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 Betreff des Beitrags: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Fr 23. Apr 2010, 08:11 
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Hallo zusammen.

stern online, 23.04.1010:
Zitat:
Bohrinsel gesunken:
Angst vor einem Öl-Inferno im Golf von Mexiko
Zwei Tage nach einer Explosion ist im Golf von Mexiko die US-Bohrinsel "Deepwater Horizon" gesunken. Experten fürchten, dass aus dem Bohrloch im Meeresboden mehrere Millionen Liter Öl in die Gewässer vor der Küste Louisanas gelangen könnten. Auch US-Präsident Barack Obama hat sich eingeschaltet.
mehr

Bilderserie auf n-tv hier. Demnach ereignete sich bereits in der Nacht zum Mittwoch (21.04.2010) auf der Plattform eine Explosion.

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 27. Apr 2010, 18:25 
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Hallo,
hier ein Update von Gunnar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 4. Mai 2010, 16:29 
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Hallo,

ich verstehe nicht, warum es so schwer sein soll, das leckende Loch abzudichten!

Das Loch ist doch nicht mal einen halben Meter breit und es kommen etwa 9 l pro sek. raus.

Man könnte doch da unten zB eine kleine Bombe zünden - und alles fällt in sich zusammen und das Loch schliesst sich wieder von "alleine".

Kennt jemand eine Webseite wo dieses Thema behandelt wurde?


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 4. Mai 2010, 17:31 
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Gestern äußerte sich in der Sendung nano (3sat) ein Experte. Demnach liegt etwa folgende Situation vor. Aus dem Loch tritt neben den 9 l/s Öl auch Gas aus. In der Teufe der Bohrung ist das Gas auf Grund des Drucks noch flüssig. Beim Aufstieg wird es zu Gas und führt damit zu einem sogenannten Blowout von ungehäurer Wucht. Das macht es unmöglich mit Werkzeugen direkt am Bohrloch zu hantieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 4. Mai 2010, 17:58 
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klingt interessant & einleuchtend; danke tepui!

mal ne generelle Frage: ist es möglich, dass sich Gas & Öl da unten in der Tiefe im Wasser (oder darunter) unter bestimmten Bedinungen auch entzünden kann & alsdann das ganze Resevoir in die Luft geht ? :evil: aber zu wenig Sauerstoff wohl!?
also wenn man das Loch einfach wegsprengt und es dann von alleine zusammenfällt?
oder einfach ein Rohr ablassen in die Nähe des Lochs & einfach tausende Tonnen Zement oder sonstiges da ablässt.


ich finde es interessant & zugleich erschreckend, dass ich nirgendswo so richtig Meinungen finden kann bzw. im TV sehe & höre, wie man plant, das Bohrloch wieder zu schliessen bzw. abzudichten!?

Vielleicht spekuliert BP darauf, dass der Druck von alleine nachgibt nach "kurzer" Zeit und dann gar nichts mehr ausfliesst ?

manomann, am Tag der Meldung hätte man die BP-Aktie shorten müssen: :(
hier mal der Aktienkurs von BP an der NY-Börse - sieht ziemlich übel für die aus - allein gestern wurden knapp 157 Millionen Aktien gehandelt (bei $50/Aktie ist das ein Tagesumsatz von knapp $8 Mrd. :lol:
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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 4. Mai 2010, 20:03 
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Für die Ölfirmen ist solch ein Unfall dennoch eine Geldquelle: durch den Ausfall der Förderung wird das Öl knapp und teuer - so wird es uns doch dargestellt. Bestimmt war das Teil auch noch versichert.
Jede Gelegenheit wird doch genutzt die überhöhten Preise zu gerechtfertigen.

Gruss
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 4. Mai 2010, 22:56 
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Generell muss ich sagen, dass das eine riesige Sauerei und eine der größten Umweltkatastrophen seit langem! Was das alles für Auswirkungen hat und noch haben wird, kann derzeit wohl niemand richtig ermessen.

