Geh barfuß über warmen Sand.
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 Betreff des Beitrags: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: Do 5. Okt 2017, 17:56 
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Hallo,
vor einiger Zeit hat im Elbsandsteingebirge ein Abbruch stattgefunden.
Das Material des Abbruch war sehr feiner Sand.
Mir ist nicht klar wie dieser Sand in diesem Gebirge überhaupt zusammenhält.
An anderer Stelle gibt es Sandsteinbrüche in denen fester Sandstein abgebaut wird.
Wie haben sich diese unterschiedlichen Formationen gebildet ?
Gruss Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: Do 5. Okt 2017, 23:33 
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Moin, weißt Du an welcher Stelle ?
Ich stell mal ein Bild rein :


Bild

Ich weiß zwar ein wenig,aber bevor ich hier Bullshit rede.. überlasse ich die Antwort den Fachleuten hier

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"Der Zeitgeist ist wie ein Zirkusgaul, der immer im Kreis durch die Manege läuft. Wenn man ihm nachrennt, erreicht man ihn nie. Bleibt man gelassen stehen, kommt er in schöner Regelmäßigkeit immer wieder an einem vorbei."


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 Betreff des Beitrags: Re: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2017, 09:29 
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Hallo,
anbei ein Beitrag des MDR zum Felssturz im Januar 2016 am Rauenstein.
http://www.ardmediathek.de/tv/Exakt-die-Story/Br%C3%BCchige-Sch%C3%B6nheit-Felsst%C3%BCrze-in-der-S/MDR-Fernsehen/Video?bcastId=7545348&documentId=42909046
Gruss Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2017, 12:49 
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Schöner Beitrag , hab ihn mir angesehen.
Ich kann nicht so gut erklären , aber vielleicht hilft Dir diese Seite :

https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Sandstein
LG Sanni

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 Betreff des Beitrags: Re: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2017, 14:05 
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Hi Sanni,
vielen Dank für den Link zum Beitrag.
Wenn ich das richtig verstehe, so hängt die Zementation davon ab ob Mineralen im Sand eingelagert sind.
Fehlen die Minerale so besteht der Fels im Innern nur aus Sand.
Dank und Gruss
Werner


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 Betreff des Beitrags: Re: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: Fr 6. Okt 2017, 21:29 
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Solche Bergstürze sind nicht auf Sandstein beschränkt. Es gibt drei verschiedene Bindemittel für Sandstein. Tonig, d.h. dieses wird leicht durch Wasser herausgeschwemmt. Diese Sandsteine bilden i.d.R. auch keine schroffen Felsformationen. Kalkig, diese Sandsteine sind schon wesentlich fester und können Felsen bilden. Allerdings ist Kalk säureempfindlich und wird durch in der Luft enthaltene saure Bestandteile langsam aufgelöst. Sehr zum Leidwesen der Denkmalpflege. Dann noch kieseliges Bindemittel. Dieses besteht praktisch aus dem gleichen Material wie der Sand selbst und der ist sehr widerstansfäghig. Solche Sandsteine zeichnen sich durch eine sehr lange Haltbarkeit aus (Jahrhunderte). Dazu zählen u.a. auch die Elbsandsteine. Da Gesteine nie völlig kompakt sind, dringen in feinste Haarrisse, Kristallkorngrenzen und Sandsteinhohlräume (man kann sich eine Packung Kugeln vorstellen, die an den Kontaktstellen durch Quarz "verklebt" ist) Wässer ein, deren Bestandteile mit dem Sandstein reagieren bzw. andere Minerale ablagern (z.B. Fe-Oxide). Es erfolgt eine Schwächung des bis dahin recht festen Gefüges bis hin zum völligen Ende des Zusammenhaltes. Dann rumst es eben, wenn die Schwerkraft größer wird als die Bindungskräfte. Übrigens, auch in Granitgebieten gibt es Sandgruben. Hier wurden Bestandteile chemisch zersetzt (z.B. Glimmer) und somit das Gefüge zerstört. Noch scheinbar kompakte Granitbrocken zerfallen hier beim Schlag mit einem Hammer zu Sand. Beginnende Zersetzung von granit ist deutlich daran zu erkennen, daß der ursprünglich grau-weiß-schwarz (Biotitglimmer, Fe-haltig) gelbbraun wird. Da hat sich Biotitglimmer zersetzt und das freiwerdene Fe ruft die gelblich-braune Farbe hervor. Das geschieht i.d.R. von Klüften und Haarrissen aus, in die Wasser und damit Kohlensäure und Sauerstoff eingedrungen ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Elbsandsteingebirge
BeitragVerfasst: So 8. Okt 2017, 18:11 
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Gruss Werner


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