Geh barfuß über warmen Sand.
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BeitragVerfasst: Mo 21. Jul 2008, 18:54 
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Falls es nicht schäumt, versuch folgendes: kratz die Stelle vorher ordentlich an, auf die du die Säure gibst. Da sollte ein kleiner Haufen Gesteinspulver entstehen. Wenn der auch nicht schäumt, ists kein Kalk.


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BeitragVerfasst: Mi 23. Jul 2008, 00:14 
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Guten Abend!
Was haltet ihr von Gips? Ähnliche Verwitterungsformen hab ich während meiner Arbeit in den Abruzzen gesehen. Kann die nächsten Tage mal ein Bild versuchen hochzuladen.
Ich dachte auch aufgrund der Detailaufnahme als aller erstes an Marmor. Aber feinkristalliner Gips könnte es auch sein. Wie war die Härte? Lassen sich die einzelnen Körnchen gut mit dem Fingernagel ritzen?

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BeitragVerfasst: Mi 23. Jul 2008, 10:14 
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Dann wäre Didi mit dem "Findling" aber angeschmiert worden. Gips hält sich doch nur in höchstens semiariden Klimaten. Bei uns hier würde der sich doch recht bald auflösen, oder?
Aber rein von der Farbe her könnte es hinkommen.


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BeitragVerfasst: Mi 30. Jul 2008, 08:57 
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Hallo,
ich konnte endlich mal den Salzsäuretest machen. Der Stein reagiert absolut nicht auf Salzsäure, 31 %.
Demnach kann es schon nicht mal Kalk sein, und Marmor sollte dann auch reagieren.
Es ist also doch wahrscheinlich ein Quarzsandstein.
Übrigens werden kleine Mengen Flüssigkeiten vom Stein "aufgesaugt", er ist also nicht sehr kompakt.
Wenn es ein Quarzsandstein ist, wie kann dann so eine Form entstehen ?

Grüsse,
Dietmar


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BeitragVerfasst: Mi 30. Jul 2008, 17:31 
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master of desaster
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Ein Quarzsandstein wohl nicht, aber vielleicht ein Quarzolith/Peracidit.


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BeitragVerfasst: Mi 30. Jul 2008, 19:04 
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master of desaster
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Wenn es kein Kalkstein ist, dann könnten diese Formen immer noch Strudeltöpfe oder ähnliche Erscheinungen sein. Vielleicht aus Gebirgsbächen oder einer Felsküste mit starker Brandung? Allerdings muss ich zugeben die bisher auch nur in Kalksteinen mit eigenen Augen gesehen zu haben.

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 Betreff des Beitrags: weitere Bilder vom Findling
BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 20:16 
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Hallo,
leider kann ich mir immer noch kein genaues Bild machen von dem Findling. Nach Euren Kommentaren aus dem Forum kann es kein Kalk oder Marmor sein, wegen der Nicht-Reaktion mit Salzsäure.
Also evtl ein Quarzolith/Peracidit lt. Cottontree. Wie können dann solche Röhren entstehen ? Viele davon sind Durchgangsröhren, d.h. sie sind bis zu 50 cm tief und zum Teil nur 5 cm im Durchmesser. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Strudeltöpfe solche engen und tiefen Röhren erzeugen können.

hier die weiteren Bilder:

http://www.iname.de/index.php?action=me ... leryID=429

Vielleicht hilft auch das Bild mit der Makroaufnahme weiter. Die Körnchen sehen aus wie kleine Quarzkörnchen, die verbacken sind. Einzelne Körnchen lassen sich mit dem Fingernagel ablösen. Der Stein ist auch nicht geschlossen, er saugt kleine Mengen an Wasser auf.