Die Berichterstattung der Medien ist darüber auch äußerst spärlich, was mich allerdings nicht sehr überrascht.
Letztendlich bin ich sehr gespannt, wie viel von dem, was dort passiert ist, letzlich an die Öffentlichkeit dringen darf und wie sich die Ölfirmen versuchen werden zu rechtfertigen.

Wie ich das mitbekommen habe, haben die ja nun vor, große Metallkuppeln auf die Unglücksstelle hinabzulassen, die das Öl auffangen sollen, damit man es noch verwenden kann. Ob diese Aktion Erfolg haben wird, steht meiner Meinung nach noch in den Sternen, oder wo auch immer. Denn wenn es dort wirklich Blowouts gibt, dann könnte es problematisch werden, diese viele Tonnen schweren Metallkuppeln von einem Schiff herabzulassen.
Wenn die noch warten wollen, bis nur noch wenig Gas ausströmt, na dann Prost.
Und immerhin müssen die in einer Wassertiefe von über 1000m agieren...

Eine andere Idee ist, ein weiteres Loch zu bohren, was den Druck verringern soll, mit dem das Zeug ausströmt. Bauzeit: etwa 3 Monate. Prima. Zumal die letzte Bohrung bis auf über 10.000m ging. Das ist zudem äußerst kostspielig und deswegen wohl - bis zu einem gewissen Punkt in der Kosten-Nutzen-Rechnung - kaum in deren Interesse.

Zum Sprengungsvorschlag:
Da sich die Bohrung, soweit ich das gerade aus Karten ersehen konnte, an einem recht steilen Kontinentalhang befindet, ist es äußerst riskant, dort zu sprengen, da man wohl nur schwerlich einschätzen kann, inwiefern es zu unterseeischen Hangrutschungen kommen könnte, welche schlimmstenfalls Tsunamis auslösen würden. Wenn man allerdings durch eine Sprengung nur Lockersedimente bewegt bzw. bewegen wollte, die im Wasser natürlich leichter sind als an Land, könnte deren Auflast unter Umständen auch nicht ausreichen, um dem Druck entgegen zu wirken. Vor allem nicht, wenn auch Gas ausströmt.

Ich bin gespannt, wie das gelöst werden wird und befürchte schlimme Konsequenzen, die in den Medien wieder untergehen werden, da die Masse sich ja lieber mit Menowin und co. beschäftigt und zudem die Fußball-WM ansteht...

Es ist einfach eine Frechheit, dass es ÜBERHAUPT zu soetwas kommen konnte!! Als wäre es technisch nicht möglich, ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, die präventiv gegen alle möglichen Unglücksszenarien einkalkuliert werden MÜSSTEN!
Es gibt nichteinmal generelle Sicherheitsvorschriften für ähnliche Szenarien, an die sich ALLE halten müssen! Die einzigen, die derartige Sicherheitsvorkehrungen treffen, sind wohl die Norweger. Aber in Amerika? NEIN!!! Bloß nicht gleiche Bestimmungen für alle! KOMMUNISMUS!

Es ist zum heulen...

R: "Möglichst viel Gewinn bei kleinstmöglichem Aufwand, ist doch klar"
M: "Und wenn was passiert?"
R: "Ach, das wird schon gut gehen. Und wenn, dann ziehen wir unsern Kopf schon aus der Schlinge. Bedenke, wir haben Milliarden an finanziellen Druckmitteln, das passt schon. Und davon mal abgesehen, wer hat im Endeffekt darunter zu leiden? Die Masse, der gemeine Steuerzahler und die Umwelt, die ja geschaffen wurde, um sie uns Untertan zu machen, wie es Gott im Alten Testament sagt!"


So, das musste raus, hatte sich die letzten Tage schon angestaut. Tut mir Leid, falls es stellenweise unsachlich wirken sollte....


