, Klimawandel her - in unseren Breiten geben.

_________________
Gruß,
    tepui

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: Fr 12. Jun 2009, 15:05 
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Do 21. Mai 2009, 19:46
Beiträge: 3
Schönen Dank erst mal für die Antwort - bin leider nicht eher an den PC gekommen. Die Idee mit Kunststoffen zu arbeiten habe ich komplett fallen lassen. Ist zu aufwändig, zu teuer und kann nicht ordentlich entsorgt werden. Bin eher auf dem Trip eine entsprechende Begleitvegetation mit einzubringen. Dachte dabei an z.B. Klee zwecks Verschattung und Wasser halten. Was meinst Du mit Zisternen anlegen? Künstlich beregnen? Falls ja - genau das wollte ich nicht. Haufenweise Technik einsetzen Erfolg eher fragwürdig - schon probiert. Alles Käse.
Gruß te-con


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: So 14. Jun 2009, 11:01 
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Mi 26. Jul 2006, 10:02
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Ich bin kein Biologe, würde aber spontan an eine "Bepflanzung" von Moosen denken. Sie speichern Wasser und verhindern etwas die Verdunstung des Wassers aus dem Boden und damit die Austrocknung. Für eine großflächige Anwendung wird das wohl eher nichts sein.
Bei meinem Grünzeug auf der Terrasse klappt es jedenfalls...
Was für ein Boden ist denn vorhanden?

Gruss

Spotts


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: So 14. Jun 2009, 12:27 
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Do 21. Mai 2009, 19:46
Beiträge: 3
Danke für die Antwort! Ob Moos funkt., weiss ich nicht - vor allem, wo krieg ich welches ausreichend her und wie maschinell einbringen?
Hier mal ein Link zu einem anderen Forum, in dem ich mein Ansinnen noch mal etwas anders dargelegt habe. http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t=38947


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 08:31 
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Mi 24. Jun 2009, 10:53
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Hallo!
Dein Versuchsfeld ist der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt?! Um die Stecklinge am Boden dennoch vor Austrocknung zu schützen, solltest du es mit Bodendeckern, wie z.B Gundermann, versuchen. Gundermann kommt relativ früh im Jahr aus dem Boden und verträgt sich mit fast allen Pflanzen. Ein Versuch ist es vielleicht wert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie Luftfeuchte, Nachtfeuchte, Tau zur Bewässerung nutzen?
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 08:52 
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Beiträge: 596
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http://www.inhabitat.com/2007/04/16/wat ... nto-water/


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