Geh barfuß über warmen Sand.
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 Betreff des Beitrags: Warum Tschernobylreaktor nicht unter Erdwall begraben?
BeitragVerfasst: Fr 18. Mär 2011, 12:46 
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Über den maroden Betonsarkophag des 4. Blocks soll eine Halle aus Blech gebaut werden. Die soll die Staubentwicklung beim fachgerechten Rückbau und einem möglichen Zusammenbruch des Sarkphags eindämmen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-04/t ... hutzhuelle

Ich kann mir nicht vorstellen, dass tatsächlich jemals die Kosten für einen fachgerechten Rückbau samt fachgerechter Endlagerung aufgebracht werden können. Geschweige denn, dass in einem Land, in dem man es mit den Dingen nun mal nicht so genau nimmt, das Geld nicht in anderen Kanälen versickert.
Ich frag mich nun, warum man den 4. Block (oder gleich die ganze Anlage) nicht einfach mit Sand, Silt und Beton auffüllt und alles unter einem Erdwall begräbt. Den könnte man wie eine Mülldeponie mit Teer- und Lehmschichten gegen eindringendes Regenwasser schützen und würde eine weitere Verbreitung des strahlenden Inventars verhindern. Wahrscheinlich wäre das sogar eine bezahlbare Sache.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum Tschernobylreaktor nicht unter Erdwall begraben?
BeitragVerfasst: Fr 18. Mär 2011, 13:43 
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Ich weiß nicht, was in den Überresten des Reaktors vor sich geht, aber meine Laienmeinung:
Normaler Müll ist im Gegensatz zu Radioaktivem nicht wärmeentwickelnd, allein das stell ich mir schon
bei der Idee der Verfüllung problematisch vor, zumal es auf der Erdoberfläche erfolgen müsste.
Wärs so einfach, würde man nicht unter Milliardenaufwand Endlagererkundungsbergwerke betreiben.

Es wird furchtbar teuer und aufwendig sein, aber ich denke, Rückbau und fachgerechte Entsorgung
(wie auch immer die mal aussehen mag) sind die einzige Möglichkeit, eine gewisse Langzeitsicherheit
zu garantieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Warum Tschernobylreaktor nicht unter Erdwall begraben?
BeitragVerfasst: Fr 18. Mär 2011, 14:50 
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Ich hab gehört, dass ein großer Teil des nuklearen Inventars bei der Explosion aus dem Reaktor geflogen sein soll und darum kaum noch wärmeentwickelnde Abfälle drin sein sollen.
Das ganze Mauerwerk, alle Rohre, Behälter, Kabel, Leitungen ist kontaminiert und müsste in Fässer eingepackt werden. Beim normalen Rückbau muss idealerweise immer nur die kontaminierte Oberfläche der Materialien abgetragen werden. Ich schätze, dass man mit dem Volumen von Tschernobyl den Schacht Konrad oder die Asse II vollkriegen könnte.
Einfach "Erde drauf" ist keine Ideallösung, aber besser als es 25 Jahre lang in den Sarkophag reinregnen zu lassen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 21. Mär 2011, 13:39 
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Wie stellst du dir die BASISabdichtung vor?

Gruß
Mullagan


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: Mo 21. Mär 2011, 20:01 
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Mullagan hat geschrieben:
Wie stellst du dir die BASISabdichtung vor?


Natürliche Barriere. Die Moho.

_________________
Glückauf
Rockdoc


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 Betreff des Beitrags: Re: Re:
BeitragVerfasst: Di 22. Mär 2011, 21:08 
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Rockdoc hat geschrieben:
Natürliche Barriere. Die Moho.

:D wieso nicht

hab mal gehört, dass es bei Müllkippen effektiver ist, das Eindringen von Wasser mit ner Topabdichtung zu verhindern, als das Durchsickern mit ner Basis unterbinden zu wollen. Ich würd die Basisabdichtung daher weglassen. Bei dem Grundwasser sind ohnehin schon Hopfen und Malz verloren.
Bei Fukushima wirds schwieriger, der Erdwall müsste dauerhaft der Brandung standhalten und erdbeben- und tsunamisicher sein. Ich kann mir da nur einen riesigen Haufen von diesen tetraederförmigen Hafenmolenbetonelementen vorstellen.


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