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Di 4. Mai 2010, 23:36 
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toller Beitrag & Gedanken LivingHand; wie du sagst: eine riesen Sauerei ! und wie spotts schon sagte: die machen auch noch Geld damit !
ich wette um jeden Preis, dass BP auf ihre Aktien selber SHORT gegangen ist ("leerverkaufen"), um mit dem fetten Gewinn (einen Teil!?) ihrer "Rechnung" zu zahlen, wie Obama es bereits angekündigt hat gen BP Headquarters zu schicken ... $8 Mrd. Umsatz an nur 1 Tag an der Börse - wieviel Mrd. Gewinn konnten die "bösen Spekulanten" damit "verdienen"!? - unglaublich was für eine money-maschine mit dieser "Katastrophe" produziert werden konnte!!!
who´s sinking? nature & (normal) people are!! so what!!? es geht um (viel) GELD - und mit sinkenden Kursen kann man gehebelt noch viel mehr verdienen :((
http://www.youtube.com/watch?v=7HF9xb9OQcQ&feature=related


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 22:53 
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"Ob das klappt, weiß im Moment keiner"
vom 04.05.2010 | Die Fragen stellte Christian Kreutzer

Mit einer Kuppel will BP der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko Herr werden. Wie stehen die Chancen, dass der Plan funktioniert und was kann BP tun, falls er schiefgeht? t-online.de sprach mit dem Greenpeace-Experten Christian Bussau.
Links das defekte Bohrloch in 1500 Metern Tiefe, rechts Ölschlieren auf dem Golf von Mexiko - eine Kuppel über dem Bohrloch soll das Problem lösen (Fotos: Reuters / AP)


Bild

Links das defekte Bohrloch in 1500 Metern Tiefe, rechts Ölschlieren auf dem Golf von Mexiko - eine Kuppel über dem Bohrloch soll das Problem lösen (Fotos: Reuters / AP)


Herr Bussau, wie sieht es da unten eigentlich aus?

Man muss sich das so vorstellen: Am Meeresboden ist das Bohrloch mit einer riesigen Metallstruktur verschlossen - tonnenschwere, meterhohe Ventil- und Rohrsysteme, mit denen man so ein Bohrloch abschließt. Von diesem System gehen die Bohrgestänge weg und dort sind durch den Unfall Lecks aufgetreten. Man versucht jetzt, über diesem Leck von einem Schiff aus eine riesige glockenförmige Struktur herunterzulassen, um sie über das Leck zu stülpen. Dann würde man das austretende Öl in der Glocke sammeln und mit einem Schlauch absaugen.
Welchen Durchmesser haben denn diese Austrittsstellen?

Also die Rohre selbst haben einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern.

Klingt schwierig, ein so schmales Rohr in 1,5 Kilometern Entfernung zu treffen.

Ja, aber diese Schiffe können so gut manövrieren, dass man das mit einer genauen Navigation hinbekommen würde. Das ist natürlich sehr schwierig: Die Glocke, die man hinunterlassen muss, hängt an Stahltrossen. Sie wird durch Meeresströmungen bewegt und verdriftet. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das funktioniert. Ich bin sehr dafür, das zu probieren.
Eigentlich haben Bohrinseln einen sogenannten Blowout-Preventer – ein Notfallsystem aus Rohren und Sicherheitsventilen, das sich automatisch schließen soll, wenn sich der Öldruck plötzlich erhöht. Warum hat der bei der "Deepwater Horizon" versagt?

Das wird man wohl nie ergründen können. Die Plattform ist explodiert und gesunken, so dass es keine ausführliche Untersuchung mehr geben kann. Man wird die Arbeiter befragen, die dort gearbeitet haben. Aber dass man den Grund für den Unfall aufklärt, halte ich eher für unwahrscheinlich.

Eine Möglichkeit ist ja schon ausgereizt: Auch Tiefseeroboter konnten das Problem nicht beheben. Woran hat es bei denen gefehlt?

So ein Tiefseeroboter ist im Prinzip ein Stahlgerüst mit Greifarmen. Daran hängen Lampen und Kameras. Das Ganze ist über Kabel mit einem Schiff verbunden. Dort sitzt jemand vor einem Computer und bewegt den Roboter mit einem Joystick. In 1500 Metern Tiefe können sie allerdings nur schwer etwas sehen. Das Blickfeld ist sehr begrenzt und die Lampen leuchten auch nur einen sehr begrenzten Bereich des Meeresbodens aus. Zusätzlich ist dort noch sehr viel Öl im Wasser. Das heißt: Die Sicht ist gleich Null. Man sollte es aber immer weiter probieren, denn es ist die einzige Möglichkeit, das Leck schnell zu schließen.