Vielen Dank für weitere Kommentare / Meinungen, ich bin für jeden Kommentar dankbar und bin neugierig, ob jemand dieses Rätsel lösen kann. Wenn jemand in der Nähe wohnt (Böblingen ist 6 km von hier), ist er gerne willkommen für eine Besichtigung incl. Cappuccino,

viele Grüsse,

Dietmar


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BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 23:06 
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master of desaster
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Bei den Makroaufnahmen wäre ein Massstab hilfreich, z.B. ein Cent Geldstück.
Je nachdem, wie groß die Körner in Bild 6 sind, könnte es dann nämlich doch wieder ein Sandstein sein. Aber das ist dann ziemliche Haarspalterei... :)
Bild 6 sieht auch wieder mehr nach einem Sediment aus, dann würde "Quarzolith" wohl nicht stimmen. Ich meine, Quarzolith wäre die Bezeichnung für magmatische, sehr quarzreiche Gesteine? Weiß jemand mehr?
Die Löcher erinnern mich an kleine Gletschertöpfe, was ja wohl zu den Strudeltöpfen gehört. Und wenn das Gestein so weich ist, dass du einzelne Körner herauslösen kannst, dann sollten solche Errosionsmarken wohl auch mal ruckzuck ein Gestein komplett durchdringen können...

Meine Fresse, wenn man bei der Google Bildersuche nach "Gletschertopf" sucht, findet man fasst nur Schäferhunde... :shock:


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 Betreff des Beitrags: Bild mit Massstab
BeitragVerfasst: So 17. Aug 2008, 20:27 
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Hallo Cottontree,
ich habe ein Bild mit einer 1 Cent Münze reingstellt.

Grüsse,
Dietmar


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BeitragVerfasst: Mo 18. Aug 2008, 11:07 
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soft-rocker
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hmm...da fallen mir vom äußeren Erscheinungsbild doch spontan zwei Dinge ein:

1. Beachrock (auch im Norden Deutschlands durchaus vertreten, aber Karbonatzementiert, oder?)

2. Jurasandstein/ Höör-Sandstein (aus Südschweden, kommen dort in unverfestigten Sanden vor, sind meist fossilarm bis -leer, wenn dann nur Pflanzenhäcksel....., wie die zementiert sind weiß ich allerdings gerade auch nicht)

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"So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!"

www.steinkern.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist das für ein Findling ?
BeitragVerfasst: Fr 5. Jun 2009, 19:31 
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Dann wärme ich den alten Thread mal wieder auf. Gerade hat mich eine Frau Marx per Elektropost angeschrieben, dass es sich bei dem guten Stück auch um einen so genannten Tertiärquarzit handeln könnte. Die Dinger sollen rund um den Vogelsberg reichlich vorkommen. Ein Relikt der tertiären Zeit, als hier noch die tropische Verwitterung herrschte. Mal sehen, vielleicht kommen wir da ja wieder hin...

:wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist das für ein Findling ?
BeitragVerfasst: Do 11. Jun 2009, 05:36 
Hier sind ein paar Fotos vom Vogelsberger Quarzit zu sehen .. :wink:

http://www.vulkan-vogelsberg.de/artikel_10719.html

Gruß Peter .. 8)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist das für ein Findling ?
BeitragVerfasst: Sa 13. Jun 2009, 19:43 
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Sa 13. Jun 2009, 19:40
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist das für ein Findling ?
BeitragVerfasst: So 14. Jun 2009, 08:16 
Hallo Andy Paul,

solltest Du Dich mit Deiner "etwas spartanischen" .. :D .. Aussage jetzt auf die Fotos von didi im Ausgangsbeitrag beziehen, so kann ich Dir da auch als geologischer Laie zustimmen, weil ..

siehe hier ..

http://de.wikipedia.org/wiki/Zellenkalk

sowohl die Fotos als auch die Beschreibung zu den Fotos von didi passen!

Gruß Peter :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist das für ein Findling ?
BeitragVerfasst: So 14. Jun 2009, 14:19 
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Do 28. Mai 2009, 20:40
Beiträge: 21
Dolomit reagiert zwar normal unter Salzsäure kaum, aber wohl recht stark unter warmer Salzsäure. Deswegen am besten mal ein Stück abschlagen, irgendwo vorsichtig Salzsäure erwärmen und das Teststück rein. Wie warm weiß ich leider auch nicht.
Müsste sich dann anfangen aufzulösen.


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