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 Betreff des Beitrags: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 08:39 
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Hallo,

im Rahmen einer Studienübung gilt es, Natursteinarten verschiedener Gebäude zu bestimmen.
Vieles, leider nicht alles, konnten wir nach langer Internetrecherche in Erfahrung bringen.

Ein Kandidat ist jetzt noch übrig und ich hoffe, das mir hier weitergeholfen werden kann.

http://img693.imageshack.us/img693/7440/img0594ft.jpg und nochmal von nah http://img194.imageshack.us/img194/3508/img0592w.jpg

Übrigens ein 1909 erbautes Gebäude.

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.

Grüße,
Manu


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 11:40 
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Ist das nicht ein Konglomerat? Ich meine, wenns kein Beton ist. :cheesygrin:


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 11:59 
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Auf dem überischtsbild sieht man, dass der obere Teil (zwischen den Fenstern) Fossilien enthält. Sehr grobe Komponenten, wohl zumeist Klappen Muscheln oder Brachiopoden. Auch der Rest scheint nicht gerade feinkörnig zu sein. Aus dem Bauch raus würde ich sowas als Rudstone ansprechen.

Das andere sieht mir schwer nach Kunststeinplatte (Terrazzo oä.) aus. Vergleichbares aus der Natur könnte man Tuffit nennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 14:34 
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Also vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten! Is ja echt toll.

Hab hier noch 2 Fotos falls es weiterhilft: http://img526.imageshack.us/img526/189/img0591u.jpg und http://img62.imageshack.us/img62/8473/img0593o.jpg

Übrigens ist das Gebäude (Gisela-Gymnasium in München) Denkmalgeschützt. Ich kenne zwar die Kriterien nicht, aber ich würde einen Betonbau nicht unbedingt als Denkmal bezeichnen... :wink:

Grüß,
Manu


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 15:21 
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Leunam hat geschrieben:
Ich kenne zwar die Kriterien nicht, aber ich würde einen Betonbau nicht unbedingt als Denkmal bezeichnen... :wink:


Ich glaube das ist kein Ausschlusskriterium.

Leunam hat geschrieben:
http://img62.imageshack.us/img62/8473/img0593o.jpg


Sieht wirklich irgendwie künstlich aus. Die "Matrix" sieht ein wenig schaumig aus. Ich hab sowas als Naturstein noch nie gesehen. Es melden sich bestimmt noch kompetentere Leute zu Wort.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 17:45 
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Vielleicht hat das Gebäude ja einen Namen und Standort und man findet was im Netz. Ich meine, wenns schon Denkmal-Status hat....


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 18:16 
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Leider nicht, hab schon fast 3 Stunden nach Infos über den Baustoff gesucht, man findet alles - Architekt, Geschichte etc., nur keine Angabe über das Gestein.
Ich hab gestern auch eine E-Mail an die Schulleitung geschrieben, mit der Bitte ob evtl. Irgendjemand im Haus was über dessen Beschaffenheit weiß, heut in aller Früh leider die Antwort bekommen, dass mir da leider nicht weitergeholfen werden kann.

Wie gesagt, handelt es sich um das Gisela-Gymnasium in München. Es hat sogar nen eigenen Wikipedia Artikel. (Wobei auch Pikachu nen eigenen Wikiartikel hat... :lol: )

Falls nicht noch irgend ein Profi über den Thread stolpert, hab ich aber wenigstens schonmal ein paar der oben genannten Vermutungen was immernoch besser ist als ein leerer Absatz. :)

Grüß,
Manu


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 20:07 
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Ich bin mir zu, sagen wir mal, 90% sicher, daß es sich um Muschelkalk handelt und in diesem Fall um die Schaumkalkzone des Unteren Muschelkalkes. Dieses Baugestein ist in der südlicheren Hälfte Deutschlands weit verbreitet und wurde vor allem in früheren Jahrzehnten sehr viel für Bauwerke verwendet. Jetzt wegen dem relativ hohen Gewinnungsaufwand und der hohen Kosten i.d.R. nur noch für Restaurierungsarbeiten abgebaut. Die Schaumkalkbank (es gibt eine Untere und eine Obere) ist nur wenige Meter mächtig und läßt sich nur ökonomisch mit gewinnen, wenn der unter- und überlagernde Wellenkalk als Schotter mit gewonnen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Fr 30. Apr 2010, 23:29 
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master of desaster
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Das obere Gestein ist ein fossilreicher Kalk, vermutlich Muschelkalk oder etwas sehr ähnliches. Die vielen Schalen kann man klar erkennen.

Im unteren Bereich scheint es sich auch um einen Naturstein zu handeln. Also kein Kunstprodukt. 1909 ist für Betonbauelemente für repräsentative Bauten etwas früh wie ich finde (die einzigen Betonbauten aus so früher Zeit die ich gesehen habe sind Bunker aus dem 1. WK). Obendrein kann man erkennen (meine ich zumindest), dass das untere Gestein gesägt wurde, und nicht als Betonteil gegossen. Die "Porosität" ist evtl. einfach Resultat von, bei der Bearbeitung, herausgebrochenen Kies. Ebenso erscheinen mir alle Klasten ähnlich gut abgerundet und bestehen zum Großteil aus verschiedenen Quarzen und nur wenig Gesteinfragmenten. Für mich ist das ein Konglomerat. Beton kann einem aber übliche Streiche spielen. :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: Gesteinsbestimmung der Fassade
BeitragVerfasst: Di 2. Aug 2011, 21:56 
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hard-rocker
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Mathias hat geschrieben:
Das obere Gestein ist ein fossilreicher Kalk, vermutlich Muschelkalk oder etwas sehr ähnliches. Die vielen Schalen kann man klar erkennen.


Kann ich bestätigen der Muschelkalk in Unterfranken sieht genauso aus.


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