Und bei der Kuppel stehen die Chancen besser?

So was hat man in dieser Tiefe noch nie gemacht. Ob das klappt, weiß im Moment keiner. Aber ich kann mir vorstellen, dass das funktioniert. Ich würde es unbedingt versuchten.

Was würde denn passieren, wenn es nicht funktioniert?

Wenn es nicht funktioniert, würde man wahrscheinlich die dritte Lösung verfolgen: Eine Entlastungsbohrung mithilfe einer zusätzlichen Plattform. Das heißt, man versucht, einen weiteren Bohrschacht in den Meeresgrund zu treiben und auf die neue Plattform umzulenken. Das würde allerdings sehr lange dauern - vielleicht zwei bis drei Monate. Man hat also diese drei Möglichkeiten: den Unterwasserroboter - da ist theoretisch ein kurzfristiger Erfolg möglich. Zweitens die Glocke - da weiß man nicht, ob das klappt. Drittens: die Entlastungsbohrung, die lange dauert.

Bei der Bohrung würde noch monatelang Öl ins Meer fließen...

Das kann es bedeuten. Im Moment treten pro Woche hochgerechnet über 5000 Tonnen Öl aus. Wenn wir also noch sehr lange warten müssen, dann kommt man in Größenordnungen, die mit einem schweren Tankerunglück vergleichbar sind. Wenn diese Ölmenge drei Monate lang kontinuierlich austritt, dann wird sich eine Verschmutzung von über 60.000 Tonnen Öl anhäufen. Dann sind auch langfristige Schäden nicht mehr auszuschließen.

Wie sicher sind solche Bohrinseln? Könnte sich so ein Unfall auch in unseren Breitengraden ereignen?

Die Sicherheitsauflagen sind extrem hoch. Die Technik ist im Prinzip die beste Technik, die auf dem Markt ist - man kann sie eigentlich nur mit der Raumfahrttechnik vergleichen. Trotzdem ist das Vorhaben so kompliziert, dass man sich immer am Rande des Machbaren bewegt. Und in der Tiefsee ist es nochmal um einiges komplizierter, als im flachen Wasser.

...wie beispielsweise in der Nordsee...

Genau. In der Nordsee haben wir im südlichen Teil Wassertiefen von 30 bis 50 Metern, im nördlichen Teil 200 Meter. Aber in der Tiefsee mit 1500 Metern wird es viel komplizierter und risikoreicher. Wenn dann etwas Unvorhergesehenes passiert, hat man nicht die technischen Möglichkeiten, schnell etwas zu beseitigen. Man ist dann in einem Grenzgebiet. Die Technik, um diesen Unfall schnell zu bekämpfen, ist einfach nicht da.

Quelle: t-online.de
http://nachrichten.t-online.de/greenpea ... 7278/index


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 23:25 
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Do 15. Apr 2010, 19:32
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Also so wie ich das nun verstehe - und es mir auch schon vorher gedacht habe - ist das mit Abstand größte Problem der immense Wasserdruck. Und aus diesem Grund kann ich mir auch kaum vorstellen, dass man das Reservoir einfach so 'abfackeln' kann.
Ebenso frage ich mich bei der Bombe, ob da nicht irgendwo irgendeine Lücke im dann neu gebildeten Meeresboden auftauchen würde, durch die das Öl dann wieder austreten kann.

Aktuell frage ich mich übrigens schon, warum man das erste Loch - was ja anscheinend das kleinste war - innerhalb von ganz kurzer Zeit mithilfe einer Kuppel abdichten konnte und warum man nun für die anderen Löcher minimum eine Woche brauchen soll.

Ich finde es übrigens passend, dass grade heute rauskam, dass Obama vor kurzem im Eilverfahren ohne weitere Überprüfung der Plattform die Genehmigung verlängert hab - ist irgendwie bezeichnend. ;)

MfG

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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 15:40 
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Wenn man die Kommentare hier so liest muss man doch mal einschreiten. Tut mir ja fast Leid am etablierten Stammtischfeindbild zu wackeln, aber der Großteil des Preises pro Liter sind nach wie vor steuern, und zwar Steuern mit denen zumindest dem Namen nach unter anderem die Kraftstofferzeugung aus landwirtschaftlichen Produkten sowie semi-schwachsinnige alternative Energiekonzepte gefördert werden sollen.

Daneben hat insbesondere BP nach dem Ereignis in Texas City ganz massiv reagiert, wie auch alle anderen Mineralölkonzerne und den Bereich um das Sicherheitsingenieurwesen ( QHSSE bei der Shell für Quality, Safety, Securiy and Environment ) ganz massiv ausgebaut bzw. in ihrer heutigen Rollendefinition im Mineralölbusiness überhaupt erst losgetreten. Das geht mittlerweile so weit das nach den allgemeinen Sicherheitsrichtlinien z.B. das Auswechseln von Glühbirnen nicht mehr mal eben von Mitarbeitern erledigt werden darf, sondern dazu eine Anweisung für Fachpersonal wie Elektriker ausgestellt werden muss. Das Beispiel soll nur einmal den Trend erläutern.

Die Mineralölfirmen sind wie alle anderen profitorientierten Wirtschaftszweige ganz sicher keine Heiligen, aber dennoch hinken diese Alltagshassparolen doch gewaltig. :wink:

Gruß

Holm


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 19:59 
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Was wieder mal beweist, daß man immer beide Seiten hören soll und stets davon ausgehen muß, daß Medien gern mal was weglassen oder dazuerfinden, um eine größere Leserschaft/Hörerschaft/Zuschauer zu finden. Hiobsbotschaften verlocken eben eher zur Information darüber als Sachlichkeit, die eben nicht jedem in sein relativ starres Denkschema passt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: Fr 28. Mai 2010, 20:16 
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in der Tagesschau sagen sie es sei vorerst gestopft!?
in der live-webcam siehts aber nicht danach aus?

Live feeds from remotely operated vehicles (ROV)
http://www.bp.com/liveassets/bp_interne ... tream.html
Throughout the extended top kill procedure – which may take up to two days to complete - very significant changes in the appearance of the flows at the seabed may be expected. These will not provide a reliable indicator of the overall progress, or success or failure, of the top kill operation as a whole. BP will report on the progress of the operation as appropriate and on its outcome when complete.

http://www.youtube.com/watch?v=EA87WL5K ... r_embedded


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: So 30. Mai 2010, 16:56 
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So 28. Mär 2010, 15:09
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schon wieder nicht geklappt !

und jetzt ?

wartet BP vielleicht eher darauf, dass der natürliche Lagerstätten-Druck demnächst von alleine nachgibt und alsdann nichts mehr ausströmt ? wie lange dauert sowas in etwa bis der Lagerstätten-Druck derart niedrig ist, dass es nicht mehr von alleine ausströmt?

ich verstehe auch nicht, wieso die nicht sofort nach der Explosion damals mit einer "Entlastungsbohrung" begonnen haben - eben für den Fall dass die anderen Versuche nicht von Erfolg gekrönt sind (Risiko-Management) .... aber auch wenn das Leck nun gestopft hätte werden können, eine weitere Bohrung wäre doch sowieso unerlässlich, oder? Was ist jetzt überhaupt mit dieser Lagerstätte - wird sie später (wenn es wieder ruhiger ist) wieder in Betrieb genommen? Vielleicht will USA auch BP auflaufen lassen mit ihren glücklosen Versuchen, um die dann rauszuschmeissen und alsdann die Lagerstätte selber auszubeuten !? :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Golf von Mexiko droht eine Ölkatastrophe
BeitragVerfasst: So 30. Mai 2010, 19:36 
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aPriori hat geschrieben:
ich verstehe auch nicht, wieso die nicht sofort nach der Explosion damals mit einer "Entlastungsbohrung" begonnen haben
Soweit ich das (am Rande) mitbekommen habe, hat BP sofort - parallel zu den anderen Maßnahmen - mit einer Entlastungsbohrung begonnen. Eine derartige Bohrung dauert allerdings drei Monate.

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